Die fünf größten Schönheitsfehler der Klimt-Villa in Wien

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foto: michael hierner / www.hierner.info

Schönheitsfehler 1: Dieses Haus war zu Klimts Zeit jedoch keine kitschige Villa im Rosenkavalier-Stil, sondern ein kleines Atelier-Häuschen. Klimt hat die Villa in dieser Form nie zu Gesicht bekommen. Die Bezeichnung Klimt-Villa ist somit eigentlich irreführend, denn sie erzeugt ein Bild, als hätte Klimt in einer luxuriösen Villa gelebt.

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sehr anschauliche Bilder

ab vor allem die Begründung warum die Restaurierung des röm Bad abgelehnt wurde - als Gegenüberstellung zu diesem Projekt .... die Verantwortlichen sollten gefeuert werden.

Sechster und größter Schönheitsfehler: Das Haus ist nicht meins!

Der größte Fehler ist dass sie nicht mir gehört !

richtig ist "Villa Werner" und nicht "Klimt Villa"

Hier wurde die 1923 erbaute Villa der Kauffrau Ernestine Werner renoviert.
Als "Villa Werner" wird die Villa auch in allen seriösen Druckschriften bisher benannt. Diese Villa, die Klimt nie gesehen hat, als "Klimt Villa" absichtlich falsch zu bezeichnen, ist ein Etikettenschwindel und wird noch viel Verwirrung stiften.

Absolute zustimmung.

ein ober-super-totalverhau!

respekt.

danke, liebes bundesdenkmalamt, für zweifelhafte rekonstruktionen gibts kohle, hunderte originale denkmale in österreich vergammeln, gratulation

Ja ja

Wie sich der kleine Magister Juris das Künstlerleben so vorstellt. Eine entfremdete "Elite" haben wir in diesem Land.

a unechte "klimt" villa und ein echtes römerbad

als erstes was mir dazu einfällt, ist, daß das bundesdenkmalamt restauriert und deren leiter friedrich dahm entfernt gehört. etwas, das nie gewesen, als original auszugeben, ist gemeine irreführung und pervers. das zu 80% erhaltene römerbad jedoch keiner restaurierung zuführen zu wollen, ein eindeutiger skandal. währed das eine original nicht mehr vorhanden war und wiederhergestellt wurde, wird das andere, welches große teile der wiener bevölkerung wirklich erfreuen würde, von diesem obscurem denkamlwächter ignoriert. allein aus diesem umstand geht hervor, daß jener herr von seiner sche ka ahung hat un d doch liueber an würschtlstand am pratereingang leiten sollt, als das denkmalamt.

So lange der ORF ...

... oder andere TV-Sender keine Show daraus machen. Die 5 größten Fehler beim Einsteigen in eine Straßenbahn. Pfff ...

Ein bunt wuchernder Garten, soso

als ich vor etwa 2 Monaten in der Feldmühlgasse spazieren ging (dort ist auch ein sehr guter Zahnarzt) habe ich dort wo die Klimtvilla steht einen verfallenen ungepflegten mit Unkraut und Gestrüpp übersähten Garten gesehen, und mich gefragt "wurde die Villa nicht erst vor kurzem teuer renoviert?"

Das ist interessant. Der garten WAR also verwildert???

Ganz so wie

es sich der Herr Konstantinus/Lauritz vorstellt, oder?

die "models" von gustav klimt?

in einer model hat man damals ziegel oder butter geformt, aber nicht seinen talentierten pinsel geparkt...

stimmt. der garten ist so bieder, dass kein künstler dort wohnen würde. da schwebt echt kein geist mehr von ihm herum.

erinnert frappant an das House for an Art Lover

... wo ein Haus heute so schön wie damals gebaut wurde:
http://www.houseforanartlover.co.uk/step_inside
bloss dass es damals nie in der heutigen form existierte.

