Kurzparken in Wien: In Einkaufsstraßen wird verstärkt angezeigt

3. Oktober 2012, 10:38
  • Wer eine solche Mitteilung der Stadt auf seinem Auto findet, ist nicht allein. Sie dient zur nachhaltigen Wissensvermittlung, dass man einen Karton hinter die Windsuchtzscheibe legen oder kleben muss.
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    foto: derstandard.at

    Wer eine solche Mitteilung der Stadt auf seinem Auto findet, ist nicht allein. Sie dient zur nachhaltigen Wissensvermittlung, dass man einen Karton hinter die Windsuchtzscheibe legen oder kleben muss.

  • Seit die neue Parkraumregelung gilt, wird in Einkaufsstraßen verstärkt kontrolliert. Hier als Beispiel jene im 15. Bezirk, die in Gelb gehalten sind - mehr Grafiken auf oeamtc.at.
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    screenshot: oeamtc.at

    Seit die neue Parkraumregelung gilt, wird in Einkaufsstraßen verstärkt kontrolliert. Hier als Beispiel jene im 15. Bezirk, die in Gelb gehalten sind - mehr Grafiken auf oeamtc.at.

Pickerlbesitzer dürfen eineinhalb Stunden gratis stehen, müssen aber eine Parkscheibe einlegen

Mit der neuen Regelung der Wiener Parkraumbewirtschaftung feiert auch die Parkscheibe ein Comeback. Auch Parkpickerlbesitzer sollten sich deshalb vom Installateur oder Versicherungsvertreter ihres Vertrauens mit dem rustikalen Karton ausstatten lassen. Sonst setzt es bis zu 80 Euro Strafe.

Schließlich gilt in Wiens Einkaufsstraßen, ob alte Pickerlzone oder neue, folgende Regelung: maximal eineinhalb Stunden Abstellzeit von 8 bis 18 Uhr an Werktagen und von 8 bis 12 Uhr an normalen Samstagen. Das Abstellen ist mit Parkscheibe und Pickerl zwar gratis, wer aber nicht rechtzeitig die Uhr stellt, wird abgestraft - wie im Fall der Reinprechtsdorfer Straße im 5. Bezirk.

Geschäftsstraßen als Hotspot fürs Strafen

Ein Mitarbeiter von derStandard.at hat seit zwei Jahren ein Parkpickerl für den vierten und fünften Bezirk, weil er dort zu Hause ist. Für gewöhnlich ist er in der Stadt mit Rad oder Roller unterwegs, daher steht sein Auto rund um die Uhr in der Reinprechtsdorfer Straße. Doch am Montagabend fand er einen Strafzettel auf seinem Wagen - Hinweis: Parkscheibe fehlt. Und auch hinter vielen anderen Scheibenwischern in der Geschäftsstraße klemmte eine Zahlungsaufforderung.

Einen Anruf bei der Parkraum-Hotline (löblicherweise bis 23 Uhr verfügbar) später stellt sich heraus, dass es das Aviso gibt, in genau diesen Straßen verstärkt zu strafen. Das Kuriose daran: Dass man auch als Pickerlbesitzer in Einkaufsstraßen des eigenen Bezirks nur 90 Minuten stehen darf, galt auch schon bisher. Nur werde die Regelung eben im Moment strenger kontrolliert, meint die Dame bei der Info-Hotline.

Infos übers Parken mangelhaft kommuniziert

Der ÖAMTC kritisiert, dass Informationen über das Parken in Geschäftsstraßen "oft unvollständig oder missverständlich übermittelt" würden. So fehle eben genau der Hinweis, dass Pickerlbesitzer im Heimatbezirk keine Parkscheine lösen müssen - aber danach mit Strafen zu rechnen haben.

Der Autofahrerclub lehnt die neue Parkregelung in Wien ab (siehe auch: Wiener Parkpickerl: ÖAMTC erarbeitet eigene Vorschläge). Dennoch werden die Mitglieder auf der Website umfassend informiert, etwa mit Grafiken darüber, wo genau was gilt. Das könnte auch für die Stadt ein Anreiz sein, ihre Informationen etwas ansehnlicher zu gestalten. (mob, derStandard.at, 3.10.2012)

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Geschäftsstraßen als Hotspot fürs Strafen

Ein Hoch auf die Grünen ... im Abkassieren sind sie wahrlich Weltmeister ...

