Forscher: Die Welt braucht einen Supercomputer am Mond

4. Oktober 2012, 15:29
  • Ein Supercomputer auf der Rückseite des Mondes könnte nach Vorstellung von US-Forschern wie der Monolith aus "2001: A Space Odyssey" aussehen.
    foto: archiv

    Ein Supercomputer auf der Rückseite des Mondes könnte nach Vorstellung von US-Forschern wie der Monolith aus "2001: A Space Odyssey" aussehen.

Ein Atom-betriebener Supercomputer könnte Daten für Space-Missionen berechnen

Ein Supercomputer auf der "dunklen Seite" des Mondes - aus dem Stoff sind Science-Fiction-Storys gesponnen. Aber nicht, wenn es nach Wissenschaftlern der University of Southern California geht. Dort ist man davon überzeugt, dass ein Superrechner am Mond wichtig für die Datenkommunikation zukünftiger Space-Missionen ist. Die Idee wurde vor kurzem auf der Weltraumkonferenz der AIAA präsentiert, berichtet Wired.

Abgeschirmt von der Erde

Der Computer soll in einem tiefen Krater auf der "Rückseite" des Mondes errichtet werden, um nicht von elektromagnetischen Wellen von der Erde gestört zu werden. Nach dem Konzept des Doktoranden Ouliang Chang soll der Rechner Atom-betrieben sein und Berechnungen für zukünftige Weltraummissionen anstellen. Madhu Thangavelu, Studienleiter von Chang, geht davon aus, dass ein derartiger Computer optisch wie der Monolith aus Stanley Kubricks Film "2001: A Space Odyssey" aussehen könnte.

Netzwerk entlasten

Der Rechner würde mehr Ressourcen für das Deep Space Network der NASA zur Verfügung stellen. Das Netzwerk dient zur Datenübertragung zwischen Bodenstationen und Raummissionen und besteht aus 13 Antennen in den USA, Australien und Spanien. Anstatt die Daten zur Auswertung erst zur Erde übertragen zu müssen, könnten sie vom Mond-Computer berechnet werden und so das Netzwerk entlasten.

20 Milliarden Dollar

Durch die tiefen Temperaturen in der Nähe einer der Mondpole würde die Kühlung des Rechners einfacher werden. Für die Kommunikation mit der Erde, Space Shuttles oder Sonden sollen mehrere Antennen am Mond errichtet werden. Thangavelu und Chang gehen davon aus, dass das gesamte Projekt etwa 10 bis 20 Milliarden US-Dollar kosten würde. Die Kosten für eine Mondbasis, die dann ebenfalls erforderlich wäre, sind da allerdings noch nicht inkludiert.

622 Mbit/s 

Bei der NASA sieht man ebenfalls Bandbreitenprobleme für zukünftige Missionen auf das Deep Space Network zukommen. Kul Bhasin vom NASA Glenn Research Center findet den Ansatz von Chang zwar interessant, aber es gebe mehrere vielversprechende Alternativen zur Datenübertragung. 2013 wollen Forscher des Lincoln Laboratory am MIT beispielsweise die Datenübertragung zum Mond per Laser testen. Damit sollen 622 Mbit/s übertragen werden. Welches Konzept tatsächlich umgesetzt werden wird, kann Bhasin aktuell noch nicht sagen. (red, derStandard.at, 2.10.2012)

Links

Wired

AIAA

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Sowas nennt man Grundlagenforschung. Das brauchen wir, um den Welthunger zu bekämpfen. Bitte noch mehr Geld für die Weltraumforschung!

Für die Bekämpfung des Welthungers braucht es keine neue Forschung sondern nur den Willen. Beinahe jede Studie der letzten 20 Jahre hat gezeigt, dass schon Jahren weltweit genug Nahrung produziert wird damit NIEMAND hungern muss, das ist ein reines Verteilungsproblem und kein wissenschaftliches Problem.

Das sie den Welthunger bekämpfen wollen ist ja an sich sehr nobel aber dann machen sies bitte richtig.

http://www.idealisten.net/beitrag/a... issen.html
http://www.businessportal24.com/de/studie... muell.html
Irgendwo hab ich auch gelesen das zb. Wien täglich so viel Brot wegschmeisst wie Graz verbraucht.
Oder das EU Fischereiflotten anderne Ländern die Fische wegfischen, oder das AT und DE Geflügelfirmen mit ihren (Abfall) Produkten den lokalen Markt in Teilen von Afrika ruiniert haben,...

Also nehmens ned den einzigen die noch positive Nachrichten zu vermelden haben das Geld weg.

