"Betrugsvorwurf ist inakzeptabel"

3. Oktober 2012, 17:01

Handball-Weltstar Nikola Karabatic von Montpellier wehrt sich über Facebook - Wetteinsatz laut Ankläger 40 Mal höher als normal

Paris - Handball-Weltstar Nikola Karabatic hat im französischen Wett- und Manipulationsskandal nach vielen Tagen sein Schweigen gebrochen. Nach der Einleitung eines Strafverfahrens gegen ihn, sechs andere aktuelle oder ehemalige Spieler des französischen Meisters Montpellier AHB sowie fünf weitere Personen beteuerte der 28-Jährige nun auf Facebook seine Unschuld. "Dass man mich des Betrugs und der Spielmanipulation beschuldigt, dass man uns den Medien zum Fraß vorwirft, ist inakzeptabel", postete Karabatic in der Nacht zum Mittwoch.

Die Handballer stehen im Verdacht, in der vorigen Saison im MAHB-Trikot ein Meisterschaftsspiel absichtlich verloren zu haben. Ankläger Brice Robin gab bekannt, dass bei der Partie am 12. Mai zwischen Montpellier, das damals bereits als Meister festgestanden war, und dem abstiegsgefährdeten Cesson-Rennes HB (28:31) Wetten in Höhe von 87.880 Euro platziert worden waren - rund 40 Mal so viel wie normalerweise. Der Großteil dieser Wetten sei in etwa um die selbe Zeit abgeschlossen worden, 99,94 Prozent setzten dabei auf eine Halbzeitführung von Cesson-Sevigne. Karabatic und Honrubia haben waren in diesem Spiel nicht im Einsatz.

Wettgewinne über 300.000 Euro

Damit sollen sie Verwandten und Bekannten nach jüngsten Behördenangaben hohe Wettgewinne von insgesamt knapp 300.000 Euro ermöglicht haben.

Eric Dupond-Moretti, der Anwalt von Karabatic, las am Dienstag gegenüber Journalisten ein Statement seines Mandanten gegenüber dem Richter vor: "Habe ich gewettet? Nein, ich habe nicht gewettet. Hat meine Freundin gewettet? Ja. Hat sie mich informiert? Ja." Seine Freundin habe das Team seit Jahren verfolgt und kenne die Liga sehr gut.

Honrubia gestand Wetten

Samuel Honrubia, mit Karabatic 2012 Olympiasieger in London und nun für PSG aktiv, gestand Wetten, versicherte aber, keinen Einfluss auf den Ausgang des Spieles genommen zu haben.

Nikola Karabatic und sein Bruder Luka, die Freundinnen der beiden, Honrubia und die anderen Betroffenen müssen sich nun vor Gericht verantworten. Ihnen drohen wegen Sportkorruption und Betrugs bis zu fünf Jahre Haft und Geldstrafen von 75.000 Euro. (APA; 3.10.2012)

Share if you care
4 Postings
"Habe ich gewettet?

Nein, ich habe nicht gewettet. Hat meine Freundin gewettet? Ja. Hat sie mich informiert? Ja."

Da ist die Grenze schon weit überschritten. Und das ist nur das was er zugibt.

Alles abstreiten, Gegenangriff an die bösen Kritiker. Aber das seine Freundin gegen sein eigenes Team wettet, ist o.k. Blöder Arsch.

wenn

keiner redet, wird es schwer zu beweisen sein. Karabatic und Honrubia haben gar nicht gespielt. haben sie die anderen beeinflusst. vielleicht. andererseits sind die wettanbieter selber schuld. sollen sie echtes glücksspiel organsieren. wetter macht den sport kaputt.

diese schei$ gfrasta treten ihren sport der sie ernährt und groß gemacht hat mit füßen. von der respektlosigkeit den fans gegenüber ganz zu schweige. lebenslange sperren für alle.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.