Die Sonderregelung in den Einkufsstraßen ist ein ausdrücklicher Wunsch der Wirtschaftskammer.
Die Regelung beruht auf der StVO, war schon immer gültig unnd hat nichts mit den Grünen zu tun

Für jeden Kilometer Bahnstrecke in NÖ, die stillgelegt wird, sollte Proll an Wien Strafe zahlen müssen. Damit treibt er die Niederösterreicher aus den Zügen auf die Straße. In Wien. Das geht ganz einfach nicht so weiter.

wenn einer nicht mehr von scheibbs nach kienberg mit dem zug fahren kann, was hat das mit wien zu tun?

..weil er mangels Alternative dann unbedingt das Auto braucht und nicht nur von Scheibbs nach Kienberg nicht mit der Bahn fährt, sondern auch nach Wien nicht.

Die Parkdauerbeschränkung in den "Einkaufsstraßen" ist eine ultimative Fordeung der Wirtschaftskammer, um Kundenparkplätze bei den (kleinen) Geschäften zu sichern und nicht mit Dauerparkern zu blockieren. Parkpläze schaffen keine Arbeitsplätze, nur Kunden die einkaufen und nicht Autos von Ganztagsparkern.
Drum hat die Wirtschaftskammer auch in den neuen Pickerlbezirken zusätzliche Einkaufsstraßen-Kurzparkzonen durchgesetzt, damit dort nicht in diesen Strassen Wohnende tagelang oder stundenlang mit ihrem Privateigentum die öffentliche Verkehrsfläche blockieren und Kundenparkplätze verstellen.

Irrsinnige Abzocke !

Wahnsinn! 79 Millionen Euro !!!
EINE einzige Autobahnauffahrt !!!!
Der Umbau der Tangentenauffahrt Landstrasser Gürtel allein kostet 79 Millionen Euro !!!!
DAFÜR werden Steuerzahler abgezockt !
Die sind ja verrückt geworden.
Das ist einfach ein Irrsinn. Das muss aufhören - der Autowahnsinn ist eine nicht mehr finanzierbare Fehlentwicklung. Schluss mit Steuerraub für Spritjunkies !

Die Spritjunkies zahlen mit 40% Möst einen unpackbaren Steuersatz, und die Möst ist auch einer der größten Einzelposten bei den Stuereinnahmen.
Persönlich würd ich mir die 79mio für eine Auffahrt nicht leisten, aber als Stadt/Staat geht das eben. Für mich stellt sich eher die Frage, ob die Kosten gerechtfertigt sind, oder wieder durch Preisabsprachen zu Stande gekommen sind.

Erfolg der ÖVP !

Jahrelang hat die ÖVP die Beseitigung des"Kapperlsalates" (Blaukappler/Weisskappler) verlangt, weil man nicht wisse, wer für was zuständig sei. Die ÖVP hat sich durchgesetzt: jetzt gibt es nur noch Weisskappler - und die sind für den gesamten ruhenden Verkehr zutändig - fürs Parkometergesetz,die StVO. das KFG...
Danke, ÖVP. Jetzt kennnt sich jeder aus.

??

was ist daran so schwer zu verstehen, dass in den pickerlbezirken, meist auf den einkaufsstraßen eine extra kurzparkzone ist??
ich wohne, rein zufällig, auch in der umgebung der reinprechtsdorferstraße und hatte diesbezüglich noch nie ein problem.
wenn ich kurz aus einem geschäft was hole, genügt der 10-min-parkschein und sonst park ich halt ums eck.

neppen, cashen, Gebühren verteuern...

...ein Erfolgskonzept von rot - grün

pure Abzocke wo es nur geht...

ein gescheites P&R konzept direkt hinter der stadtgrenze

mit dem parken erwirbt man eine tageskarte öffi
(oder woche/monat/jahr)

und fertig!

aber die wiener wollen ja keine gscherten...

