Lagarde für Konzentration auf Wirtschaft

3. Oktober 2012, 08:25
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Die IWF-Chefin kritisierte den Streit um Inseln zwischen China und Japan indirekt

Tokio - Kurz vor der Jahrestagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Tokio hat die IWF-Chefin Christine Lagarde an China und Japan appelliert, sich auf Wirtschaftsthemen zu konzentrieren. Im Hinblick auf den Streit zwischen beiden Ländern um eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer sagte Lagarde laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, Japan und China seien zwei "wichtige Volkswirtschaften, die sich nicht von Grenzstreitigkeiten ablenken lassen" dürften. "Der aktuelle Zustand der Weltwirtschaft braucht das gesamte Engagement Japans und Chinas", ergänzte sie.

Die friedliche Koexistenz von Nachbarstaaten erfordere "ein gewisses Maß an Toleranz", sagte Lagarde, die in der kommenden Woche zu der Jahrestagung in Tokio reisen will. Ihr wichtigstes Ziel sei es, dass die teilnehmenden Länder "entschlossen sind, zusammenzuhalten und gemeinsam zu handeln, um die Krise zu überwinden und den Aufschwung zu fördern". Japan und China beanspruchen wie auch Taiwan eine unbewohnte Inselgruppe. Zwischen Tokio und Peking eskalierte der Streit, als die japanische Regierung einige der Inseln, die bis dahin im Privatbesitz waren, kaufte.

Chinesische Großbanken sagten IWF-Tagung ab

Der Streit hatte bereits Konsequenzen für die Wirtschaft. In den vergangenen Wochen gingen die Verkäufe japanischer Waren in China zurück, gleichzeitig errichtete China schärfere Kontrollen für japanische Waren, die in chinesischen Häfen eintrafen. Japanische Konzerne stellten wegen Protesten gegen Japaner und japanische Produkte vorübergehend die Produktion in Fabriken in China ein. Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires berichtete am Mittwoch, mehrere große chinesische Banken hätten ihre Teilnahme an dem Treffen von IWF und Weltbank abgesagt. (APA, 3.10.2012)

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    Japan und China seien zwei wichtige Volkswirtschaften, die sich nicht von Grenzstreitigkeiten ablenken lassen dürften, so IWF-Chefin Christine Lagarde.

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