Pfarrerinitiative: Auferstehung nach dem Patt

Kommentar |

Der Kardinal rät zu einem Rückschritt. "Step back and see" lautet sein Motto

Streng nach Lehrbuch haben die heimischen Bischöfe und die Pfarrerinitiative die letzte Stufe einer Konfliktbildung erreicht. Die Eskalation ist vorüber, es folgt die Phase der Abkühlung. Doch ohne Konfliktlösung verhärten sich die Fronten. Stimmt das Kräfteverhältnis, ergibt sich eine klassische Pattsituation. Das hat nun auch Kardinal Christoph Schönborn erkannt. Ein labiles Gleichgewicht, das schnell ins Wanken gerät.

Der Kardinal rät daher zu einem Rückschritt. "Step back and see" lautet sein Motto. Doch nur einen Schritt zurückzugehen und aus sicherer Entfernung zu schauen, was passiert, wird eindeutig zu wenig sein. Der jüngst präsentierte Hirtenbrief zeigt einmal mehr auf, dass man auf Bischofsebene immer noch nicht verstanden hat, dass das provokante Spiel mit dem Ungehorsam längst vorbei ist. Schlusspfiff. Unentschieden im Match Pfarrer-Unterhaus versus Bischofs-Oberliga. Eine Verlängerung wäre sinnlos.

Doch die Begeisterung für das Spiel ist beim Kirchenvolk entfacht. Man ist nicht mehr bereit, alles als gottgegeben hinzunehmen. Noch nie war der Ruf nach Reformen so laut wie jetzt. Die Kirche steckt in einer ihrer wohl tiefsten Glaubwürdigkeitskrisen. 50 Jahre nach dem letzten großen Konzil in Rom wäre es für die Bischöfe daher höchste Zeit, dem Kirchenvolk auf Augenhöhe gegenüberzutreten. Es braucht keine endlosen Hahnenkämpfe profilierungssüchtiger Kirchenmänner, sondern einen echten Reformdialog. (Markus Rohrhofer, DER STANDARD, 4.10.2012)

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    Was Kirchenlehrer zu sagen haben: Sie ärgern mich. Ich bin eine Frau!

    "Die Weiber sind hauptsächlich dazu bestimmt, die Geilheit der Männer zu befriedigen."
    (Johannes Chrysostomos, 349-407, gr. Kirchenlehrer - Chrysostomos wird als einer der vier großen griechischen Kirchenväter verehrt, also als einer der frühchristlichen Schriftsteller, die in ihren Schriften die christliche Lehre begründeten.)

    "Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das von Gott nicht nach seinem Ebenbilde geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, daß die Frauen den Männern dienen."
    (Kirchenvater Augustinus, hl., 354-430 - Augustinus gilt als einer der bedeutensten Kirchenlehrer.)

    Mehr unter:
    http://www.kreudenstein-online.de/Helauluja... a_frau.htm

    Stell dir vor - es gibt viele schöne Kirchen - und keine/keiner geht mehr hin!

    Warum nicht gleich wieder die Inquisition einführen? Zurück zu den glorreiche Zeiten!

    Wahrlich, ich sage euch...

    Die Kirche pfeift aus dem letzten Loch, und das völlig verdient. Mit derart rückständigen Ansichten und dieser überheblichen Sturheit ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Wer auch nur ansatzweise gebildet, aufgeklärt oder des Denkens fähig ist, kann mit der Kirche nichts anfangen. Gegen den christlichen Glauben ist überhaupt nichts einzuwenden. Die Kirche hingegen ist ein widerwärtig verkrusteter Machterhaltungsapparat, der geistig noch im Mittelalter steckt. Sie muss einsehen, dass die Lebensrealität heute andere Glaubensregeln erfordert.

    Amen.

    Wahrlich gesagt.

    Es gibt da einige Sprichwörter:
    "Hochmut kommt vor dem Fall"
    und
    "Wen Gott vernichten will, den straft ER mit Dummheit!"
    http://gott-spricht.beepworld.de/aktuelles.htm

    wie soll das funktioniere, die kirche (papst) ist gerade auf ganz andrem kurs unterwegs

    der papst in letzter zeit:

    - abtreibung selbst bei frauen/mädchen die vergewaltigt wurden UND durch die bevorstehende geburt in lebensgefahr schweben --> tabu

    - homosexuelle dürfen keinen sex haben wenn sie in den himmel wollen!

    - frauen als priester --> hahahahaha

    - alle die nicht beten kommen in die hölle!

    und last but not least die freundige willkommensparty für die erzkonservativen antisemitischen pius brüder.

    wie soll die kirche auf der einen seite so handeln und auf der andren der pfarrerinitiative entgegen kommen?
    das wiederspricht sich meiner meinung nach...

    Die Kirche braucht endlich Schritte nach vorne, nicht zurück!

    und die Kirche von Schönborn geht nicht zurück, sondern sieht den Problemen von morgen in die Augen.

    Rückständig ist es vielmehr, seit 50 Jahren immer das Gleiche zu fordern.

    Wenn ich die Aufbruchstimmung der Diözese mit den Frustrationen der Pfarrer vergleiche, so ist mir das mutige Ja zu Morgen von Schönborn lieber.

    ...so ist mir das mutige Ja zu Morgen von Schönborn lieber.

    Äh, wo ist an Schönborns Einlassungen irgend etwas MUTIG?

