Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Bilbao - Am Montag wurde im weltbekannten Guggenheim-Museum in Bilbao zum ersten Mal eine große Egon Schiele (1890-1918) Ausstellung eröffnet. "Egon Schiele ist einer der populärsten Künstler der Moderne und sein Werk ist unverzichtbar, um die Kunst des 20. Jahrhunderts überhaupt verstehen zu können", erklärte Juan Ignacio Vidarte, Direktor des Guggenheim-Museums gegenüber der APA die besondere Bedeutung, eine Schiele-Ausstellung ins Jubiläumsprogramm des Museums aufzunehmen, das in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen feiert.
Die insgesamt 99 Werke des berühmten österreichischen Expressionisten stammen aus der Sammlung der Wiener Albertina, welche mit 180 Zeichnungen und 35 Skizzenzeichnungen die weltweit größte Sammlung von Schieles Werken auf Papier besitzt. Obwohl Egon Schiele schon seit fast hundert Jahren tot ist, seien die Ästhetik und der Inhalt seiner Werke zeitgenössischer denn je, rechtfertigte Vidarte die Ausstellung in seinem Museum, das weltweit als eines der modernsten Museen überhaupt gilt.
Auch Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder zeigte sich am Montag in Bilbao begeistert von der Möglichkeit, die Zeichnungen und Aquarelle Schieles im Guggenheim-Museum zeigen zu können. "Es ist etwas ganz Besonderes, Egon Schiele in einem solchen Museum für zeitgenössische Kunst zu zeigen, weil er damit auf einmal eine Brücke zur Gegenwart bekommt, die er in einem Altmeistermuseum auf diese Weise nicht hat. Schiele ist in der performativen Kunst auf einmal aktuell geworden und das spürt man hier", erklärte Schröder, der auch die Ausstellung kuratiert, gegenüber der APA. In den drei großen, grauen Räumen des futuristischen Museumsgebäudes könnten die feinen Zeichnungen Schieles "regelrecht atmen", meinte Schröder.
"Es ist die Monumentalität des Raumes, die sich mit der inneren Monumentalität der Blätter Schieles hier vereinen kann und seinen Zeichnungen eine ganz neue Dimension gibt", so Schröder weiter. Die großen Räume des 24.000 Quadratmeter großen und verwinkelten Museums von Architekt Frank Gehry spiegeln tatsächlich auf räumlicher Ebene wider, was Egon Schiele mit seinen Werken vermitteln wollte - die Verunsicherung des Menschen im Raum, den Verlust der Umgebung und des eigenen Ichs. Schiele versuchte stets, das Verlorengehen und die Zerrissenheit des Menschen in der Welt und der Gesellschaft auszudrücken. Das mache Egon Schiele besonders heute in Zeit der Finanzkrise und der gesellschaftlichen Spannungen zeitgenössischer denn je, so Schröder.
Der Albertina-Direktor erklärte, dass neben dem Guggenheim-Museum zwanzig andere Museen von internationaler Bedeutung angefragt hätten, Schieles Zeichnungen zeigen zu können. Die delikaten Aquarelle und Papierarbeiten können aber nur zwei bis drei Mal in fünf Jahren verliehen werden und er entschied sich für das Guggenheim, das für ihn "eines der großartigsten Bauwerke der Geschichte ist und eines der modernsten und zeitgenössischsten Museen überhaupt".
Schröder legte die Ausstellung im Guggenheim-Museum chronologisch an. Sie widmet sich allen zentralen Themen Schieles wie der Auseinandersetzung mit der symbolischen Totenstadt Krumau, mit dem Kind und der kindlichen Sexualität, dem tabuisierten Sexualakt und der Triebhaftigkeit des Menschen sowie vor allem dem in seinem Werk vorherrschenden Selbstbildnis. Bewusst konzentrierte Schröder die Ausstellung zudem auf Schieles provokative Aktdarstellungen und pathologisch wirkenden Selbststilisierungen auf Papier, da seine schweren und dunklen Gemälde nicht in die Moderne des Museums gepasst hätten.
