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Wissen, was kommt: Das Anschauungsmaterial für die Bestellung im Jolly Ox.
Jolly Ox
Josef-Gall-Gasse 5
1020 Wien
01 728 90 17
Zwei Maxi Size Steaks, Beef Tatare für zwei, Bier, Saft, Wasser, Kaffee, Schokomousse: 111,30 Euro

Hier geht es zur Sache mit den Rindern.

Beef Tatare für zwei, wesentliche Wegzehrung bis zum Steak.

Ribeye, Maxi Size. Macht Bruckenberger glücklich.

Sirloin Butt Steak. Macht Fidler sehr froh. Und satt. Schon das ist bemerkenswert.

So sah das Sirloin übrigens innen aus.

Und ein Mousse für Herrn Bruckenberger. Das Steak fand er besser. War trotzdem schnell geleert, das Glas.
Qualm sollte einen nicht stören, richtiger Qualm vom Fleischgrillcockpit des Herrn Ing. Wolfbeisser, der das unterirdische Reich des Fleisches befeuert. Rustikale Westernanklänge sollten einen nicht irritieren, wie insgesamt ein etwas angejahrtes Ambiente. Und Ruhe sollte man in sich tragen, viel Ruhe. Jedenfalls soviel Ruhe wie Herr Ing. Wolfbeisser, vor allem, wenn man ihn ersuchen lässt, doch wirklich ordentliche Stücke auf sein rauchendes Metall zu legen. Wir haben kurz vor 20 Uhr bestellt und bekamen gegen 22 Uhr unsere Steaks. Aber wir waren vielfach gewarnt. Und bauten vor.
Butt geht auch maxi
Ich gehe ohnehin ungern hungrig essen, zwei recht üppige vegetarische Hauptmahlzeiten zum Beispiel gehen sich untertags locker aus, auch bevor ich am Abend den Bruckenberger treffe. Und kein Blogeintrag etwa auf dem geschätzten speising.net kommt ohne Hinweis auf die meist beachtliche Gardauer aus.
Gut, wenn der Bruckenberger auch auf "Maxi Size" setzt, kann der Fidler nicht nachstehen. Dabei steht in der Karte das Sirloin Butt Steak, erwartungsgemäß von der Hüfte des Tieres, nur maximal in "Big Size". Kein Problem, erfährt der Fidler auf Anfrage: Auch der Butt geht auf Wunsch Maxi Size. Würdig und recht, befand ich, wenn mich schon der eine oder die andere ohnehin für einen Riesen-Arsch hält.
Weniger blutrünstig
Maxi Size, das sind immerhin laut Karte 450 Gramm Ausgangsmaterial, und das braucht eben Zeit. Zeit, um aus der jahrelangen Steakerfahrung des Herrn Wolfbeisser die richtige Durchgarungsstufe zu erreichen. Gefragt wurde ich nicht. Es war sehr, sehr gut, mir hätte mein Stück aber ruhig ein bisschen blutiger sein können. Bruckenberger, vom Naturell her weit weniger blutrünstig, war mit seinem Ribeye Maxi Size höchst zufrieden - und stellte es in der nach oben offenen Bruckenberger-Skala auf einen Rang mit dem hierorts schon hymnisierten Flank Steak im St. Ellas.
Ich würde die beiden ja nicht vergleichen wollen, war aber: Beileibe nicht die schlechteste Wahl in unserer kleinen Serie über Fleisches Lust, vom Frank's über St. Ellas und den Volksgarten Pavillon, Rocky Docky, Mare und nun in den Jolly Ox. Rinder pflastern ihren Weg. Eine Sonderform von Rinderwahn, womöglich.
Von wegen aggressiv
Zwei vegetarische Hauptspeisen halten naturgemäß nicht bis 22 Uhr an, schon gar nicht in Harald Fidler. Ein rasch serviertes, nicht in unserer Topliga spielendes, aber durchaus anständiges Beef Tatare, eine große Portion für zwei, überbrückt die Wartezeit am Grill ganz gut. Ich hätte ja noch eine zweite Vorspeise erwogen gegen 21 Uhr, aber Bruckenberger schwächelte ja schon beim Rohrind - oder ich wirkte so hungrig, dass er mir auch von seiner Flade noch ein Stück anbot.