Wir haben gottlob genug Menschen, sodass sich jeder aussuchen kann in welche Richtung er gerne forschen würde.

Aber stimmt, wäre sicher zielführend wenn nun jeder seine Arbeit niederlegt um den Welthunger zu bekämpfen!

Wer soll denn dort obenmden Reset Knopf drücken, wenns mal wieder notwendig ist ?

Ich glaub ich mach gleich mal den Weltraumadministrator bei Humboldt

Da kann man sicher Strg+Alt+Entf über SSH schicken ;)

Frage mich eher wer den Turbo-Knopf betätigt!

Der Computer soll in einem tiefen Krater auf der "Rückseite" des Mondes errichtet werden, um nicht von elektromagnetischen Wellen von der Erde gestört zu werden.

Wenn das mal gut geht ... dort sitzen doch schon ein Paar, die ihr Helium-3 nicht gern teilen wollen ;-)

Kommentar der "Ureinwohner" zum Monolithen-Supercomputer:

This is not a computer - this is a computer!

die überlegung

ist eher die, dass die anlage auf der abgewandten seite militärisch viel weniger angreifbar ist, solang der feind nicht so weit ist, nach belieben um den mond herumzufliegen und noch bomben mitzunehmen.
ausserdem wird es von einem EMP nicht getroffen, was wohl die elektromagnetische störstrahlung schlechthin darstellt.

insofern - kalter schauder...

ICBMs sind jetzt wirklich nichts neues - bevor man auf dem Mond gelandet ist hätte man diesen schon "atomisieren" können.

ihre bedenken sind unbegründet...

was von einem EMP angriff nicht betroffen ist kann auch sichts senden oder empfangen... somit benötigt man sateliten die mit diesem supercumputer verbunden sind und diese fegt man mit EMP von der bildfläche oder stellt sie lahm.. ihren kalten schauder könnte eine warme dusche zuhause abhilfe schafen ;-)

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wir haben doch schon einen supercomputer: die erde

wenn wir die Hyperraumumgehungsstraße der vogonen verhindern braucht es keinen hinter dem mond ;-)

wir sollten nicht darauf vergessen mal nachzusehen

ob nicht schon ein Abrissbescheid vorliegt

und nicht zu vergessen

auf dem Mond wäre es auch für die Mäuse zu unwirtlich und kaaaalt :)

Ich versteh' den Sinn nicht ganz - die "dunkle Seite" ist nur Erdabgewandt - sie ist weder immer dunkel noch vor elektromagnetischen Wellen geschützt. Ich bin mir sicher, dass die Abschirmung gegen die Sonne wesentlich komplizierter ist als die Abschirmung gegen den Funkverkehr von der Erde.

Kann mich mal jemand aufklären?

Ja sicher damit der Mann im Mond auch mal C&C zocken kann

Wer ist Forscher?
Ist die Oberfläche des Mondes besser untersucht als der Meeresboden?
Sterben noch immer Menschen an Hunger?

Neue Idee ???????????????????

Davon habe ich Ende der 60-iger Jahre bereits in den perry RhodanHefterln gelesen, wo bereits die obige Technik(Kühlung, Speicherung usw. ) als Sciene fiction Geschichte in Handlungen eingebunden war.
Naja, wenn eine Idee über 45 Jahre ist, dann ist sie "NEU"!
(was aber nicht gegen die Möglichkeit spricht, dies endlich zu verwirklichen...)
Wünsche den NASA-Leuten mehr Perry Rhodan Lektüre, besonders die Hefte unter Nr.1000 :)

Wenn ich mich recht erinnere, war der aber auf der Venus ;)

Ich glaub da gabs zwei: einen auf der Venus und nacher NATHAN aufm Mond, der war aber etwas später.

Leider ist die Perrypedia nicht erreichbar um das zu klären.

SysAdmin gesucht?

Kann ich unseren SysAdmin für den Job anmelden? Er ist zuverlässig, nett und hilfsbereit (echt - ehrlich - ich lüg nicht)

Ich würde ihn auch selbst auf den Mond schießen ....

Irgenwie bricht da meine humanistische Bildung durch beim ersten Post *fg

"Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"

bei dieser Gelegenheit könnte man ja gleich alle neuen Atomkraftwerke auf dem Mond bauen, und die Energie dann per Mikrowelle auf die Erdstationsverteiler strahlen lassen :-)

Man bräuchte halt nur grosse Raumtransporter :-(

Solarkraftwerke würden im All auch rund um die Uhr funktionieren.

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