Leitbörsen in Fernost schließen uneinheitlich

3. Oktober 2012, 12:17
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Sorgen um chinesische Wirtschaft

Wien - Die Leitbörsen in Fernost-Asien haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Während der Nikkei-225 Index in Tokio um 39,18 Zähler oder 0,45 Prozent auf 8.746,87 Punkte sank, gab es in Australien und Hongkong ein leichtes Plus. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 47,90 Zähler (plus 0,23 Prozent) auf 20.888,28 Einheiten. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 6,9 Zähler oder 0,15 Prozent auf 4.458,80 Einheiten und der FTSE Straits Times Index in Singapur schloss bei 3.077,14 Zählern und damit mit plus 0,06 Prozent nahezu unverändert. Der Shanghai Composite blieb wegen der chinesischen Nationalfeiertagswoche den dritten Tag in Folge geschlossen.

Vor allem Sorgen um die chinesische Wirtschaft belasteten die Stimmung. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sank der Einkaufsmanagerindex für das Nicht-Verarbeitende Gewerbe im September deutlich und signalisierte das schwächste Wachstum des Sektors seit März 2011.

Bestätigt werden diese Konjunkturdaten durch eine Analyse der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB). Sie korrigierte ihre Prognose von April nach unten, und rechnet für ganz Asien nur noch mit 6,1 statt 6,7 Prozent Wachstum in diesem und 6,9 statt 7,3 Prozent im nächsten Jahr. In China gehe das Wachstum deutlich zurück, von 9,3 Prozent im vergangenen Jahr auf 7,7 Prozent in diesem und 8,1 Prozent im nächsten Jahr. "Die Länder der Asien-Region müssen mehr tun, um die Exportabhängigkeit zu reduzieren", sagte ADB-Chefökonom Changyong Rhee. "Sie müssen die Produktivität und Effizienz steigern."

In Japan wollen die führenden Elektronikkonzerne Verluste im Bereich Unterhaltungselektronik und Mobilfunk durch neue Produkte zum Energiesparen ausgleichen. Auf der Elektronikmesse Ceatec in Chiba präsentierten am Mittwoch Panasonic, Toshiba, Mitsubishi Electric sowie Kyocera unterschiedliche Lösungsansätze für ein "Smart Home", ein vernetztes und energiesparendes Haus. Panasonic gaben 0,98 Prozent auf 505 Yen nach, Kyocera um 0,45 Prozent auf 6.620 Yen und Mitsubishi Electric um 0,35 Prozent auf 575 Yen. Toshiba hingegen gewannen um 3,21 Prozent auf 257 Yen.

In Australien lagen Aktien des Bankhauses Macquarie vorne auf. Sie gewannen 2,62 Prozent auf 29,35 australische Dollar. Einbußen mussten die Rohstoffkonzerne hinnehmen. Die Anteilsscheine des Minengiganten Rio Tinto sanken um 0,48 Prozent auf 54,72 Dollar, Newcrest Mining gaben um 1,64 Prozent auf 28,83 Dollar nach.

Auch im Hang Seng waren die Rohstoffwerte die größten Verlierer. China Ressource bildeten mit minus 3,67 Prozent und einem Schlusskurs von 24,95 Hongkong-Dollar das Schlusslicht des Aktienindex. Aluminium Corp of China verloren 1,56 Prozent auf 3,16 Dollar. (APA, 3.10.2012)

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