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Die 49-jährige Angela Schneider ist ab Dezember zu hören.
Wien - Mit "Ja. Grüß Gott, guten Tag" beginnt am Mittwoch die öffentliche Karriere Angela Schneiders als künftige Sprecherin der Wiener Linien. Weich und warm fließen die Worte in den Raum, wo die Pressekonferenz für dieses "historische Ereignis", wie es Finanzstadträtin Renate Brauner nennt, stattfindet. Nach immerhin vier Jahrzehnten, in denen Franz Kaida die Ansagen gesprochen hat.
Mit eindeutiger Mehrheit von 66 Prozent wurde Schneiders Stimme schlussendlich gewählt, mehr als 21.000 Menschen stimmten online ab. Die professionelle Sprecherin und Schauspielerin hatte sich in der letzten Runde gegen eine Gegenkandidatin durchgesetzt, beworben haben sich ursprünglich dutzende Menschen, auch normale Fahrgäste. Schon bei der jährlichen Kundenbefragung votierten die Kunden für eine weibliche Stimme.
Wichtig war den Wiener Linien neben dem Geschlecht vor allem eine Stimme ohne starke Klangfärbung. "Neutral soll es sein, wenn mich Menschen in allen Stimmungen zu hören bekommen", fügt die Wienerin hinzu. Ab Mitte Dezember wird man ihr lauschen können, mit der U-Bahn beginnt die Umstellung aller Durchsagen, was einige Monate dauern wird. Etwa 3000 Ansagen werden es insgesamt.
Sie selbst fahre schon immer gerne mit den Öffis, vor allem das Dahinrattern in der Straßenbahn böte ihr eine Auszeit und die Möglichkeit zu lesen. "Ich habe den Großteil meiner Texte in der Bim gelernt", ergänzt sie. Werke von Nestroy bis Schnitzler zählen zu ihrem Repertoire. Aktuell spielt sie in Gmünd und bald auch im Wiener Metropol. Besonders gern habe sie an einer Verfilmung von Arthur Schnitzlers Fräulein Else mitgewirkt.
Wie das sein wird, sich beim U-Bahn-Fahren selbst zu hören? "Am Anfang sicherlich sehr komisch. Da werde ich die Reaktion der Leute beobachten" , meint sie schmunzelnd. Neben dem Theater gehört auch das Sprechen von Werbespots zu Schneiders Karrierestationen, beispielsweise für Kukident.
Mit der neuen Stimme bekommt auch das sogenannte Klangmangement der Wiener Linien einen Aufputz. Für insgesamt ein bis 1,5 Millionen Euro werden Lautsprecher und Co aufgerüstet, damit die Durchsagen überall gleich gut zu verstehen sind, das typische "Zug fährt ab" soll mit der Verjüngungskur gestrichen werden.
Kaida, der den Wiener Linien bisher seine Stimme geliehen hat, ist schon seit 2004 im Ruhestand und tritt nun auch das Sprecheramt ab, das er weiterhin eingenommen hatte. Der 70-jährige bleibt Präsident des " Verbands Österreichischer Sicherheitsexperten". (juh, DER STANDARD, 4.10.2012)
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Akustisch ist diese Frauenstimme bei Hintergrund-Verkehrslärm und Geräusch des fahrenden Fahrzeuges wesentlich schlechter verständlich als die dunklere Männerstimme. Sehr leicht überprüfbar bei ÖBB und Badner Bahn, wo schon jetzt Frauenstimmen eingesetzt werden. Keine gute Entscheidung.
Klangmanagement, ein toller Name. Danach könnte das Geruchsmanagement noch in Angriff genommen werden.
Das eine Frauenstimme jetzt loslegt ist doch schön, ich halte es nur nicht für ein sonderlich großes Ereignis. Von "historisch" will ich schon überhaupt nicht sprechen.
Weiß das jemand?
Ich frage mich, was man besser versteht, wenn ein Bus laut dahinbrummt, die Straßenbahn quietscht, es laut ist:
* eine männliche, kräftige, tiefe Stimme
* oder eine weibliche, hohe Stimme
Habe gegooglt, aber bisher noch keine Antwort darauf gefunden. Weiß das hier wer?
Genau das waren die Kriterien warum damals Herr Kaida genommen wurde. Seine mittige Stimme ist der Kompromiss aus tiefer Männerstimme und Damenstimme.
Da wurden damals Testfahrten unternommen und man hat festgestellt, dass die Damenstimmen ungeeignet waren wegen der Gleisgeräusche.
Die bass-lastige Männerstimme war nicht zu gebrauchen, da die damaligen Anlagen es gar nicht wiedergeben konnten.
Die Schalldämmung in den Bims und U-Bahnen ist aber heute deutlich besser und wenn die tollen neuen Lautsprecher angeschafft werden klingt es sicher gut.
In der ÖBB spricht auch die Frau Lohner..
1,5 Mio??? Für auf einem Computerchip gespeicherte Ansagen? Aber nicht wirklich, oder?
Und dann regt man sich noch über läppische 4,4 Mio. für eine Homepage auf.
Irgendwie verlieren wir in diesem Land die Relationen für finanzielle Werte. Kein Wunder, gehen doch die Kosten für ESM & Co. schon in die Billionen!
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