Schadstoff-Analyse: Gute Note für Apples iPhone 5

Neues Apple-Smartphone rangiert unter den Spitzenreitern und vor dem Galaxy S3

Die Reparaturspezialisten von iFixIt und HealthyStuff.org haben mittlerweile 36 Smartphones auf ihre chemischen Bestandteile und deren Gefährlichkeit überprüft. Apples iPhone 5 schnitt dabei sehr gut ab.

Niedrige Schwermetall-Konzentrationen

Für die Analyse wurden die Telefone in ihre einzelnen Komponenten zerlegt, die man auf das Vorkommen von Brom, Chlor, Blei, Quecksilber und acht anderen Stoffen überprüft hat. Die erfassten Werte bilden die die größte erfasste Menge nach mehren Messungen ab.

So stecken in der Schaltplatte des Smartphones 116 ppm (parts per million) Brom, 20.498 ppm Chlor und zwölf ppm Quecksilber. Im Prozessor findet sich lediglich ein ppm Brom, 3.444 ppm chlor und 50 ppm Quecksilber. Beide Komponenten enthalten keinerlei Blei. Das Case und die Frontseite (mit jeweils 159 und 112 ppm) allerdings schon.

Die vier genannten Komponenten weisen insgesamt innerhalb des Telefons die höchste Konzentration der problematischen Stoffe auf.

Motorola "Citrus" vor iPhone 4S, iPhone 5 vor Galaxy S3

Insgesamt schneidet Apples jüngstes Produkt auf einer Skala von null (beste Wertung) bis fünf (schlechteste Wertung) mit 2,75 ab. Damit liegt das Gerät im Spitzenfeld der Testkandidaten und kommt seinem Versprechen, die umweltfreundlichsten Produkte der Elektronikindustrie bauen zu wollen, ein Stück näher.

Die Bestnote hat das 2010 auf den Markt gekommene Android-Phone Motorola "Citrus" eingeheimst - gefolgt vom iPhone 4S und dem LG Remarq. Von den sechs als "unbedenklich" eingestuften Geräten war das iPhone 5 das aktuellste und liegt deutlich vor dem Android-Flaggschiff Galaxy S3 von Samsung.

iPhone 2G einsamer Letzter

Apple findet sich jedoch auch in der Sünderliste wieder. Mit der schlechtest möglichen Wertung von 5,0 findet sich das iPhone 2G abgeschlagen am Ende des Rankings. Das 2007 veröffentlichte Smartphone wird allerdings nicht mehr hergestellt.

Die Tester konnten auch einen allgemeinen Trend ausmachen. So haben beinhalten heutzutage hergestellte Telefone wesentlich weniger bedenkliche Stoffe als noch vor wenigen Jahren. Jedoch landen nur acht Prozent der Altgeräte im Recyclingkreislauf. (red, derStandard.at, 03.10.2012)

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