Die Geschichte der Wiener Märkte: Fratschlerinnen und Fleischbeschauer

Ansichtssache |

Neben dem Floridsdorfer Schlingermarkt erzählt ein neues Museum von Geschichte und Inspektion der Wiener Märkte im Laufe der Zeit

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foto: derstandard.at/lechner

Wo befand sich der letzte Fischmarkt in Wien? Welche Lebensmittelfälschungen gab es? Und was waren die Aufgaben der Marktrichter? Seit Ende September können die Wienerinnen und Wiener im neuen Marktamtsmuseum in Floridsdorf die Geschichte der Wiener Märkte und des Marktamtes in Wort und Bild erfahren.

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20 Postings
"Zahmes Geflügel" (Bild 7)

was haben die dort alles verkauft? Falken?^^

Kann jemand Bild 11 links oben komplettieren? "Blutlaus" ?

"künstlich eingefärbte Wurst" - ist das das, was heute legale "Umrötehilfsmittel" tun ?

süß die alten Stempelmarken, die hab ich auf meiner Geburtsurkunde auch^^

Nette Idee, das Museum!

Ich dachte im Artikel erfährt man, was eine Fratschlerin ist. Muss ich erst drum guugln.

Steht eh da - tut mir leid, bis zu der Folie hab ichs nicht geschafft.

steht doch, eine Marktstandlerin

du mußt nur den Artikel richtig ausfratscheln :-)

leider keine Bilder der vielen kleinen Märkte Wiens, die nicht mehr existieren. wie gern erinnere ich mich an den Meiselmarkt, der heute unter der Erde ein Albraum ist!

Anscheinend haben die Wiener nicht begriffen: Markt ist Lebensqualität pur! aber wie es scheint, aus einer anderen Zeit!

MARKT-AMT

dieser begriff verkörpert richtiggehend die heimische und deutschsprachige "dialektik": markt - also das feie spiel der kräfte - muss einfach am(b)tlich geregelt sein ...
und das bringt bild nr. 5 (freigegeben mit amtsstempel vom 31. februar 1887 großartig zum ausdruck

das freie spiel der kräfte?

warum geifern sie so gegen das marktamt. dieses ist einerseits zuständig für die platzvergabe auf dem bauernmarkt (verhindert streiterein), sorgt für eine ordnungsgemäße mindestausstattung der mit funktionstüchtigen waagen (können entliehen werden!) damit die kundInnen auch bekommen wofür sie zahlen u d dann auch gleich die preisauszeich nung kontrollieren damit kundInnen die preise vergleichen können. zusätzlich wird auf die ordnungsmäßigkeit der ware geschaut (keine giftigen sachern wie knollenblätterpilze etc.) das marktamt erfüllt wichtige aufgaben im konsumentInnenschutz und ich bin - auch als ehemalige händlerin - froh, dass es dieses gibt. das marktamt kontrolliert nicht nur, sondern steht auch beratend zur seite.

ich denke, es wird in dieser bilderschau auch klar, weshalb der markt geregelt gehört.

Diese exzessive Bürokratie der Monarchie hat sich leider bis heute gehalten und zerstört viel wirtschaftliche Aktivität.

ja genau alles weg mit reglementierung

preisauszeichnungen sind ja auch unnütz, also auch gleich in den supermärkten weg damit. die amtsbissigkeit mancher poster ist echt jenseitig bis möglicherweise sogar pathologisch paranoid!

schon einmal in der

Tuerkei auf einem Basar gewesen ? Viele Kaeufer, keine Preisschilder, kaum zu glauben, nicht wahr

stimmt. wie schön wäre es doch, wenn wir noch gepanschte milch und wein verkaufen könnten. das würde die gewinne in astronomische dimensionen katapultieren und -> geht's der wirtschaft gut, geht's uns allen gut!

Museen sind nicht nur bildungsfördernd, sondern auch eine tolles Mittel

zur Arbeitsplatzschaffung.

Ich weiß nicht, wie das hier gehandhabt wird, aber als Beispiel möchte ich auf das Linzer Stadtmuseum Genesis verweisen:

Da gibt es eine Dame, die sitzt dort den ganzen Tag am Eingang, wobei sich der Andrang meist in Grenzen hält. Aber selbst wenn Busladungen von Touristen das (übrigens recht sehenswerte) Museum stürmen sollten, beschränkt sich der Arbeitsaufwand auf eine herzliches "Grüß Gott", weil der Eintritt nämlich frei ist.

Ich denke, daß die Dame wohl die Aufgabe hat, zu überwachen, daß niemand Exponate mitnimmt. Wäre das Museum ohne jedes Personal, wäre die Versuchung groß.

das ist die türdlsteherin (oder -sitzerin ;)

Trinkgeldverbot :D ... wohl eher Bestechungsverbot

anfütterungsverbot trifft es besser

nicht bei jedem trinkgeld erwartet man eine gegenleistung - aber es schafft eine grundlage auf der sich der beamte verpflichtet fühlt.

das schild sollte man im parlament aufhängen, ned im museum...

Bild 10

Zitat aus dem letzten Absatz: "... Nach dem Krieg blühte der Schwarzhandel. Das Marktamt beschlagnahmte bis 1948 rund 2000 Waggonladungen an Lebensmitteln, die in den regulären Verkauf bzw. in die Ausgabe gegen Lebensmittelmarken gelangt waren..."

Vor wem haben sie die Lebensmittel gerettet? Vor den Käufern und Lebensmittelmarkenbesitzern?

fleischbeschau?

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