USA überlegen Luftangriffe auf Norden Malis

Weißes Haus dementiert Berichte nicht

Washington - Die US-Regierung erwägt nach Informationen der "Washington Post" vom Dienstag Luftschläge gegen islamistische Terrorgruppen im Norden von Mali. John Brennan, der für Terrorbekämpfung zuständige Berater von Präsident Barack Obama, evaluiere die Situation derzeit in Zusammenarbeit mit dem Außen- und dem Verteidigungsministerium, berichtete die Zeitung. Das Weiße Haus wollte auf Anfrage dahingehende Überlegungen nicht dementieren. Tommy Vietor, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, erklärte dazu, es sei das Ziel des Präsidenten, Al-Kaida und somit auch dessen Zweig AQMI ("Al-Kaida im Islamischen Maghreb"), der in den Besitz umfangreicher libyscher Waffen und Rüstungsgüter gelangt ist, zu vernichten.

Die USA hatten erst am Vortag ihre Unterstützung für einen afrikanischen Militäreinsatz gegen die islamistischen Rebellen im Norden Malis in Aussicht gestellt. Washington werde eine "gut geplante" und "gut ausgerüstete" Mission mittragen, sagte der für afrikanische Angelegenheiten zuständige stellvertretende US-Außenminister Johnnie Carson am Montag. Der Einsatz müsse aber unter der Leitung des Militärs von Mali stehen und von allen Nachbarstaaten gebilligt werden. Der Afro-Amerikaner Carson ist "Assistant Secretary of State for African Affairs".

Tuareg vertrieben

Im Machtvakuum nach dem Putsch gegen Präsident Amadou Toumani Touré im März war es Tuareg-Rebellen und mit ihnen verbündeten Islamisten gelungen, den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle zu bringen. Seitdem wurden die Tuareg-Rebellen jedoch von den Islamisten vertrieben.

Der Chef des US-Afrika-Kommandos (Africom), General Carter Ham, hatte zuvor bei einem Besuch in Algier erklärt, eine "Militärhilfe" für Mali sei "wegen der Aktivität terroristischer Gruppen in der Region möglich". Eine US-Militärpräsenz in Mali sei aber undenkbar. General Ham wurde vom algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika empfangen, der anschließend erklärte, Algerien und die USA stimmten überein, dass "das Volk von Mali das Recht hat, in Frieden und Sicherheit zu leben".

Eine ausländische Militärintervention in dem von islamistischen Terrorgruppen kontrollierten Nordteil von Mali sei die einzige Möglichkeit, eine drohende Destabilisierung der gesamten Sahel-Zone aufzuhalten, erklärte der Generalsekretär der Internationalen Organisation der Frankophonie (OIF), der frühere senegalesische Staatspräsident Abdou Diouf, dem französischen Sender "TV5 Monde". Die Hoffnung auf eine Verhandlungslösung habe sich zerschlagen. "Das Problem lässt sich nur militärisch regeln. Wir haben keine andere Wahl."

Die Situation in Mali sei "extrem gefährlich", denn der islamistische Terror sei ein "Krebsgeschwür", das sich ausbreite, betonte Diouf. Weder Mali noch die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) könnten damit fertig werden, "die ganze internationale Staatengemeinschaft ist davon betroffen". Verhandlungen mit der bewaffneten islamistischen Organisation Ansar Dine ("Verteidiger des Glaubens") seien definitiv nicht möglich, wohl aber mit den Tuareg-Aufständischen, sofern diese eine "föderale" Lösung innerhalb Malis zu akzeptieren bereit wären. Die Tuareg-Rebellen hatten eine unabhängige "Islamische Republik Azawad" ausgerufen. (APA, 2.10.2012)

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laut amnesty international scheint's ja ziemlich fix, dass sie eine gemeinsame aktion mit den dortigen militärs planen.
wäre also luftangriff eine erweiterung dieser strategie.

trotzdem: diese sharia-extremisten sind fürchterliche leute. http://www.amnesty.org/en/librar... 2012en.pdf

Das Übel an der Wurzel packen hieße: Luftangriffe auf Katar.

