Android 4.1 "Jelly Bean" erst bei 1,8 Prozent Nutzeranteil

"Gingerbread" bleibt mit über 50 Prozent dominant - säumige Hersteller verantwortlich für Fragmentierung

Die Verbesserungen beim Google-System Android kommen nur mit Verspätung bei der Smartphone- und Tablet-Kundschaft an.

"Jelly Bean" erst bei 1,8 Prozent

Die aktuelle Version 4.1 mit der Bezeichnung "Jelly Bean" hat drei Monate nach ihrer Einführung nur einen Anteil von 1,8 Prozent, wie das Android-Entwicklerportal am Dienstag mitteilte. Die vor rund einem Jahr eingeführte Version 4.0 "Ice Cream Sandwich" ist zu 23,7 Prozent bei den Nutzern von Android-Geräten angekommen. Der größte Anteil entfällt mit insgesamt 55,8 Prozent noch auf das bereits Ende 2010 eingeführte Android 2.3 "Gingerbread". Die Daten beruhen auf einer Auswertung von Zugriffen auf den Online-Shop Google Play.

Am gesamten Smartphone-Markt hat Android mittlerweile 68 Prozent Marktanteil und könnte noch heuer die 70-er-Marke knacken. Die Fragmentierung stellt für App-Entwickler jedoch ein ernstzunehmendes Problem dar.

Gerätehersteller bleiben säumig

Das Betriebssystem kann von den Geräteherstellern frei verwendet und individuell angepasst werden. Viele Hardware-Anbieter scheuen nach Angaben von Experten den Aufwand, ein bereits ausgeliefertes System nachträglich auf die neuere Version des Basissystems zu aktualisieren. Lediglich die Google-unterstützte "Nexus"-Reihe, die aus Geräten verschiedener Hersteller besteht, erhält regelmässige Updates nach dem Start einer neuen Betriebssystem-Version.

Sehr viel schneller erfolgt der Update-Zyklus beim Apple-System iOS, da das kalifornische Unternehmen zugleich Hardware- und Software-Hersteller ist und einen unkomplizierten Weg zur Aktualisierung älterer Geräte anbieten kann. (APA/red, derStandard.at, 02.10.2012)

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