Aber Bruckenberger ist ja in vielen Lebenslagen sowas von die Ruhe in Person. Da sage noch einer, Fleisch macht aggressiv.
Vegetarier aller Länder...
Diese kleine, so fleischliche Kolumne entstand übrigens gegen Ende des diesjährigen Weltvegetariertags. Den der im Gegensatz zu Bruckenberger stets attackenbereite Fidler gänzlich fleisch- und fischfrei beging wie so viele seiner Tage, naturgemäß ohne groß vom Welttag dieser Mitmenschen mitbekommen zu haben. (Harald Fidler, derStandard.at, 2.10.2012)
Schmeck's ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.
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wenn die Suderanten in diesem Forum zukünftig einen großen Bogen um das Jolly Ox machen, denn dann bekommt man eventuell auch kurzfristig einen Tisch um das beste Steak der Stadt zu genießen.
Interessant ist aber, dass offenbar die wenigsten
G´scheitwascheln hier schon mal das (übrigens geschabte und sehr gut gewürzte!) Tartare oder ein Steak im Jolly Ox gegessen haben. "Oh, wie qualifiziert!" kann ich da nur sagen. Wenn Ihr Euch die Zeit nicht nehmen wollt auf ein gutes Stück Fleisch zu warten (es sind halt auch noch andere Leute im Lokal, die vielleicht vor Euch bestellt haben?!?), dann wartet doch bis es Steaks im Fastfood Restaurant Eures Vertrauens gibt! Das gibt´s dann flott, aber ohne Herz. Wem´s gefällt...
wartezeiten sind indiskutabel;
das erhabene benehmen der inhaber nervt (offensichtliches motto:"mir san a wirtshaus und kein gasthaus");
steaks sind in wien anderswo nicht schlechter, wie mehrere poster bereits bemerkt haben;
fazit: ich gehe lieber in andere steaklokale
sind sie nicht auch über das beef tartare etwas verwundert? da gehört noch senf, kapern, (tomatenmark), eidotter, knoblauchöl, scharfer/süsser paprika, (chili), worcestersauce, und ein schöner toast dazu. und irgendwas hab ich noch vergessen.
stattdessen wird der gast hier mit butter verwöhnt? bitte um erklärung.
...bin ich über jedes negative Posting hier froh.
Denn dann werden hoffentlich wieder weniger der zuletzt dort schon stärker vertretenen Lifestyle-Fraktion hingehen und diejenigen die die Küche schätzen, müssen nicht mehr so lange auf eine Reservierung warten...
Beef Tatare ohne Eidotter geht überhaupt nicht, das auf den Bildern gezeigte war aber auch maximal ein faschiertes Rindfleisch.
Der Garzustand des von innen gezeigten Sirloin ist extrem ungleichmäßig, oben mehr als ein cm komplett durch und dann bis ganz unten verlaufend von medium well über medium rare wieder zu medium.
Das geht deutlich besser...
ich glaube, dass diese zwei stunden wartezeit einfach konzept sind. wir braten daheim köstliche steaks verschiedenster art und noch für keins haben wir jemals 2 stunden zur zubereitung gebraucht. wahrscheinlich wollen sie damit einen ähnlichen effekt erzielen wie die tante jolesch mit den krautfleckerln, der mythos der unglaublich guten steaks aus dem jolly ox. nach zwei stunden hab ich bereits die vorspeise(n) so verdaut und überhaupt keinen hunger mehr und lust auf essen auch nicht mehr.
Ist schon aufgefallen dass das Lokal meistens voll ist, alle ziemlich zur gleichen Zeit bestellen und ein Tisch nach dem anderen beliefert wird? Glaubt hier denn jeder nach dem Motto "Hoppla-jetzt komm´ ich" wird er/sie als allerallerallererste/r drankommen? Und ein wirklich gut (mit Niedrigtemperatur) gegartes Steak braucht Zuhause auch schnell eine Stunde. Krautflecker. Tsss!
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