Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Am Mittwoch wurden auf Wunsch der Regierung keine Politiker befragt.
Im Untersuchungsausschuss ging es am Mittwoch um die Vergabe von Staatsbürgerschaften - und wenig überraschend konnten die geladenen Auskunftspersonen kaum Erhellendes dazu sagen.
Die Ladungsliste der Regierung, die sie mit der Drohung, den Ausschuss sonst sofort zu beenden, bei den Oppositionsparteien durchgebracht hatte, sah lediglich die Anhörung von Sektionschefs vor, nicht aber von Politikern. So fehlte etwa Uwe Scheuch, der unlängst zum zweiten Mal in der "Part of the game"-Affäre schuldig gesprochen worden war. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Als Erste geladen war Bernadette Gierlinger, Sektionschefin im Wirtschaftsministerium, die betonte, es habe keine Einflussnahme gegeben, auch Druck sei niemals ausgeübt worden.
Konkret geht es in der Causa um die Einbürgerung von zwei Russen, die ihre Staatsbürgerschaft 2007 nach Interventionen des damaligen Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider (BZÖ) bei Ex-ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel und Ex-ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein erhielten. Die beiden Kraftwerke-Betreiber hatten 2005 und 2007 jeweils 900.000 Euro auf ein im Auftrag von Haider eingerichtetes Konto bei der Hypo Alpe Adria überweisen lassen.
Beide wurden wegen des Verdachts auf Geldwäsche angeklagt, das Verfahren wird nach einem Freispruch in erster Instanz neu aufgerollt. Peter Pilz (Grüne) bezeichnete das als "Staatsbürgerschaftskauf" - was Vorsitzender Walter Rosenkranz (FPÖ) als "persönliche Meinung" von Pilz zurückwies. Pilz fragte Gierlinger, warum die Wirtschaftskammer ihre ursprünglich negative Stellungnahme auf eine positive geändert hatte. Da das Verfahren jedoch nicht in ihre Amtszeit fällt, blieb sie die Antwort schuldig.
Ähnlich unergiebig fielen weitere Befragungen aus. Der Ausschuss geht am Donnerstag mit dem Thema "Inseratenaffäre" weiter. (nik, DER STANDARD, 3.10.2012)
Der Unternehmer kam als letzte Auskunftsperson und verglich die Befragung mit "Gestapo-Methoden", nahm den Vergleich aber wieder zurück. Beim Verkauf der Mobiltel gibt es Hinweise auf ein Scheingeschäft
Investor entschlug sich zum Thema Ostgeschäfte der Telekom Austria
Hoffmann: Sehr erfolgreiche Arbeit bis zum Sommer, danach nicht mehr so intensiv
Investor Martin Schlaff lieferte bei seiner Befragung keine neuen Erkenntnisse - Er empörte die Abgeordenten mit einem Gestapo-Vergleich
derStandard.at berichtete 330 Stunden live aus dem U-Ausschuss - eine Zusammenfassung
Der frühere Asfinag-Vorstand Franz Lückler und der ehemalige ÖBB-Mediensprecher Walter Sattlberger haben ausgesagt
Petzner-Anzeige gegen Landwirtschaftsminister und Ex-ÖVP-Chef Josef Pröll - Sachverhaltsdarstellung von BZÖ
"Bauernzeitung ist größte landwirtschaftlich Zeitung"
Staatssekretär statt Kanzler im U-Ausschuss: Josef Ostermayer erklärte den Abgeordneten eloquent, wieso er nie Druck auf Asfinag und ÖBB ausgeübt habe, Inserate zu schalten - Umweltminister Nikolaus Berlakovich geriet hingegen in Erklärungsnot
Gegen Meinung der Fachbeamten - Vier Sektionschefs zu Staatsbürgerschafts-Thema geladen
