Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend fester

2. Oktober 2012, 12:05
posten

Wien - Überraschend starke US-Konjunkturdaten und Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke haben die Leitbörsen in Fernost am Dienstag überwiegend fester schließen lassen. Verluste gab es lediglich an der Tokioter Börse, wo der Nikkei-225 Index 10,46 Zähler oder 0,12 Prozent auf 8.786,05 Punkte einbüßte. Zulegen konnten hingegen die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.079,14 Zählern und einem Plus von 21,28 Punkten oder 0,70 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 43,6 Zähler oder 0,99 Prozent auf 4.451,90 Einheiten. In China und Hongkong blieben die Börsen wie schon am Vortag feiertagsbedingt geschlossen.

Dass der US-Einkaufsmanager-Index (ISM) für die Industrie im September wieder über die Expansionsschwelle stieg und auf eine spürbar aufgehellte Stimmung verwies, habe den asiatischen Börsen zu Gewinnen verholfen, sagten Börsianer. Unterstützt habe zudem, dass der Fed-Chef die expansive Geldpolitik der Notenbank als wesentlichen Schritt zur Ankurbelung der Konjunktur verteidigte.

Unterdessen begegnet die australische Notenbank der abschwächenden Weltkonjunktur mit einer Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent. Zuletzt hatte die Notenbank im Juni ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt und ihn dann drei Monate nicht verändert. Vor diesem Hintergrund schlossen alle Titel im ASX-20 in der Gewinnzone. Allen voran legten mit Santos (plus 2,39 Prozent), BHP Billiton (plus 1,16 Prozent) und Rio Tinto (plus 1,08 Prozent) die Rohstoffwerte zu.

In Tokio rutschten die Indizes erst kurz vor Handelsschluss ins Minus. Marktteilnehmer verwiesen auf die Sorgen der Anleger um eine Belastung einiger Unternehmensergebnisse infolge der globalen konjunkturellen Abkühlung, nachdem mehrere Firmen ihre Ergebnisprognosen nach unten korrigiert hatten. So schlossen etwa Alps Electric mit einem Minus von 12,44 Prozent am unteren Ende des Nikkei-225. Der Elektronikkonzern hatte zuvor seine Gewinnerwartungen gesenkt. Im Plus notierten hingegen Softbank. Die Aktien des Telekom- und Medienkonzerns gewannen 2,42 Prozent, nachdem das Unternehmen die Übernahme von eAccess ankündigt hatte. (APA, 2.10.2012)

Share if you care.