Ein bisschen unfair...

finde ich es, dass die eigentliche Schauseite der so genannten Klimtvilla mit ihrer stattlichen Freitreppe im Fotoessay nicht vorkommt.
Die Erhaltung dieses späthistoristischen Baus der 1920er Jahre ist umso erfreulicher, als Schloss Pötzleinsdorf, ein vergleichbares Zeugnis dieses "Rosenkavalier-Stils", von Roland Rainer um 1950 seiner Treppe beraubt und im Stil einer Gauschule "abgeräumt" wurde. Die VIlla ist auch ein Zeugnis jenes kulturbewussten Wiener Bürgertums, das 1938 vertrieben wurde und das Klimts wichtigste Auftraggeber stellte. Die wuchernde Schönheit des Kliimtschen Gartens wieder herzustellen, wäre sehr wünschenswert, ein "Herauspräparieren" des eigentlichen Ateliers wäre aber ein sinnloser Akt der Zerstörung gewesen.

kitschtreppe ....

mit verlaub gesagt, die freitreppe ist das kitschigste an dem ganzen haus. viel zu groß, unfunktional (wer braucht in dem kleinen abstand ZWEI treppenläufe?) und historisch extrem verspätette (20er!!!).

wahrlich kein beispiel für gute architektur oder den geschmack der bauherren. da ist jede historistische villa ehrlicher!!!

mir ist die sympathie dafür nicht klar.

Was heißt "verspätet"?

Historistische Architektur gibt es bis heute (New Urbanism, Bofill, Hallstattkopie in China etc). Zu unterstellen, es gäbe zum jeweiligen Zeitpunkt nur eine "zeitgemäße" und damit "erlaubte" Architektur, ist eine verengte Sicht. Mit dem Terminus "ehrlich" ist auch wenig anzufangen. Sind curtain walls ehrlich? Sind es Gehrys Bauten mit ihrer Diskrepanz von außen und innen?
Der "Rosenkavalier-Stil" repräsentiert eben die bürgerliche k.u.k.- Nostalgie der 1920er Jahre (so auch das Theater in der Josefstadt).
Für das "Herauspräparieren" des Ateliers hätte es übrigens an Planunterlagen gefehlt.
Und weil ich hier als Autor der "Stadtbildverluste" genannt wurde - ich bin nur Co-Autor, die anderen Co-Autoren sind Dieter Klein und Martin Kupf.

"verspätet" heißt, dass der bau einer freitreppe im BAROCKEN stil (oder von mir aus im rokoko) im jahr 1923 ganz einfach EXTREM merkwürdig ist, weil es gab dazwischen auch sehr gelungene klassizistische, historistische und jugendstil-freitreppen gab. also warum bitte???

abgesehen davon sind die beiden konkreten treppen viel zu groß für die villa und von daher eigentlich um nichts weniger kitschig und misslungen als diverse kleinschlösschen aus den fertighauskatalogen.

Was Sie hier bescheiben, sind die Charakteristika des sog. "Rosenkavalier-Stils". Der ist halt so, so what? Was glauben Sie, wie EXTREM verspät der Klassizismus des 18. Jahrhunderts war.

"ehrlich"

Das ist ja überhaupt der größte Holler der Architekturkritik. Moralbesessene Architekten sind zu einer echten Landplage geworden. Da wird verdeckt, rekonstruiert gar? Lüge! ich würde gerne wissen, was die sich im Theater denken. Alles erstunken und erlogen - eine frei erfundene Handlung, frei erfundene Charaktere, und sebst wenn´s die Personen einmal gab, sie haben sicher nicht einen dieser Sätze gesprochen. Und erst die Bekleidungsmode! Lüge wohin man blickt - es soll ja noch immer Hosen ohne transparente Geschlechtspartie geben. Unglaublich. Skandal! Verlogenes Pack, diese Designer!!

das "herauspräparierte" häusl wär aber ehrlich gewesen, wenn man den ort als klimt-gedenkstätte vermarktet. klimt sah ja diese villa nie.

Zugegeben, die sogenannte "Klimt-Villa" ist ein Sonderfall. Aber "Herauspräparieren" ist halt auch nicht eben der übliche Umgang. Die diversen Beethoven- und Mozarthäuser in Wien haben die Komponisten in dieser Form auch nicht gesehen - selbst beim "Figarohaus" in der Domgasse ist nicht einmal die Raumaufteilung gesichert (geschweige denn das Mobiliar, da hat man authentisch aussehende Epochenmöbel hineingestellt). Das Atelier ist offenbar zumindet als originaler Raum mit dokumentierter Nutzung erlebbar, das ist schon was. Nur wenige Gedenkstätten sind so weitgehend unverändert erhalten wie das Weimarer Goethehaus. Wenn das man mit entsprechenden Tafeln dokumentiert, ist das schon in Ordnung. Danke übrigens für die tollen Fotos!

die freitreppen sind doch auf seite 2 zu sehen, zusammen mit den schönen details der treppe im inneren.

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