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Nett zu sein zahlt sich auch bei den Pavianen aus: Weibliche Tiere, die freundlich grunzen, kommen viel öfter in die Gunst einer Fellpflege als Einzelgängerinnen.
Dass auch Tiere Persönlichkeiten haben, ist aus der Verhaltensforschung lange bekannt. Eine neue Studie US-amerikanischer Forscher bestätigt nun nicht nur, dass Primaten ganz ähnlich wie Menschen bestimmten Charaktertypen zuzurechnen sind, sondern dass diese auch Auswirkungen auf die Stabilität ihrer Beziehungen haben - was ebenfalls aus dem Reich des Homo sapiens bekannt ist.
Das Team um Robert Seyfarth von der Universität Arizona in Tempe beobachtete über einen Zeitraum von immerhin sieben Jahren 45 wild lebende Pavian-Weibchen. Die Primatologen untersuchten, wie oft die Tiere alleine waren, andere Weibchen berührten oder umarmten, wie häufig sie aggressiv gegenüber Artgenossen waren oder diese angrunzten. (Grunzen gilt bei Pavianen als Zeichen einer freundlichen Absicht.)
Auf Basis des Verhaltens der Tiere ordneten ihnen die Primatologen drei verschiedene Persönlichkeitstypen zu: nett, zurückhaltend und einzelgängerisch. Wie die Forscher im Fachmagazin PNAS behaupten, änderte sich der Charakter der Tiere im Lauf der Zeit kaum.
Die netten Weibchen waren selten allein, freundlich zu ihren Artgenossen und grunzten sie häufig an. Die zurückhaltenden Tiere verhielten sich oft aggressiv, waren weniger freundlich und grunzten hauptsächlich bei Artgenossen mit einem höheren Rang in der Gruppe. Die Einzelgängerinnen verbrachten ihre Zeit oft alleine, waren unfreundlich und grunzten fast nur gegenüber höhergestellten Tieren.
Die Persönlichkeit der Paviane hängt der Studie zufolge auch mit weiteren Faktoren zusammen. Die netten Weibchen erwiesen sich als gesellig, außerdem hatten sie relativ stabile Beziehungen. Bei den zurückhaltenden Tieren wurden ein geringeres Maß an Geselligkeit und hoher Stabilität bei ihren Partnern festgestellt. Die Einzelgänger schließlich erwiesen sich als wenig gesellig, sie hatten zugleich viel Stress. Andere Faktoren - etwa das Alter - stehen hingegen kaum im Zusammenhang mit der Persönlichkeit.
Seyfarth und sein Team schreiben zudem, dass der Charakter der Pavian-Weibchen auch von ihren Artgenossen entsprechend wahrgenommen werde. Dies folgerten die Forscher daraus, wie oft sich die anderen Tiere den Weibchen näherten. Bei den netten Pavianen war dies häufiger der Fall als bei den anderen. (APA, tasch/DER STANDARD, 3. 10. 2012)
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...es ginge um eine einfallsreiche Typologie mitteleuropäischer Politiker. Schade, wäre vermutlich ergiebiger als das, was "amerikanische Forscher "in 7 Jahren" (!) herausgefunden haben. Oder hat der Artikelverfasser das Wichtigste der "Studie" den Lesern vorenthalten?
Persönlichkeit setzt sich aus vielen unabhänigigen Faktoren zusammen. Die Paviane wurden entlang EINER Dimension (Geselligkeit) in drei Gruppen (hohe, mittlere, niedrige Merkmalsausprägung) eingeteilt. Das sind keine "Typen". Auch wenn man hinterher noch Synonyme von Geselligkeit als "weitere Faktoren" anführt, ändert das nichts daran - es bestätigt eher den Verdacht, dass hier mit viel Aufwand bescheidene Erkenntnisse zutage gefördert wurden.
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