Ex-Asfinag-Vorstand Reichhold machte trotz Androhung einer Beugestrafe "keine Angaben"
Ex-Bahnsprecher Pippan: ÖBB fügte sich Wunsch des Ministeriums - RH-Prüferin: Krone-Kolumne war eher Imagekampagne für Faymann
Der Bundeskanzler unter Beschuss: Ein Ex-ÖBB-Sprecher erzählt, wie Faymanns Verkehrsministerium bei Kampagnen Regie geführt habe. Für den Boulevard soll der heutige SPÖ-Chef Millionen gefordert haben
Die Justiz wirft Kanzler Faymann vor, an den Inseratenvergaben aktiv beteiligt gewesen zu sein. Bei der ÖBB-Kampagne in der "Kronen Zeitung" habe das Verkehrsministerium sogar die Artikel freigegeben
Amon über U-Ausschuss: "Gab immer Pläne, im Frühherbst fertig zu werden" - Ex-Minister Reichhold sagt wegen Ernteeinsatzes ab - Faymann-Sprecher Landgraf sagte aus
SPÖ soll Druck auf Berichterstattung erhöht haben - ÖVP-Kritik an "Zeit im Bild"-Berichterstattung - "Konsequenzen" in Fragen des ORF-Gesetzes
Ex-ÖBB-Pressesprecher Pippan: Inseratenauftrag kam aus Kabinett - Es gab keine Mediaplanung für die Inseratenschaltungen in der "Kronen Zeitung" - Huber entschlug sich großteils
Letzte Sitzung vor der Sommerpause zum Thema Glücksspiel - Befragung von Ex-Casinos-Austria-Vorstand Leo Wallner abgebrochen
Als Friedrich Stickler von der geplanten Änderung des Glücksspielmonopols erfahren hatte, war er fassungslos - Hektisch habe der Lotterienchef die ÖVP über die Konsequenzen informiert, sagte er im U-Ausschuss - Sie zog ihre Zustimmung zurück
Stickler: Telekom und Novomatic planten "Staatsstreich" - "Hat mich kalt erwischt" - Hektische Telefonate mit ÖVP, Wirtschaftskammer, Sportvertretern
Ex-Finanzminister über dubiose Zahlungen während seiner Amtszeit - Hochegger mit Erinnerungslücken: Meischberger war "Mastermind"
Causa Glücksspiel letzter Tagespunkt - Antrag auf Ladung von Westenthaler abgelehnt
Lobbyist wortkarg - Ex-Vorstand Fischer: Telekom bezahlte Mensdorff für Tetron - Bis zu 4,4 Millionen Euro sollen an Mensdorff geflossen sein
Langsam entwirren die Abgeordneten die Fäden um die Vergabe des Blaulichtfunkvertrags
Nur noch wenige Tage bleibt Zeit für ein starkes Signal für eine lückenlose Aufklärung aller Vorwürfe im Korruptions-Untersuchungsausschuss! Zwei Parteien (Grüne und FPÖ) haben bereits zugesagt, den Petitionstext im U-Ausschuss zu verlesen und in ihre Klubs weiterzutragen, wenn 10.000 Unterschriften erreicht sind.
Unterstützen Sie die Initiative:
http://www.avaaz.org/de/petiti... n/?cWUfzab
dürfen laut Beschluss der Regierungsparteien nicht geladen werden.
Akten, die brisante Daten enthalten könnten, dürfen nicht geliefert werden. Das erinnert an Liechtenstein in der Sache KHG.
So kann man einen Untersuchungsausschuss ohne großes Aufsehen und ohne offizielles Abdrehen zahnlos machen.
Aber, natürlich sind alle für schonungslose Aufklärung.
In den letzten Tagen der schwarz-orangen Bundesregierung unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) Anfang 2007 wurden in Kärnten zwei millionenschwere Russen eingebürgert - obwohl das Bundeskriminalamt dazu eine negative Stellungnahme abgegeben hatte. Trotzdem ergingen zwei positive Weisungen durch den damaligen interimistischen Innenminister Schüssel und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP).
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.