Nokia ätzt erneut gegen iPhone 5

  • Nokias neue Werbestrategie: iPhone-Fans, die sich anstellen, um viel Geld auf den Tresen zu legen
    screenshot: derstandard.at

    Nokias neue Werbestrategie: iPhone-Fans, die sich anstellen, um viel Geld auf den Tresen zu legen

Stephen Elop: "Bei der Vermarktung der ersten Lumias hätten wir bessere Arbeit leisten können"

Ziemlich zeitgleich mit Samsung hat Nokia begonnen gegen das iPhone 5 zu sticheln - der WebStandard berichtete. Der Hashtag #switchtolumia hat sich durch Nokia und dessen Fans auf Twitter rasch zum Synonym für iPhone-Bashing etabliert. Das finnische Unternehmen lässt es sich nicht nehmen, auch in den neuesten Werbekampagnen Seitenhiebe gegen Apples neuestes Smartphone auszuteilen.

Neue Werbekampagne

"Time to #switch" heißt das neue Video, indem das iPhone bzw. deren User als graue, langweilige Gestalten dargestellt werden. Die bunten Lumias hingegen würden Farbe ins Leben bringen. User, die vor den Apple Stores Schlange stehen, werden auf den Arm genommen. 

Wie Mashable berichtet, scheint Nokia die Farbe des Geräts als ausschlaggebendes Kriterium für ein Smartphone zu bewerben. Dieses Fehlen von Farbe bei anderen Herstellern reizt Nokia in seiner neuen Werbestrategie stark aus. Denn dem Unternehmen ist es durchaus bewusst, dass es jetzt aufs Gaspedal steigen muss, um sich im Smartphone-Markt zu etablieren.

"Besser und anders"

Inzwischen gibt sogar Stephen Elop zu, dass man beim Launch der ersten Lumias einiges hätte besser machen können. In einem Interview mit AllThingsD betont Elop, dass Nokias Produkte solide wären und dass das Unternehmen fähig sein muss aufzustehen und zu sagen, dass diese Produkte besser und anders sind. 

Bessere Strategie in den USA

Aber auch Fehler gesteht Elop ein. So habe man bei der Vermarktung der ersten Lumias in Europa keine sehr gute Arbeit geleistet. Als Lumia-Smartphones in die USA kamen, hatte man schon eine etwas ausgefeiltere Strategie, indem man beispielsweise Exklusivverträge mit Mobilfunkern abschloss. 

Elop weiß nichts über Smartphone-Pläne von Microsoft

Zur Partnerschaft mit Microsoft sagt Elop, dass eine solche kompliziert sei, aber die Zusammenarbeit und die Hingabe auf beiden Seiten gegeben seien. Jeder würde vom anderen profitieren. Als Beispiel nennt Elop die Nokia Maps, die Microsoft auf viele seiner Produkte bringen wolle. Ob Nokia enttäuscht sei, dass Microsoft das Surface nicht mit ihnen gemeinsam geplant und produziert hat, antwortet Elop mit einem Nein. Schließlich würde das nicht zu Nokia passen, was aber nicht heißt, dass Nokia nicht auch in den Tablet-Markt einsteigen könnte. Auch wisse er nichts über irgendwelche Pläne von Microsoft, ein eigenes Smartphone auf den Markt zu bringen. (red, derStandard.at, 3.10.2012)

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