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Erwin Wagenhofer.
Wien - Winke, winke: Österreichische Aushängeschilder in Sachen Kultur gehen auf Reisen. Ihr Ziel ist die zentralmexikanische Stadt Guanajuato, wo ab 3. Oktober das internationale Festival Cervantino stattfindet. Seit 40 Jahren bemüht sich das Festival, ein möglichst weites Kunstspektrum zu erschließen. Selbstreflexives Motto dieses Jahres: Vier Jahrzehnte kulturelle Transzendenz in Mexikos Zeitgeschichte.
Für Alejandro Díaz, Mexikos Botschafter in Österreich, ist das Festival Cervantino "das bedeutendste Multikunstfestival in Lateinamerika". Ehrengastländer sind im heurigen Jubiläumsjahr neben Österreich auch Polen, die Schweiz und der mexikanische Bundesstaat Sinaloa.
Das Burgtheater hat den dramatisierten Dorian Gray von Oscar Wilde im Gepäck, das Kammerorchester Camerata Salzburg, naturgemäß, Mozart. Desiring the Real heißt eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst aus Austria; Geburtstagskind Gustav Klimt kommt mit einer Posterausstellung zu Ehren. Auch das Ars Elextronica Futurelab gastiert in Mexiko: mit Klaus Obermaiers beeindruckender 3-D-Performance zu Strawinskys Le sacre du printemps - Obermaier spürt der Wahrnehmung bzw. Auflösung von Realem und Virtuellem nach. Das Projekt sound:frame scharrt mit DJs, VJs, Gesang und Videoinstallationen ebenso in den Reisestartlöchern wie der 22-jährige aufstrebende Jazzgitarrist Diknu Schneeberger mit seinem Trio. Im Gipsy-Swing-Stil hat er es nicht nur auf dem Instrument eilig, er gibt auch elf Konzerte in elf Tagen. Ein Don-Quijote-Abenteuer? "Ich habe wenige Erwartungen und lasse mich überraschen", sagte er in einem Gespräch, bei dem auch Marin Eichtinger, der Leiter der kulturpolitischen Abteilung des österreichischen Außenministeriums, anwesend war. Der Organisator und sein Team schwärmen über das dichte, vielseitige und moderne Programm, das fast ausschließlich durch Sponsoren finanziert wird.
Reiselustig sind auch die Aushängeschilder aus Film und Literatur. In Guanajuato, einer mit engen Gassen durchzogenen Universtitätsstadt, die durch Silberabbau den spanischen Kolonialreichtum mitbegründete, ist We Feed the World-Regisseur Erwin Wagenhofer anwesend; auch Stefan Ruzowitzkys Die Fälscher wird gezeigt.
Eine Anthologie mit Texten österreichischer Literaten - neben Elfriede Jelinek, Peter Handke und Thomas Bernhard auch jüngere Autoren - rundet die Kulturexporte ab. Auf a schönes Festl, Amigos! (Sebastian Gilli, DER STANDARD, 4.10.2012)
3. bis 21. Oktober in Guanajuato/ Mexiko
Spitze gegen Chinas Sicherheitssystem als Vorgeschmack zu "The Divine Comedy"
Die Kunsthistorikerin Julia Fabényi wird Direktorin des Budapester Ludwig-Museums, im Vorfeld hatte es heftige Proteste gegeben. Sie möchte insbesondere auch österreichische Kunst zeigen - kritische Kommentare zur ungarischen Politik sind von ihr nicht zu erwarten.
"Kulturelle Vielfalt" hat einen eigenen Feiertag: am 21. Mai. Welche Kultur und wie viel Vielfalt ist da gemeint? Erkundungen im Spannungsfeld von Identität und Differenz, Selbstbehauptung und Überforderung der Zivilgesellschaft
Projekt "kültür gemma!" wurde vom grünen Kultursprecher Werner-Lobo initiiert - Stadt subventioniert mit 69.000 Euro
"Foto Andraschek & Töchter" ist viel mehr als ein Kunstprojekt. Die Bevölkerung rund um den Kunstraum Goethestraße wird zum Protagonisten
Die Spannung zwischen Vereinheitlichung und Vielfalt ist in allen Gesellschaftsformen ein Thema. Über den politischen Umgang mit der Entscheidungsfrage "Frei sein oder gleich sein?"
Klein und unschuldig, geschichtslos und provinziell. So, haben wir gelernt, soll Österreich sein. Wie österreichisch ist Österreich?
Interkulturelles Leben zwischen gönnerhafter Vernachlässigung und neuer Praxisform
Eigener Pavillon erstmals für den Kirchenstaat, wo Arbeiten des Fotografen Josef Koudelka oder des Malers Lawrence Carroll zu sehen sein werden
NS-Zeit nicht länger Geschichtslücke
Irrungen und Wirrungen in den quasi-apriorischen Grundlagen der Initiative "Kunst hat Recht"
"What Would Thomas Bernhard Do": Start eines zehntägigen Intensivdiskurses
"Fest der Freude" mit den Wiener Symphonikern am Heldenplatz zum Tag der Kapitulation der Wehrmacht
Empörte Publikumsreaktionen auf Inszenierungen in Wien und in Düsseldorf
Mit ihrem Vorschlag, eine von Stalin liquidierte Kunstinstitution wiederzubeleben, sorgt die legendäre Irina Antonowa für heftigen Streit zwischen Moskau und St. Petersburg
119 Personen ohne Job - Strenge Einsparungen, um 27 Millionen Euro Schulden zu reduzieren
Die nach einem in Österreich geborenen Philosophen benannte "Promenade des Berges de la Seine - André Gorz" sorgte im Pariser Stadtparlament für erheblichen Aufruhr
Aarhus, Paphos und La Valetta wurden bestätigt
Die Kosten für das Hamburger Prestigeprojekt sind demnach zehnmal so viel wie ursprünglich veranschlagt
Objekte erinnerten an NS-Sckicksal der Abtei von Vyssi Brod - Neue Vermittlungslösung gesucht
Wettbewerbskommissar will europäische Filmlandschaft fördern
Alte und neue Spannungen kennzeichneten auch die Vorbereitung der Landesausstellung
Schutz von 50 auf 70 Jahre verlängert
Die grenzüberschreitende Landesausstellung Oberösterreich/Südböhmen vermittelt ein vielschichtiges Bild der Region und wartet mit einer kunsthistorischen Sensation auf
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