Anonyme Anzeige gegen Ex-ÖBB-Chef Huber

3. Oktober 2012, 11:46
  • Gegen Ex-ÖBB-Chef Martin Huber und den früheren 
Personenverkehrschef Franz Nigl liegt eine anonyme Anzeige vor, bestätigte die Korruptionsstaatsanwaltschaft.
    foto: apa/fohringer

    Gegen Ex-ÖBB-Chef Martin Huber und den früheren Personenverkehrschef Franz Nigl liegt eine anonyme Anzeige vor, bestätigte die Korruptionsstaatsanwaltschaft.

Ein Auftrag für Dienstuniformen soll an eine Firma vergeben worden sein, die keine Erfahrung mit Dienstkleidung hatte

Wien - Gegen den früheren ÖBB-Chef Martin Huber und den früheren Personenverkehrschef Franz Nigl liegt eine anonyme Anzeige vor. Den beiden wird darin vorgeworfen, einen Auftrag für Dienstuniformen über 1,6 Mio. Euro an Christian Jagerhofer vergeben zu haben, obwohl dessen Firma keine Erfahrung mit Dienstkleidung gehabt habe. Hingegen sei sein Bruder Hannes Jagerhofer mit Huber befreundet, so der Vorwurf laut einer Vorabmeldung der Regionalmedien Austria (RMA).

Für die ÖBB sei der Auftrag auch kein gutes Geschäft geworden, da die Uniformen laut einem späteren Bahn-Gutachten von minderer Qualität gewesen und teilweise stark beschmutzt angekommen seien. Auch sei die Bahn auf schlechter Ware wie Kosten sitzengeblieben, da das Unternehmen von Christian Jagerhofer 2009 in Konkurs ging, heißt es in der Vorabmeldung.

Zuständigkeit wird geprüft

Staatsanwalt Erich Mayer von der Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Anzeige. Es werde noch geprüft, ob die Korruptionsstaatsanwaltschaft oder die Staatsanwaltschaft Wien zuständig ist.

Allerdings läuft gegen Huber bereits ein anderes Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Wien, mit dem ein neuer Vorwurf zusammen geprüft werden könnte. Und die Korruptionsjäger sind grundsätzlich erst ab einem Schaden von über fünf Millionen Euro zuständig. Daher zeichnet sich eine Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Wien ab.

Im März 2010 hatte die Grüne Abgeordnete Gabriele Moser zu diesem Fall eine parlamentarische Anfrage gestellt und den Vorwurf erhoben, der Auftrag sei nicht an den Bestbieter gegangen. Die ÖBB weisen die Vorwürfe zurück, das Vergabeverfahren sei ordnungsgemäß abgewickelt worden und der Bestbieter habe den Zuschlag bekommen, betonte ÖBB-Sprecher Alfred Ruhaltinger damals. Allerdings habe es tatsächlich Qualitätsmängel gegeben, gegen die man - beim Masseverwalter - rechtliche Schritte eingeleitet habe. (APA, 3.10.2012)

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anonyme anzeigen sind irre.welcher staat deckt soetwas?

Tatsachenbericht

Erstes Muster für das offizielle Angebot: http://www.hsb-wr.de/hsb_barri... ommend.htm und tatsächliche Lieferung unter hysterischem Beifall von Herrn Huber: http://drk-katzwinkel.de/index/alt... mlung/0-68 Durch intensive Kooperation mit dem Verkehrsministerium, konnte die Bahnangestellten im Rahmen einer Anzeigenkampagne positiv gestimmt werden. Unter dem Motto, wenn sie die Läuse jucken hilft kein zucken, schnell zum Bürgertelefon, der Faymann hebt ab und macht das schon! Laut Auskunft des Verkehrsministeriums war der Zuspruch geplagter Schaffner ein fulminanter Erfolg. Anschliessend kam Herr 'Fayman persöhnlich mit Wirkstoff Laus-Raus und heilte in heroischer Manier das angeschlagene Personal.

bundesländer abschaffen und freiwerdendes personal und öffentliche mittel interimistisch (ca. 20 jahre) der korruptionsstaatsanwaltschaft zuteilen! ...

irgendwann hammas dann ... und vielleicht ist man dann auch als bürger in einer wahlkabine nicht mehr komplett ratlos ...

eine rubrik KRIMINALITÄT würde dem standard.at und wohl gesamt österreich das lesen mancher rubriken erleichtern ...

man könnte diese rubrik KRIMINALITÄT einfach weglassen beim lesen.

wenn es einen interessiert dann könnte man diese rubrik auch abbonieren - sie würde wohl manche tageszeitung ersetzen.

aber ich bin frohen mutes - es tut sich was im land.

und der herr der damals den jörg als gottesgeschenk für das politische system angepriesen hatte - ich denke es ist im bewusst genug - darf sich in der besagten rubrik gerne suhlen.

im übrigen auch der propeller kanzler - der er nie sein wollte, da manche die eine politische position erreichen lieber mit atomen zu spielen scheinen, als ihr politische vergangenheit aufzuarbeiten.

ich warte auf deren biographie - alles war supersauber - superschön - bloss die mitbewerber spielten nie mit - ARM BIN.

ad rubrik "kriminalität"

= rubrik "innenpolitik"

die paar artikel, die hier dann nicht reinpassen, gehen auch bei "panorama" oder "lifestyle"

Guten Morgen, Österreich!

Aufwachen! Zuerst ein bisserl kotzen wegen der neuersten Aufdeckung und dann mal kurz denken:

Was hier untergeht, ist die Frage, wie wurden denn öffentliche Beschaffungs-Deals seit dem 2. Weltkrieg vergeben ^^?

