Aus für Skibetrieb in St. Corona am Wechsel

  • "Wirtschaftlich nicht mehr tragfähig", heißt die Begründung für den Stopp des Skibetriebs. Investitionen von elf Millionen Euro hätte St. Corona gebraucht.
    foto: apa/bergbahnen st. corona gmbh & co

    "Wirtschaftlich nicht mehr tragfähig", heißt die Begründung für den Stopp des Skibetriebs. Investitionen von elf Millionen Euro hätte St. Corona gebraucht.

Nach diesem Winter ist Schluss, dann folgt Neupositionierung mit Ausbau von Sommerrodelbahn und Kinder-Sportland

Neunkirchen - Der Skibetrieb in St. Corona am Wechsel in den Wiener Alpen wird nach der Saison 2012/13 eingestellt. Die dortigen Lifte waren - neben anderen - im vergangenen Jahr mehrheitlich von der vom Land Niederösterreich über die Wirtschaftsagentur ecoplus gegründeten NÖ Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft (NÖ-BBG) übernommen worden.

Der Betrieb sei "wirtschaftlich nicht tragfähig", hieß es aus dem Büro von Landesrätin Petra Bohuslav (ÖVP). Das sei nach dem vergangenen Winter klargewesen. Für den Einersessellift Kampstein, den Schlepplift Hannesen I und den Vierersessellift Hannesen II kommt somit das Aus. Die Anlagen werden rückgebaut, der bestehende Teich soll für die Beschneiung des Kinder-Sportlandes St. Corona genutzt werden.

Fünf Millionen Euro für neue Angebote

Die Bergbahnen St. Corona GmbH soll sich nun neu positionieren und verstärkt auf Angebote für Familien und Kinder spezialisieren. Fünf Millionen Euro stünden dafür bereit, so Bohuslav und ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Schneeberger. Im Mittelpunkt stehe die Erneuerung der Sommerrodelbahn mit einer Höhendifferenz von rund 180 Metern, die ebenso ausgebaut werden soll wie das Kinder-Sportland.

Für St. Corona (Bezirk Neunkirchen) sei die Entscheidung ein schwerer Schlag, sagte Bürgermeister Josef Pichlbauer (ÖVP) laut ORF Niederösterreich. Die Gemeinde habe große Hoffnungen in die Übernahme der Lifte durch das Land im vergangenen Jahr gesetzt. Es wären Investitionen in der Höhe von etwa elf Millionen Euro notwendig gewesen. Der Liftbetrieb habe zuletzt "pro Jahr einen Verlust von 80.000 bis 90.000 Euro" gemacht. (APA, 3.10.2012)

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