Die Egon Schiele Ausstellung ist ab Dienstag auch für Publikum geöffnet und noch bis 6. Jänner 2013 im nordspanischen Bilbao zu sehen. Im Jubiläumsprogramm des bedeutenden Guggenheim-Museums, das im vergangenen Jahr rund eine Million Besucher zählte, wird ab dem 30. Oktober und bis zum 17. Februar 2013 auch Claes Oldenburg zu sehen sein. (APA, 2.10.2012)
Alltäglichen Heimwerkerbedarf arrangiert der schwedische Künstler Jacob Dahlgren zu einer spielerisch-geometrischen Installation: "Work as Method" in der Arbeiterkammer Wien - Illusion inklusive
Fotografin wird in der Sparte Kommunikation und Humanwissenschaften geehrt
Mit der Ausstellung "Closed Cities" stellt die Galerie im Taxispalais in Innsbruck das Projekt zum gleichnamigen Fotobuch von Gregor Sailer vor
Orangerie nennt sich die jüngste Sparte bei Villa Grisebach (Berlin), in der Experte Stefan Körner das Beste vom Besten züchtet. Manches davon fand sich in Wien
Gottfried Helnwein stellt in der Albertina seine Vielseitigkeit unter Beweis - Der Meister des Hyperrealismus über Kunst und amerikanische Politik
Stipendien an Sylvia Caba und Stefan Kreiger
Die Galerie im Taxispalais zeigt Arbeiten einer der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen Indiens. Shilpa Guptas Arbeiten thematisieren den von Ohnmacht, Angst und Überwachung geprägten Alltag
Der Zuschlag wurde erteilt, die Planungen für die Kunstbiennale starten Anfang Juli
Londoner Museum erwarb "Salisbury Cathedral from the Meadows" um über 23 Millionen Pfund
Karlsruhe: Juristisches "Neuland" zu Urheberrecht bei Fotos
"Das Ich und das Es" im Sinne Freuds ist oft Thema in Sevda Chkoutovas auch technisch überzeugendem zeichnerischem Werk: In der Schau "Paradiesvögel" verlässt eine Frau den Garten Eden
Eine Ausstellung im Palazzo Strozzi beschäftigt sich umfassend mit dem Ursprung der Renaissance. "Die Ausbreitung der Schönheit" lässt sich dort konzentrierter und ruhiger nachvollziehen als im umgebenden Florenz
"Paradoxe Transformationen": Die Galerie Huber zeigt neue Arbeiten von Rudolf Polanszky
Die Berliner Künstler Janina Janke und Maurice de Martin beforschten die UN-Sitze in Wien, Nairobi und New York City als "unbekannte Räume"
Mit falschen Erwartungen und einem zu wenig akzentuierten Programm kämpft "What Would Thomas Bernhard Do"
René Block tauchte ab in die Tiefen des Depots von Sammler-Ehepaar Agnes und Karlheinz Essl und fühlte eine Ohnmacht. Aus etwas ihm vertraut Unvertrautem - der österreichischen Avantgarde der 1960er-Jahre - wurde die Schau "Eine kleine Machtmusik"
Arbeiten des deutschen Fotografen sind in der Wiener Galerie Lumina zu sehen
Studienjahr 2013/2014: Internationale Jury kürte je vier Projekte aus den Bereichen Architektur und bildende Kunst sowie jeweils zwei Ersatzprojekte
Delogierung mal anders: Architekt Édouard François stapelte für den Bauträger Paris Habitat verschiedene Wohnhäuser zu einer urbanen Collage
Kreditvergaben an Kunststiftung zu gering besichert: Anklage gegen acht Personen
Helmut Draxler beschäftigte sich am Beispiel der Generali Foundation mit dem Prinzip Sammeln
Große Bandbreite, Vielschichtigkeit und Komplexität der bildhauerischen und fotografischen Arbeit des Künstlers wird gewürdigt
Ars-Electronica-Jury hatte aus über 4.000 Einreichungen zu wählen - Preisverleihung am 6. September
Aufnahme in Liste der "World's 50 Greatest Galleries"
Ernst Logar hinterfragt in Graz "Orte der Unruhe", wo NS-Opfern gedacht wird
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.