Deutsche Telekom findet Lösung für T-Mobile USA

3. Oktober 2012, 19:09
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Problemtochter wird mit US-Konkurrent fusioniert

Bonn / New York - Die Deutsche Telekom fusioniert ihre Tochter T-Mobile USA mit dem Konkurrenten MetroPCS. Sollte alles nach Plan laufen, hätten die Deutschen damit eines ihrer drängendsten Probleme gelöst. Die Telekom war erst im vergangenen Dezember mit ihrem Versuch gescheitert, T-Mobile USA an den amerikanischen Branchenriesen AT&T zu verkaufen.

Der Aufsichtsrat der Telekom gab am Mittwochnachmittag seine Zustimmung, die Verträge wurden unterzeichnet. Am Dienstagabend hatte die Telekom überraschend mitgeteilt, sich in Gesprächen zu befinden. "Die Vereinbarung stärkt die Position der Deutschen Telekom im wachsenden US-Mobilfunkmarkt," sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Rene Obermann.

Neuer Kurs mit MetroPCS

Die Telekom bringt ihre Tochter einschließlich eines bestehenden Gesellschafterdarlehens über 15 Milliarden US-Dollar (11,6 Milliarden Euro) in die börsennotierte MetroPCS ein. Im Gegenzug erhalten die Deutschen 74 Prozent der Anteile an dem kombinierten Unternehmen. Die heutigen MetroPCS-Aktionäre bekommen 26 Prozent der Anteile und eine einmalige Barzahlung aus den Mitteln von MetroPCS von rund 1,5 Milliarden Dollar.

Mit der Umsetzung der Fusion wird bis zur Jahresmitte 2013 gerechnet. Die Telekom erhofft sich Einsparungen in Milliardenhöhe. Für das neue Gemeinschaftsunternehmen mit rund 42,5 Millionen Kunden werde ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent über fünf Jahre erwartet. (red, DER STANDARD, 4.10.2012)

  • Rene Obermann, Chef der der Deutschen Telekom.
    foto: epa

    Rene Obermann, Chef der der Deutschen Telekom.

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