Nebenverdienst bringt SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück unter Druck

Selbst Parteikollegen fordern den SPD-Spitzenkandidaten auf, seine Steuererklärung zu veröffentlichen

Berlin - Der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Peer Steinbrück, kommt wegen seiner üppigen Nebeneinkünfte immer mehr unter Druck. Nicht nur aus CDU/CSU und FDP werden Stimmen nach mehr Transparenz laut. Auch der Chef der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen, Klaus Barthel, fordert vom Exfinanzminister, seine Steuererklärung zu veröffentlichen.

Formal ist Steinbrück seit Herbst 2009 einfacher Bundestagsabgeordneter. Als solcher darf er Nebeneinkünfte haben, muss diese aber auf der Homepage des Bundestags veröffentlichen. Seine Liste dort zeigt auffällig viele Einkünfte in der höchsten Kategorie(7000 Euro und mehr Honorar).

"Rechtlich ist das Verhalten von Herrn Steinbrück völlig in Ordnung", meint Barthel, "aber es wäre sinnvoll, wenn er selbst noch detailliertere Angaben macht." Auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer erklärt: "Wer Transparenz von anderen, etwa von den Banken, einfordert, muss sich daran messen lassen und darf sich auch nicht wundern, wenn sie von ihm persönlich eingefordert wird."

Steinbrück will seine Steuererklärung nicht veröffentlichen, da er gemeinsam mit seiner Ehefrau veranlagt ist. Zudem spende er auch höhere Summen, aber das "geht niemanden etwas an". (bau, DER STANDARD, 4.10.2012)

Share if you care
23 Postings

Zu Steinbrück fällt mir nix ein.

nur nicht steinbrück der wird noch mehr ARMUT schaffen,mit seinen BILDERBERGER Freunden alles daran setzen das sich ja nichts ändert was die schuldenkrise betrifft !! Steinbrück und Bilderberger bitteschön http://www.youtube.com/watch?v=0-iyu2ljLZg

Von allen Vorwürfen gegen Steinbrück ist das der dämlichste - und deshalb wahrscheinlich der wirksamste.
Nicht dass er solche Einkünfte hat ist ihm vorzuwerfen, sondern dass er als angeblicher Sozialdemokrat eine Politik forciert, die Leute mit solchen Einkünften und den Vermögen daraus gegenüber Arbeitnehmern und Pensionisten bevorzugt.

naja, dass der plan der spd nicht aufgegangen ist so spät wie möglich steinbrück als kandidat bekannt zu machen ist klar. so bleibt den gegner nun über 1 jahr um im privaten rumzuwühlen. es hat ja net einen tag gebraucht um schon erste zumindest moralische ungereimtheiten aufzudecken, die selbst den genossen in der spd nicht recht sind.
einer, der für den wahlkampf das thema bankenregulierung entdeckt hat und sich volksnah gibt, indem er die sorgen der "kleinen" aufgreift, dass im finanzsektor etwas in "umwucht" sei, der erklärt sich dann wahrscheinlich sehr schlecht, dass er fast eine 1/2 million euro an vorträgen (auch an finanzinstituten) erhalten hat.....

Wenn's Steinbruck hingegen CDUler wäre...

würde das als "Wirtschaftsnähe" lobend erwähnt werden.

Jaja, natürlich. Vor allem in dieser Zeitung.

man könnte ihn jetzt noch austauschen. gegen kraft?

Kraft gibt es nicht mehr:

Heißt jetzt Mondelez!

der war net schlecht!!! mondelez regiert nrw ;-)

Na sowas, auch die deutschen Sozis sind geldgierig!

echt???

ich dachte der schröder spendet sein gasprom honorar?!

macht er ja auch oder glauben sie die CL bandenwerbung kommt net von gerhard???
und der peer wird dann halt auch fleissig abkassieren, so wie vieeeeeeeeeele andere auch....von wegen sozialdemokraten ;-)

Der war gut.

Damit erübrigt sich auch die Frage warum Steinbrück so viel Geld aufgibt - (und nur der Macht frönt).

naja, die werdens wohl nie lernen, als ob schröder nicht gereicht hätte

"Abgeordnetenbestechung"

"es geht im Fall des Honorarkönigs Steinbrück nicht allein um mehr Transparenz, sondern auch um eine möglicherweise zu große Nähe zwischen dem SPD-Kandidaten und der Branche der Finanzdienstleister, vor allem Banken und Großkanzleien. Hier sticht vor allem eine hervor: Freshfields Bruckhaus Deringer"

http://www.neues-deutschland.de/artikel/8... linie.html

"Verfassungsrechtlich zulässig ist es hingegen, dass übermäßig dotierte
Nebentätigkeiten unter den Straftatbestand der Abgeordnetenbestechung
(§ 108e StGB) fallen können."
https://netzpolitik.org/wp-upload... uption.pdf

Oje, hoffentlich verglüht der neue Stern nicht gleich...

Banken sind AGs, die müssen von gesetzeswegen transparent sein. Wieder mal die Wirtschaftskompetenz... abgesehen davon ist das kein Vergleich.

Sollte ein Spitzenpolitiker seine Einkünfte offenlegen? Ich meine schon, aber nicht nur Spitzenkandidaten, sondern viel wichtiger; die Hinterbankler.

Nicht alle Banken sind AGs

Die Raiffeisen zb ist eine Genossenschaft

Bisher war er ja ein Hinterbänkler, hat allerdings immer laute Sprüche vorgetragen.

Und wenn solch einer dann für Vortrtäge mehr als eine halbe Mio kassiert, sollte man schon einmal nachfragen dürfen.

War das Vorgetragene so neu, dass dafür jedes Mal hohe Summen bezahlt wurden oder wollte man Einfluss nehmen?

Ein Abgeordneter als Lobbyist? Nützlicher Aufwand, vorausahnend, dass Steinbrück eventuell Merkel nachfolgt?

Finanzminister als Hinterbänkler? Geht's noch??

Soso, einen - wenn auch ehemaligen - Finanzminister Deutschlands und früheren Ministerpräsidenten eines Bundeslandes (Nordrhein-Westfalen, immerhin mehr als doppelt so viele Einwohner wie Ö.; das dürfte ihnen ebenso "entfallen" sein ...) bezeichnen sie also als "Hinterbänkler"...
Peer Steinbrück ist mir persönlich ziemlich unsympathisch - aber fachlich derzeit mit Sicherheit einer der besten deutschsprachigen Politiker, wenn nicht der beste.
Dass so einer zu den höchstbezahlten Vortragenden Deutschlands gehört, wundert mich nicht eine Sekunde - und warum auch nicht, bitte schön???
Zwischen dem und unserer Mitzi liegen - Welten, Ozeane, Lichtjahre, was weiß ich ...

fachlich einer der besten genau stimmt deshalb auch am besten dafür geignet denn leuten sand in die augen zu streuen ! wenn steinbrück kommt wird sich nix ändern ausser das alles so bleibt wie es ist dafür werden auch seine BILDERBERGER Freunde sorgen http://www.youtube.com/watch?v=0-iyu2ljLZg

sags halt ganz simple...

die grenze

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.