Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Das neue "Pro-Ethik-Siegel" des Werberats.
"Je fortschrittlicher das gesetzliche Regelungssystem betreffend Werbung und Verbraucherschutz in einem Lande ist, a.) desto stärker verlagert sich die Aufgabe der Werbeselbstbeschränkung auf jene Gebiete der Ethik und Moral oder b.) desto weniger muss die Werbeselbstbeschränkung auf dem Gebiet der Ethik und Moral beachtet werden": Das ist eine der Multiple-Choice-Fragen, die Interessierte beantworten müssen, um das Pro-Ethik-Siegel des Österreichischen Werberats zu bekommen.
Dieses neue Siegel soll eine Auszeichnung für werbetreibende Unternehmen, Agenturen und Medien sein, die in ihren Werbemaßnahmen "die ethischen und moralischen Grundsätze des Ethik-Kodex der Österreichischen Werbewirtschaft unterstützen, den gemeinschaftlichen, sozial-ethischen Gedanken der Kommunikationsbranche tragen und und für Werbefreiheit und gegen Werbeverbote eintreten".
Das Siegel wird für zwei Jahre vergeben und wird ungültig, wenn der Werberat Beschwerden über Werbemaßnahme des Unternehmens erhält und dafür ein Stopp ausspricht. Sollten Beschwerden eingehen, die zu einer Sensibilisierungs-Entscheidung führen, werden die Unternehmen verwarnt. Nach drei Verwarnungen wird das Pro-Ethik-Siegel ebenfalls entzogen.
Was haben Unternehmen vom Pro-Ethik-Siegel? Das Siegel stärke das Vertrauen für Unternehmen, biete Orientierungshilfe für Kunden und schaffe damit einen Wettbewerbsvorteil, sagt Werberats-Präsident Michael Straberger. Unternehmen, die sich für das Siegel interessieren, müssen nach der Registrierung auf werberat.at einen kurzen Onlinetest durchführen, hier werden Grundkenntnisse des Ethik-Kodex abgefragt.
Nach Prüfung durch den Werberat - auch darüber, ob der Werberat innerhalb der vergangenen zwei Jahre eine Stopp-Entscheidung über Maßnahmen des Antragstellers verhängt hat - erfolgt die Online-Bezahlung. Die Kosten liegen je nach Unternehmensgröße zwischen 79 und 680 Euro für zwei Jahre. Mit "200 bis 300 Teilnehmern" rechnet Straberger innerhalb eines Jahres.
Apropos Kodex: Der derzeit gültige Selbstbeschränkungskodex der Werbewirtschaft wird ab Dezember "Ethik-Kodex" der Werbewirtschaft heißen. Neu formuliert und präzisiert wurden auch die Punkte "Ethik & Moral" sowie "Kinder" und "Gewalt". Hier wurden etwa Jugendliche (12. bis vollendetes 18. Lebensjahr) in den Kodexpunkt einbezogen und festgelegt, dass sich Werbung für Produkte wie Tabak, Alkohol, Waffen, Nahrungsergänzungsmittel und Schlankheitspräparate nicht an Jugendliche wenden darf.
Bis Mitte September sind dieses Jahr 275 Beschwerden beim Werberat eingegangen, ähnlich viele wie im Vorjahr. Für zehn Kampagnen wurden dieses Jahr ein Stopp ausgesprochen, 14 gerügt. Im Wahljahr 2013 erwartet Werberats-Präsident Straberger einen Anstieg der Beschwerden. 2010 war der Werberat etwa mit rund 570 Beschwerden konfrontiert.