Da gibt's ein paar Firmen, die über Jahrzehnte vom Bundesheer angefangen sämtliche Aufträge erledigt haben. Und das waren (ja, ja, ganz genau) sicher keine Habera von damaligen Politikern, sondern ausschließlich Bestbieter von qualitativ einwandfreier Ware...

Nach der "Wende" von 1998 und "unbedingt" notwendigen Änderungen, wie zB den neuen Polizeiuniformen, wurden auch sicher keine Habera beauftragt, oder?

Wer in den letzten 15 Jahren wohl außer Jagerhofer solche Jobs bekommen hat?

Was sagt der Rechnungshof?

Die haben aber wenigstens ordentliche Ware geliefert!

oohh, der "mr. farbstil-berater" - egduvm

- auch für seine dzt. beschäftigung zum wohle der aktionäre d. öpag

seit 2010 bereits bekannt ? (Parlament. Anfrage)

für die Korruptionsstaatsanwaltschaft ist der Schaden zu gering ?? hä , wie bitte ?

Doch der Kanzler wird wohl mit seiner "Lobby" dafür sorgen, dass alles wieder unter den Teppich gekehrt wird, ebenso wie bei der "Inseratenaffäre"

Es war doch damals der jetzige Bundeskanzler Faymann der zuständige Verkehrsminister.

doch wird er wieder sagen der Minister muss ja keine Verantwortung für sein Ressort übernehmen, er ist ja nur der "oberste Chef" und Huber ist ja nur "ÖBB-Chef" und braucht auch keine Verantwortung übernehmen.
Chefs müssen sich um wichtigeres kümmern als um 1,6 Mio EUR Dienstuniformen.

leider kann man bei

der Beantwortung von parlamentarischen Anfragen luegen dass sich die Balken biegen! Man kann sogar im Nationalrat als Justizministerin die Abgeordneten beluegen bzw die Luegen ohne Wimpernzucken von einem Zettel den man vom Aussenministerium hat ablesen....
http://www.saubere-haende.org/typo3/ind... php?id=483

so ein Schwachsinn

wie soll ein einzelner Vorstand sämtliche Beschaffungsregeln overrulen und dafür sorgen, dass alleine eine ihm genehme Firma den Auftrag erhält?

Es glaubt doch wohl niemand, dass bei den ÖBB ein Einkauf dieser Größenordnung freihändig vom Vorstand vergeben wird und die Beschaffungsabteilung links liegengelassen wird.

Wenn die Ware so schlecht war, wer hat dann die Zahlung freigegeben?

Glauben Sie wirklich,

dass die Beschaffungsabteilung gegen den Vorstand aufmuckt?
Lt. Presse war der damalige Verkehrschef ebenso involviert.

ok ok. Habe jetzt den Artikel aus dem Vorjahr zur Fa Foccini gelesen. Asche auf mein Haupt.
Es ist tatsächlich so arg.

Wie man es dreht und wendet - ob mit Einfluß und ohne Einfluß des Vorstands - dieser Schaden liegt in der Verantwortung des Vorstands.

Wobei 8 Uniformen pro Mitarbeiter. Wenn die MA die wirklich bekommen haben, Respekt.
Gute Versorgung.

8 pro Mitarbeiter oder pro uniformiertem Mitarbeiter?

Ersteres wäre ja wirklich >ein bisschen übertrieben<.

der damalige Verkehrschef.....

Uuuupsii, steht eh schon im Artikel. Überlesen.

Vielleicht gab es sonst Grund zur Annahme dass sie besser und oder billiger liefern würde

bei (fast) allen ausschreibungen von behörden,

die erstens zugeschnitten sind, zweitens für neubieter unüberwindbare hürden beinhalten und drittens, du dann zufällig bestbieter wärst, dann wirst du so spät verständigt, weil inzwischen die ausschreibung noch einmal angepasst wurde, sodass sicher keine chance für einen zuschlag überbleibt. die einzige freude, die du dann haben kannst, ist, dass du den freunderln der beschaffer wenigstens die hohen preise verhunzt hast...
übrigens vertehe ich nicht, dass der herr jagerhofer den zuschlag bekommen hat, weil du, bevor du einen öffentlichen auftrag erhalten darfst, im normalfall einer finanziellen gehirnwäsche unterzogen wirst.

Beim Masseverwalter!

Da wird man - wenn die Mängel überhaupt anerkannt werden - voraussichtlich 3 bis 10 % des Schadens ersetzt bekommen. Ein toller "Bestbieter"!

...na und...

...wenn das in allen gebieten des wirtschaftskreislaufes so wäre, dann könnte ja kein unternehmen wachsen...dass sich hier die leute wiedermal kennen und gemeinsame sache machen ist was anderes...ich glaube man darf in einer ausschreibung gar nicht erwähnen, dass best. firmen ausgeschlossen sind (also solche ohne erfahrung mit dienstkleidung)...

Link

http://derstandard.at/130455189... ue-Kleider
(und es sind noch immer die gleichen Vertreter des gleichen Unworts und so echt weiter geht auch nichts)

Warum sollt die ÖBB es anders machen

als Bund und Länder?

es zeigt sich, was passiert, wenn die justiz die korruptionsbkämpfung ernst nimmt:

die leistungsträger werden panisch und machen beinahe im stundentakt auf macheloikes der anderen aufmerksam. auf diese art wird stück für stück freigelegt, was davor (aufgrund der "zahmen" justiz) schön unter der decke geblieben ist.

weiter so! gfrasta!

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