Vor FARC-Verhandlungen: Präsident Kolumbiens wird wegen Krebs operiert

2. Oktober 2012, 16:12
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Ärzte erwarten rasche Erholung - Friedensgespräche mit FARC-Rebellen beginnen im Oktober

Bogotá - Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos ist an Prostatakrebs erkrankt. Es sei ein kleines Karzinom entdeckt worden, das am Mittwoch chirurgisch entfernt werden soll, erklärte der 61-jährige Staatschef am Montagabend. Die frühe Diagnose des Tumors lasse eine rasche Erholung erwarten, sagte Präsidentenarzt César Felipe Gómez.

Verhandlungen mit FARC im Oktober

Santos soll mit lokaler Betäubung operiert werden, weshalb er nicht sein Amt zeitweise abzugeben braucht. Der Vizepräsident Angelino Garzón erholt sich noch von den Folgen eines im vergangenen Juni erlittenen Gehirnschlags. Kolumbiens Regierung steht vor dem Beginn von Friedensgesprächen mit der linksgerichteten FARC-Guerilla am 15. Oktober in Oslo. Der Beginn der Gespräche war ursprünglich für 8. Oktober vorgesehen, wurde aber verschoben.

Mehrere südamerikanische Staatschefs erlitten in den letzten Jahren Krebserkrankungen. In Kolumbiens Nachbarland Venezuela hat sich der Präsident Hugo Chávez kürzlich von einem Tumor in der Beckengegend nach mehreren Operationen und Strahlenbehandlungen für geheilt erklärt. Die ehemaligen Präsidenten Fernando Lugo in Paraguay und Luiz Inácio Lula da Silva in Brasilien überstanden ebenfalls Krebserkrankungen, die während ihrer Amtszeit beziehungsweise kurz danach entdeckt wurden. (APA, 2.10.2012)

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    Präsident Santos berichtete in einer Fernsehansprache von seiner Krebserkrankung.

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