Kalifornien verbietet "Therapie" homosexueller Jugendlicher

Die Konversionstherapien in den USA belasten homosexuelle Jugendliche schwer

Als erster US-Staat verbietet Kalifornien künftig die umstrittenen "Therapien" zur Umerziehung homosexueller Jugendlicher. Menschenrechtsgruppen lobten am Montag Gouverneur Jerry Brown für den Schritt und forderten die anderen US-Staaten auf, dem Beispiel Kaliforniens zu folgen.

Brown hatte das Gesetz am Wochenende unterzeichnet, am 1. Jänner tritt es in Kraft. Es verbietet künftig die psychologische Behandlung lesbischer oder schwuler Jugendlicher unter 18 Jahren mit dem Ziel, ihre sexuelle Orientierung zu ändern. Ausdrücklich weist es darauf hin, dass Homo- oder Bisexualität "keine Krankheit, keine Geistesstörung und kein Mangelzustand" sei.

Die sogenannten Konversionstherapien sind äußerst umstritten, da sie die jungen Patienten oftmals psychisch schwer belasten. "Diese Praktiken basieren auf keinerlei wissenschaftlichen oder ärztlichen Erkenntnissen und werden nun als Quacksalberei verbannt", twitterte Gouverneur Brown nach der Unterzeichnung. Nun sei Schluss mit "unwissenschaftlichen 'Therapien', die junge Menschen in die Depression oder den Selbstmord getrieben haben." (APA, 2.10.2012)

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