"Frankreichs Militärgeheimdienst will übrigens noch etwas anderes herausgefunden haben: Dass nämlich die diversen Extremistengruppen der Region – „Al-Qaida im islamischen Maghreb“ (grenzübergreifend), „Boko Haram“ (Nigeria) und Ansar Dine (Mali) finanzielle Unterstützung aus Katar erhalten. Dies ist schon insofern brisant, als Katar ein wichtiger Verbündeter des Westens ist"

http://diepresse.com/home/poli... ubenskrieg

Und die Amis sind auch schon mit von der Partie:
"Mysterious fatal crash offers rare look at U.S. commando presence in Mali"

http://www.washingtonpost.com/world/nat... 2/07/08/gJ

"...Luftangriffe auf Katar..."

erst wenn man sie nicht mehr benötigt!

man mags kaum glauben aber selbst der streitkräfte eigene zeitung hat ein problem mit der us-politik.

http://www.stripes.com/with-bahr... s-1.168370

hier was über us-stützpunkte (reportage):
http://derstandard.at/plink/134... id28276870

vielleicht mauern ja deshalb auch die ecowas-leute. mali wollte seinerseits die sache selbst regeln. etliche westafrikanische ländern wollen nicht mittun (z.b. ghana), generell wartet man auf ein ok durch den un-sicherheitsrat, das noch aussteht. frankreich hat mali unterstützung zugesagt.

ein bisschen enterisch das ganze.

"Eine US-Militärpräsenz in Mali sei aber undenkbar."

Welches Land dieser Welt hat eine dreister verlogene Politikerkaste als die USA?

Die sind schon längst in Mali präsent! Inoffiziell stationierte US-Soldaten sind in einem Autounfall ums Leben gekommen und es gab einfach keine Stellungnahme dazu, warum sie dort waren. Jeder weiß: die haben ihre Finger im Spiel und keiner sagt wie genau. Sie selbst sagen "wir haben gar keine Hände!

http://www.washingtonpost.com/world/nat... story.html

Man sollte an den Zapfsäulen ähnliche Hinweise wie auf den Tabakwaren anbringen: Danke, dass sie hiermit den weltweiten Dschihad unterstützen!

wenn man da draufschreiben würde was man durch tanken so alles unterstützt...

terroristen
diktaturen
umweltzerstörung
...

Ja, man tankt die Zerstörung und den Tod. Nur wirds einem bei einer Tankfüllung nicht bewusst, ganz ähnlich wie bei einer Zigarette.

Islamisten richten Mann in der Öffentlichkeit

Unter den Augen von mehreren Hundert Zuschauern, haben radikale Islamisten in Timbuktu einen mutmasslichen Mörder hingerichtet. Auch mit Steinigungen, Amputationen und Peitschenhieben werden die Menschen bestraft.

http://www.20min.ch/ausland/n... y/23658164

scheint ja unterstützung zu genießen hier im forum ... hauptsache gegen die usa ...

Schwachsinn. Ansar Dine wird laut französischem Geheimdienst durch Katar finanziert.

Katar ist ein enger Verbündeter der NATO, hat beim Libyen Bombardieren geholfen und ist nun hinter den Terroristen in Syrien.

Wenn Sie nicht anfangen zwischen den Zeilen zu lesen gehören Sie zu denen, die in ein paar Jahrzehnten sagen "wir haben doch nichts gewusst".

ist ja ganz was neues das die golf-staaten terrorgruppen finanzieren...

War against drugs

War against terror
War against Libyan weapons and umfangreiche Rüstungsgüter

Einfach so ?

Und Kapfenberg
überlegt Luftangriffe gegen San Francisco ?

Der Einsatz müsse aber unter der Leitung des Militärs von Mali stehe

Ist das wirklich so schwer einen kurzen Bericht zu lesen UND zu verstehen?

Aus der Schublade der Angreifer ....

Auch Kapfenberg
wird in San Francisco einen durchgeknallten Psycho finden ,
der sich "Militär" nennt .

Z.Z. "befreien" US Scharfschützen Libyen
von den Leuten ,
die im Interesse der USA vor Kurzem
Libyen noch von Gaddaffi befreit haben

Freiheit für die Tuareg und weg mit den Islamisten!

