Dominique Meyer kein Kandidat für Pariser Oper

Staatsopernintendant hat der französischen Kulturministerin seine Absicht mitgeteilt, in Wien zu bleiben - Stephane Lissner gilt als Favorit für Pariser Opernintendanz

Paris/Mailand/Wien - "Ich bin sehr glücklich in Wien, habe mein Wort gegeben und meinen Vertrag bis 2020 verlängert." Mit einer kurzen Stellungnahme gegenüber der APA dementiert Wiens Staatsoperndirektor Dominique Meyer Medienmeldungen, die ihn als einen der Favoriten auf die Intendanz der Pariser Oper genannt hatten.

"Obwohl ich die Pariser Oper sehr liebe und ihr sehr verbunden bin, sehe ich keinen Grund, aus Wien wegzugehen und kann mir keine schönere Aufgabe vorstellen, als die Wiener Staatsoper zu leiten: wir haben eine hervorragende Mannschaft und ein wunderbares Publikum. Das habe ich auch im Juli der französischen Kulturministerin Aurélie Filippetti mitgeteilt", so Meyer am Montagmittag.

Die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" hatte Meyer als zweiten Favoriten für die Nachfolger von Intendant Nicolas Joel an der Pariser Oper nach 2015 ins Spiel gebracht. Als Top-Favorit gilt der Zeitung Scala-Intendant und Wiener Festwochen-Musikchef Stephane Lissner. Die französische Kulturministerin Aurelie Filippetti soll Ende Dezember ihre Entscheidung bekannt geben. Auch eine Mandatsverlängerung für Joel wird nicht ganz ausgeschlossen. (APA, 2.10.2012)

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