Der "Schmäh" dabei ist offensichtlich, die Regelungen dermaßen unübersichtlich und mit untereinander verzweigten Sonderfällen und überschneidenden Bereichen zu gestalten, daß schon alleine dadurch die Bestrafungsmöglichkeiten stark steigen. Es sollen anscheinend auch möglichst die zur Kasse gebeten werden, die sich guten Willens bemühen, alle Zahlungen zu leisten und alle verlangten Auflagen einzuhalten.

hmm...

ich sehe es einfach - kurzparkzone = parkpickerl oder kurzparkschein oder strafe

was ist daran kompliziert?

und ich gratuliere dem pröll

in st. blöden , dass er für seine einwohner eisenbahnstrecken einstellt, dafür sinnlose straßen baut und alles auf die *deppaten* wiener abwältzt.

gsd. schlägt das imperium zurück. :o)))

Gratulliere den Wieneren/innen...

…und deren Politik ‚Elite’ zu einer der DÜMMSTEN und KOMPLIZIERTESTEN Lösung für ein einfaches Problem die mir je untergekommen ist.
PS: Ich bin dafür, dass alle Wiener/innen außerhalb von Wien auch flächendeckend zahlen müssen und möglichst für jedes Kuhdorf eine eigene Regelung mit unterschiedlichen Zeiten und das ganze nennen wir dann Beitrag zur geografischen Bildung.
Da man sich ja auch, wenn man sich in Wien nicht gut auskennt, genau über die zu ‚beparkenden’ Straßenzüge informieren muß?!?

Das wird nicht passieren, NÖ ist froh über jeden, der freiwillig ins heruntergewirtschaftete Pröllistan kommt und dort vielleicht sogar etwas Geld lässt...

Genau . dort

wo die Stadtkerne veroeden,die Geschaeftslokale in bester Lage leerstehen und die Shopping Centres und Parkplaetze auf der Wiese erbluehen. Dazu noch mehr Schnellstrassen die in die Ideale der 1960er fuehren.So ist die rueckwaerts gewandte Politik in NOE.

Super sind die

Übersichtskarten des ÖAMTC. Endlich konnte ich herausfinden wo die Überlappungszonen im 15. Bezirk liegen. Auf der Gemeinde Wien Seite ist diese Info nicht zu finden. Habe gerade versucht einem Oberösterreicher die Wiener Parkregelung zu erklären. Bin gescheitert :-(. Wie man so ein kompliziertes, unübersichtliches System schaffen kann und daß nur um Geld abzukassieren.

wie betreffen die überlappungszonen einen oberösterreicher? es ist recht einfach: er darf nirgendwoe in dieser zone parken...

wo ist das? Ist das angeschrieben?

http://www.kiv.at/servlet/C... 7785901073

http://www.kiv.at/servlet/C... x&n=Y01_36

Zur Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung mit 1. Oktober 2012
Das ändert sich
2012-09-27: derStandard.at erklärt, wo wieviel im deutlich vergrößertem Gebiet bezahlt werden muss (mit Infografiken).
Informationen der Stadt Wien
2012-09-22: Antragstellung; Geltungsdauer; Kosten; Geltungsbereiche und Berechtigungszonen für Parkpickerl und Parkkarte.
Kurzparkzonen-Bereiche
2012-09-01: Informationen der Wirtschaftskammer: Onlineratgeber; Ausdehnung der Kurzparkzone; Änderungen; Höchstparkdauer; Zeitablauf; Geschäftsstraßen; ...

geh bitte:

https://www.wien.gv.at/stadtplan/

links im baum gibts einen punkt namens "parken", als unterpunkt gibts noch "Parkpickerl"

so schwierig ist das auch nicht, oder?

Coole Sache

Ist wirklich nicht kompliziert. Aber gib dir mal den 20. oder 2. Bezirk. Was auch immer eine Berechtigungszone ist: mitten in der Donau kann man auch nicht so ohne weiteres parken ... :-)

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