Der Werberat ist nur für Wirtschaftswerbung und nicht für polititsche Werbung zuständig, will Beschwerden zu politischen Kampagnen aber zumindest "quantitativ" veröffentlichen. Die Idee, die Zuständigkeit des Werberats auf politische Werbung auszudehnen, dürfte vom Tisch sein. "Politische Einflussnahmen" und eine "Instrumentalisierung" des Werberats sollen ausgeschlossen sein, so Straberger. (ae, derStandard.at, 2.10.2012)
Simon Schwaighofer warnt Kreative wie Marken beim Branchenkongress "Point of Marketing", sich zu billig zu verkaufen - Der Kreativchef der Red-Bull-Agentur erklärt, warum er das Werbefestival von Cannes und große Agenturen nicht ganz so toll findet
Biermarken auf der Gewinnerstraße - In Europa führt Vodafone vor SAP
Youmg & Rubicam hat den Pitch um den kabelplus-Etat für sich entschieden, die erste Kampagne ist ab sofort on air
Auszeichnungen für D,M&B, DDB Tribal, Halle 34 und Bernhard Gigler und Matthias Piskernik
Neuer Spot von Ogilvy gemeinsam mit der Sabotage Filmproduktion
Erfolgreich war Demner, Merlicek und Bergmann - Finalist Awards für Havas, Lowe GGK, PKP BBDO und TBWA
"Ein Kinderlachen kann man nicht ernst genug nehmen": Neue Kampagen für die Rote Nasen Clowns
Auswirkungen der europäischen Wirtschaftspolitik spürbar - Unsicherheiten im Osten Österreichs stärker ausgeprägt
Neuer TV-Spot von Lowe GGK für die günstigen Kredite der ING-DiBa
Auf City Lights, Rollingboards, Online-Anzeigen und Freecards zeigen "dreckige" und "saubere" Hände, wer die richtige Energie hat
Klassische Pressearbeit, Positionierung sowie Imageaufbau- und verstärkung
Voting und Online-Live-Übertragung einer Seminar-Session an allen Festivaltagen
Die Multisujet-Kampagne kommt von Jung von Matt/Donau und holt ORF-Mitarbeiter und ORF-Seher vor den Vorhang
Der neue "Ja! Natürlich"-TV-Spot von Demner, Merlicek und Bergmann
Gulet Touristik will Lust auf Sommerurlaube machen - Spot kommt von Publix
Kooperation mit der deutschen Ridotto Group
brainworker inszeniert Produktwerbung für die türkische und ex-jugoslawische Community in Österreich
Neue Position als "Quality and Value Consultant"
Linsenraster ermöglicht ein Bild mit "zwei Gesichtern": Warnung an Erwachsene und Hilfe für Kinder
Betreuung zweier Projekte bereits fixiert
Prognose: Deutschlands Online-Werbemarkt bleibt konstant auf 11,2 Prozent Wachstum
Kampagne zum Tag der Pressefreiheit sorgt weiter für Spott - Verwendung der Symbole ist urheberrechtlich ein Grenzfall
Die Werbeleute wird man in einer besseren Zukunft einmal als die größten Verbrecher ansehen. Sie haben mit ihrem "Marketing" die Hirne von Groß und Klein gnadenlos zuasphaltiert.
Hier von Ethik zu reden, ist eigentlich ein Hohn.
Wann immer mein kleiner Sohn Werbung im Fernsehen sieht (was selten der Fall ist), erkläre ich ihm "Werbung ist Lüge."
Jetzt ist er 5 und wenn er mal wieder irgendeinen hirnlosen Werbespot sieht und mich verwundert anschaut, reicht die Erklärung "Das ist nur Werbung" um die richtige Zuordnung in seinem kleinen Kopf zu bewirken.
Wär doch gelacht, wenn es uns nicht gelingt, die kleinen Volksschulgschrappen, die ohne Atempause mit unserem Bullshit eingedeckt werden, zu konsumgeilen, instinktgesteuerten Tschapperln zu erziehen.
"Werbung der Salzburg AG (...) ist böse und dämonisch."
http://www.werberat.at/beschwerd... px?id=3416
"Respektloser Umgang mit Lebensmittel"
http://www.werberat.at/beschwerd... px?id=3459
"Defekter Akku von Bohrmaschine"
http://www.werberat.at/beschwerd... px?id=3455
"Erbärmlicher deutscher Text"
http://www.werberat.at/beschwerd... px?id=3269
"Fällt eigentlich niemand beim ORF-WERBERAT (!) auf, dass die Werbung immer blöder wird ..."
http://www.werberat.at/beschwerd... px?id=3201
und zwar solche und solche, tut sie das bereits. Die ethische Frage ist, welche Werte transportiert werden sollten? Die momentanen erscheinen da recht fragwürdig und insofern wäre Werbung die eine (andere) Moral lehrt, durchaus interessant..
http://www.werberat.at/beschwerd... liste.aspx
Also mit welchen Beschwerden sich der Werberat rumplagen muss..
Wenn man sich die Reaktionen auf Beschwerden beim Werberat anschaut, dann kommt man zum Schluss, dass die Werbeargenturen und auftraggebenden Firmen ohnehin Narrenfreiheit haben. Es muss schon einen extrem krassen Fall geben, dass einmal eine Kampagne gestoppt wird.
und keinerlei Einschränkung bzgl. Werbung für Tabak, Alkohol, Glücksspiel usw.
Geht's noch?
Einerseits werden wir über viel zu viele Kanäle zugemüllt und andererseits soll durch möglichst nichts sicher gestellt werden dass die schwächeren und manipulierbareren Teile unserer Gesellschaft in für sie selbst gefährliche Richtungen gedrängt/ verführt werden?
Kann der Medien/ Werbungs Lobbyist der das fordert in der NAcht noch gut schlafen?
Leider kann er seine Wünsche gegenüber der Politik dank der stark konzentrierten Medienlandschaft in Österreich gut durchsetzen - hat er ja ihre Wiederwahl quasi in der Hand.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.