"Auslöser der jüngsten Unruhen war die Auspeitschung einer Frau in der Stadt Goundam. Ihr wurde vorgeworfen, dass die den Kopf ihres Babys nicht ausreichend bedeckt hatte, während sie das Kleinkind am Rücken trug."
Derlei Irrsinn muss die Bevölkerung im Norden Malis ertragen. Und allen "heldenhaften" Anti-Imperialisten zum Trotz: Hier geht es mal nicht vorrangig um Bodenschätze, sondern um die Gefahr, dass diese gefährlichen Irren dort ein dauerhaftes Schreckensregime etablieren. Wer sich erinnern kann, wie die Taliban wüteten, dem sollte es ein Anliegen sein die Islamisten zu vertreiben, sonst heißt es bald auch über Westafrika: "Dorthin kommt Gott nur zum Weinen."

Schlagen Sie Geschichtsbücher auf oder schauen Sie wenigstens Dokus.

Die Taliban sind die Nachwehen der USA-Intrigen gegen die Sowjetunion. Damals haben die USA die Mujjahedin und Osama bin Laden finanziert und ausgerüstet. Als die Sowjets weg waren, hat man das Land sich selbst überlassen.

Ansar Dine in Mali wird nun - laut französischem Geheimsdienst - von Katar finanziert. Ja, das Katar welches in Frankreich investiert und gemeinsam mit der NATO Libyen zerbombt hat und die Islamisten dort, wie auch in Syrien unterstützt.

Anti-Imperialisten sind gegen Islamisten und Westmächte, weil diese gegenseitige Erfüllungsgehilfen sind. Augen auf!

"Anti-Imperialisten sind gegen Islamisten und Westmächte, weil diese gegenseitige Erfüllungsgehilfen sind."

Sobald sich die Westmächte allerdings tatsächlich mal aktiv gegen irgendwelche Islamisten stellen, wissen verdächtig viele "Antiimperialisten" aber SOFORT, auf welche Seite sie sich schlagen.

Übrigens witzig, wie entspannt viele "Antiimperialisten" mit dem Einmarsch der Sowjets in Afghanistan umgehen ...

Erzählen sie mir doch was Neues. Soweit bekannt. Und was die 'Antiimperialistischen Helden' betrifft: davon kenne ich einige aus erster Hand. Manche sind wohl so, wie sie sie in ihrem Kommentar beschreiben, aber es gibt eben auch die Antisemiten, die per se Palästinenser für Opfer halten, mit üblen Verschwörungstheorien und Halbwissen herumschmeißen und Dikatatoren toll finden, wenn sie genug gegen die USA sind. Vertreter dieser Spezies finden sie auch hier im Forum.
Mich interessiert Antiimperialismus nicht. Was mich interessiert sind Menschenrechte, Frieden, Ethik, Bildung und Gesundheit. Wer Menschen das vorenthält ist zu kritisieren, egal welcher Partei oder Religion er angehört.
Die ideologischen Scheuklappen bringen nichts.

"luftangriff"

traditionell der einzige gedanke, der einem us politiker durch den kopf geistert, wenn es um "konfliktlösung" geht.
ähnlich gelagert wie die gedanken eines herkömmlichen terroristen. dem geistert "anschlag" durch den kopf.

Washington überlegt Luftangriffe gegen Norden Malis

Der Norden Malis ist doch das Rückzugsgebiet der Tuaregs aus dem Niger, die kämpfen doch gegen die Regierungstruppen weil im Norden Nigers einer der größten Uranerzvorkommen Afrikas liegt. Und dort wird Uran im Tagbau von den USA, Frankreich und China abgebaut ... lustigerweise grenzt Niger auch an Libyen :-))))

Welches Frettchen hat mir ein Rotes gegeben ? Wahrscheinlich ein Nullchecker ...

..Welches Frettchen

viielleicht weil Oberoberchecker wie du eigentlich gar nix "checken"?

ach so verstehe, wegen ein paar islamisten werfen die usa ihre kriegsmaschinerie an. daß die tuaregs im niger gegen den ausverkauf des nordens sind und gegen den uranerzabbau, weil leider der wind den staub in alle richtungen verbläßt und daruch die krebsrate enorm gestiegen ist, trifft also nicht zu. verstanden alles klar.
selbes spiel wie afganistan:voll mit rohstoffen und seltenen erden, aber eigentlich geht´s ja darum die taliban zu bezwingen. und nicht wegen der Turkmenistan-Afghanistan-Pakistan-Pipeline ... alles klar superchecker.

ja in mali kann man ja eingreifen ist ja nur afrika....aber in syrien sterben weiß gott wie viele menschen und nur weil das land ölreicher ist, ist es jedem gleichgültig
SO EINE DOPPELMORAL!!!!!!!!!!!!!

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