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Das von Nokia verworfene Smartphone-Betriebssystem MeeGo bekommt eine zweite Chance, sich doch noch auf dem hart umkämpften Markt zu etablieren. Die neue Firma Jolla will in Hongkong eine Allianz mit führenden Unternehmen der Branche schmieden. Ein auf MeeGo basiertes System mit dem aktuellen Codenamen "Sailfish" solle bis Frühjahr 2013 den Herstellern zum Lizenzieren zur Verfügung stehen. Die Partner wollten gemeinsam rund 200 Mio. Euro in das neue System investieren, hieß es am Dienstag.
"Die nächste große Veränderung im mobilen Geschäft wird aus China kommen und Jolla will sie mit ermöglichen"
Jolla setzt dabei besonders auf den boomenden chinesischen Markt. "Die nächste große Veränderung im mobilen Geschäft wird aus China kommen und Jolla will sie mit ermöglichen", erklärte Jolla-Chef Jussi Hurmola. Namen von Partnern wurden nicht genannt.
MeeGo war gemeinsam von Nokia und Intel entwickelt worden. Im Februar 2011 zog der neue Nokia-Chef Stephen Elop jedoch die Reißleine und setzte stattdessen auf die Plattform Windows Phone von Microsoft. Sein Begründung war, es hätte noch zuviel Zeit gebraucht, um MeeGo zur Marktreife zu bringen. Nokia brachte 2011 nur ein MeeGo-Smarpthone, das Modell N9, in wenigen Ländern auf den Markt. Sein Design floss jedoch in die ersten Lumia-Geräte mit Windows Phone ein. Die Lumia-Smartphones haben dem Microsoft-System bisher nicht entscheidend aus dem Keller beim Marktanteil helfen können. Die beiden Partner hoffen jedoch auf diesen Herbst mit der nächsten Version Windows Phone 8 und neuen Geräten.
Android
Die Pläne von Jolla wirken umso ambitionierter, da derzeit die Google-Plattform Android mehr als die Hälfte des Smartphone-Marktes kontrolliert. Zusammen mit Apples iOS lässt Android anderen Systemen immer weniger Platz. Bei Marktbeobachtern gilt auch schon der Smartphone-Klassiker Blackberry trotz seiner 80 Millionen Nutzer als bedroht. Der Blackberry-Anbieter RIM will im kommenden Jahr mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 eine Aufholjagd starten.
Zugleich zeichnet sich aber auch ab, dass sich der chinesische Markt von der allgemeinen Android-Dominanz abkoppeln könnte. So arbeitet etwa die große Online-Handelsplattform Alibaba an einem eigenen System mit dem Namen Aliyun. (APA, 03.20.2012)
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Ich hab lieber ein oder zwei Markt-kontrollierende Betriebssysteme wofür so gut wie alle ihre Apps veröffentlichen als 10 verschiedene Betriebssystem wo ich bestimmte Apps die mir gefallen nicht haben kann weil der Programmierer sich nicht mein bevorzugtes OS als Plattform für seine App ausgesucht hat.
Grundsätzlich kann ich dem Gedanken verstehen. Das Problem in der Praxis: Die Systeme, die heute den Markt beherrschen, bringen eine Reihe inakzeptabler Einschränkungen für den User mit sich. Außerdem fehlen ihnen tlw. Features, die längst Standard waren. Es geht also weniger darum, möglichst viele Betriebssysteme am Markt zu haben. Aber es sollt halt wenigstens eines drunter sein, das auch qualitativ in Ordnung ist.
Ich habe den Eindruck, dass Android, iOS und Windows Phone allesamt gravierende Schwächen aufweisen. Derzeit muss man abwägen, welche Schwächen einen am wenigsten stören. Aus diesem Grund warte ich auf MeeGo, in der (wahrscheinlich unerfüllt bleibenden) Hoffnung, dass es
a) alle für mich relevanten Audiocodecs - Vorbis, FLAC, MP3
b) vernünftige Kommunikation mit dem PC (soll heißen: USB Mass Storage oder Netzwerk über USB)
c) Kontakt- und Kalendersynchronisation mit Nicht-MS und Nicht-Goolge Services (in anderen Worten: CalDAV und CardDAV)
d) zeitnahe Updates direkt vom Softwarehersteller, OHNE irgendwelche windigen Modifikationen und jahrelangen Verzögerungen vom Hardwarehersteller
bietet.
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