    Das letzte mal war er vermutlich mutig, als er zuhause gesagt hat: "Bitte keine Kaffee, ich möchte gerne Tee."

    Schönborn ist ein adeliges Weichei und ein Überbleibsel seiner Klasse, die zum Glück schon vor mehr als 90 Jahren ihre Privilegien verloren hat.

    Sollte er irgend wann in seinem Leben einen orginellen Gedanken gehabt haben, so hat er schnell darum gebetet ihn wieder zu vergessen.

    Die Aufbruchsstimmung gibt es nur in der Diözessanleitung (wo man versucht Rückzug als Aufbruch zu verkaufen), die Frustration hingegen nicht nur bei den Pfarrern sondern vor allem in den Pfarren!

    und in Pfarren ohne frustrierte Pfarrer.

    Distanz ist immer gut, um einen Überblick zu bekommen.

    Aus eigener Erfahrung, weiß ich, wie befreiend es sein kann, den Schritt raus zu machen, wenn der Karren stecken geblieben ist, und man sonst nicht weiterkommt.

    step back. Er merkt es ja eh schon selber

    Bitte treten Sie zurück Herr Kardinal. Es kann nur mehr besser werden!

    Die österreichische Nationalkirche ist gescheitert.

    Schüller und seine Leute, wissen scheinbar genau, wo es lang geht. Konkrete Lösungsansätze sind parat: Priester sollen heiraten dürfen und Geschiedene so oft sie wollen etc., und überhaupt hat Gott sowieso kein Ahnung von nichts.

    Der Hirtenbrief ist eine Absage an (simple) Antworten von Leuten, die glauben, immer alles besser zu wissen. Er ist eine Ermutigung für all jene, die Antworten aus dem Glauben heraus finden wollen.

    Ich frage mich: wird es zukünftig noch Christen geben, die überhaupt wissen, woran sie in der katholischen Kirche glauben? - Eine Zukunft hat sie nur, solange es Menschen gibt, die glaubwürdig über Gott sprechen können. Alles andere sind keinen Reformen sondern sinnloses Gefasel.

    Schüller und Co. sollen sich einfach mal überlegen ob sie in der Katholischen Kirche noch zuhause sind für Menschen mit deren Probleme gibts die evangelische Kirche.

    bin ich der einzige, der alleine beim wort "hirtenbrief" einen gachen kriegt?

    bin ich ein viech? brauch ich einen hund, der mir zeigt, wo es lang geht? bin ich unfähig, selbst zu entscheiden?
    der geriatrische männerverein hat es wirklich verdient, unterzugehen.

    Erwachsene mit erfundenen Freunden sind einfach dumm!!

    Das Christentum basiert auf einer primitiven palästinensischen Hirtenreligion!
    Deshalb der Bischofstab und die Geschichte mit den Schäfchen!
    Seit damals nichts dazugelernt!

    Aber heute fliegen wir zum Mars, leben gesünder und länger, wissen das Schwule nicht krank sind, und Frauen und Kinder und Tiere .....

    Siehe www.venganza.at - KdFSM: Dummheit pur?

    Nur weil sie ein Physikbuch lesen können werden sie dennoch nicht mehr Wissen beanspruchen als ein Physiker hat, so auch hier obwohl sie die Bibel lesen können sollte man vielleicht darüber nachdenken das die Leute sich weit länger und tiefgreifender damit beschäftigt haben und somit schlicht auch mehr Ahnung davon haben.

    dafuq?! gerade die nicht betriebsblinden scheinen mir hier ungleich weniger anfällig für abstruse geistergeschichtchen von irgendwelchen gekreuzigten göttersöhnen einschließlich auferstehungen, wasserbegehungen und jungen gerichten.

    muss mich zeitlebens zusammenreißen, um nicht bei jeglichem religiösen aspekt einen gachen zu kriegen.

    Ein göttliches Gesetz lautet:

    Wenn eine Kultur (Ideologie) nicht mehr fähig ist im Guten voran zu schreiten, muss sie wieder verschwinden.
    Xmal in den letzten 3.000 Jahren erlebt.
    http://gott-spricht.beepworld.de

    Reformdialog?

    Was wollen Sie reformieren?
    Den (unsinnigen) Glauben an einen allmächtigen, allgütigen, allwissenden, allrichtenden Schöpfergott?
    Die göttliche Jungrauengeburt?
    Die Verbrechensgeschichte der Institutionen?
    Die "Mittlerfunktion" der Hierarchie zwischen Mensch und "Schöpfer"?
    Die Blutrünstigkeit im AT und den vielen Nonsens im NT?
    Den haarsträubenden Schwachsinn des Johannesevangeliums?

    Nein? Natürlich.
    Ein bisschen modischer soll´s halt werden und ein bisschen frauenfreundlicher. Und nicht zu vergessen, Sex soll auch nicht mehr das Böse schlechthin sein.
    Gut, wäre auch schon ein Fortschritt, aber er wird nicht mehr helfen können.
    Die Bedeutungslosigkeit kommt.

    "Step back and see"

    stepbacken macht die kirche eh seit dem 2.Vatikanischen Konzil. wenn die katholische kirche noch weiter zurückgeht, ist das mittelalter nicht mehr weit. mit papst johannes paul I wäre die geschichte der katholischen kirche besser gelaufen.

    Es gibt keine Glaubwürdigkeitskrise der Kirche

    Kirche ist Qualität nicht Quantität. Gott ist nicht teilbar und nicht dikutierbar.

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