Ein schönes Sittenbild aus Österreich

1. Oktober 2012, 18:32
  • Herausgeber Fellner mit Kanzler Faymann, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin 
Rudas: Laut Protokoll buhlte "Österreich" um Asfinag.
    foto: cremer

    Herausgeber Fellner mit Kanzler Faymann, SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas: Laut Protokoll buhlte "Österreich" um Asfinag.

Nach der "Krone" ist jetzt "Österreich" dran: Laut Peter Pilz hielt Faymann noch mehr staatsnahe Betriebe zum Inserieren an

Im Gegensatz zur Krone stellt sich bei Österreich die Frage, ob ein Überleben ohne Regierungsinserate überhaupt möglich wäre": Seit der Grüne Peter Pilz den Zeitungsherausgeber Wolfgang Fellner vor den U-Ausschuss zitieren will, herrscht Ausnahmezustand zwischen den beiden. Denn: Diese Woche will Pilz im U-Auschuss zur Inseratenaffäre fünf Beilagen in Österreich namens "innovativ" vom Jahr 2007 auseinandernehmen.

Fellner beflegelt den Grünen dafür in seinem Boulevardblatt aufs Ärgste. "Pilz lebt in Sozialwohnung", titelte Österreich am Montag - und schlach tete dessen geringe Miete in einem Gemeindebau aus. Dazu giftete Fellner im nebenstehenden Kommentar: "Auf mich hat Pilz derzeit einen besonderen Hass." Den U-Ausschuss benütze der Grüne als "Rache-Plattform", wo er Österreich "mit falschen Unterstellungen" eindecke.

Pilz' Vorwurf: Beilagen in Österreich seien vom damaligen Verkehrsminister und jetzigen Kanzler Werner Faymann (SPÖ) organisiert worden - und bei diesen Elaboraten sollen nicht nur ÖBB und Asfinag, sondern auch andere staatsnahe Betriebe wie die Austro Control, die Forschungsförderungsgesellschaft und die einstige Arsenal Research dazu angehalten worden sein, zu inserieren - und zwar auf eigene Kosten. Pilz: "Bisher hat die Staatsanwaltschaft nur Kampagnen von ÖBB und Asfinag untersucht." Nun möchte der Grüne "Beweise anführen", die auch Untersuchungen im Umfeld von Faymann, Österreich und den anderen Unternehmen nötig machen.

"Kooperationen immer abgestimmt"

Im Zusammenhang mit der "innovativ"-Beilage mit dem Titel "Sicher unterwegs" etwa, die allein der Asfinag wegen diverser Advertorials, also bezahlter Werbeartikel, 164.160 Euro gekostet haben soll, will Pilz aus einem Besprechungsprotokoll des Unternehmens vom 8. August 2008 zitieren. In der Mitschrift aus der Asfinag, die dem Standard vorliegt, heißt es: "Österreich buhlt um Asfinag, zuständig für Kooperationen im Kabinett Bundesminister Faymann ist Herr Kotlowski. Nach Gesprächen zwischen Vorstandsdirektor Lückler und Herrn Fellner, Edlinger und Marc Zimmermann und Herrn Niedermayer werden Kooperationen in Zukunft immer mit dem Kabinett abgestimmt."

Laut einer Mail wird die Asfinag erst einen Tag vor dem Erscheinungstermin am 10. August 2007 von Österreich - "wie mit Herrn Landgraf vereinbart" (Ex-Sprecher von Faymann, Anm.) - über einen zu zahlenden Druckkostenbeitrag in der Höhe von 136.800 Euro informiert. Am Tag des Erscheinungstermins selbst heißt es in einer Mail: "Nach einem Telefonat mit der Anzeigenleitung (...) ist der Betrag von 136.000 anteilig zu sehen, da in der Sonderbeilage auch die Unternehmen Magna und Wiener Linien untergekommen sind. Da die Rechnung in wenigen Tagen zugestellt wird, wird ersucht, dieser Kooperation zuzustimmen, die Rechnung zu zahlen und anteilig der VGT (die Asfinag Verkehrstelematik GmBH, Anm.) weiterzuverrechnen." Pilz: "Fellner ist nicht der Erste, der wegen des U-Ausschusses nervös wird." Heute, Dienstag, müssen vor dem U-Ausschuss Faymanns Vertraute Marcin Kotlowski sowie Staatssekretär Josef Ostermayer Rede und Antwort stehen.

Auch zur "innovativ"-Beilage für den Oktober gibt es einen Aktenvermerk des ehemaligen Ex-Asinfag-Sprechers Marc Zimmermann. Dieser schrieb am 4. Oktober, dass Vorstand Lückler über eine Medienkooperation mit Österreich im Ausmaß von 70.000 Euro informiert habe, und: "Diese wurde von Herrn Kotlowski (Kabinett HBM Faymann) mit dem Zeitungsverlag Österreich vereinbart." Die Inhalte würden mit Asfinag und der Unternehmenskommunikation koordiniert.

Fellner zum Standard: "Alle Inserate und Druckkostenbeiträge für die Beilagen "innovativ" wurden durchwegs im direkten Kontakt mit den beteiligten Firmen gebucht. Es gibt für jedes Inserat auch die direkte Anfrage an die betroffene Gesellschaft, wobei ein Großteil der Firmen (etwa Wiener Linien, Flughafen etc.) gar nicht mit dem Verkehrsministerium in Kontakt oder dessen Einflussbereich stand." (nw, DER STANDARD, 2.10.2012)

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...Inseratitis - eine typisch österreichische Politkrankheit,

wird vermittelt durch den KZ-, Oggi-, und Austria-Virus. Schwer zu bekämpfen, da ansteckend und weitum die Politakteure verseuchend.

Falls wer hier noch zu einer Stimme für die SPÖ neigt...

http://images.derstandard.at/2012/06/2... 452974.jpg

Manchmal sind Bilder Argumente, denke ich.

Kreikys Lehrling

Das Geld zum Fenster hinausschmeißen ist Faymanns Politik, so machte er es ja auch vor der Nationalratswahl zusammen mit den Freiheitlichen, inzwischen hat er wieder fast alles eingesammelt von dem was er damals verteilte, heute ist es schlechter als damals

liebe laura, extra presseaussendung wäre nicht nötig gewesen, habe mir bereits bild gemacht.
du kannst dir auch weitere #OTS sparen! http://www.ots.at

Die Zeugen haben die Vorwürfe heute ganz gut widerlegt!

Es lohnt sich das durchzulesen. Vor allem Pilz und Moser sehen alt aus.

Widerlegt? Pilz und Moser alt?

der war echt gut. Hätte sich fast ein grün verdient :-)

Propaganda aus dem Parteibüro?

"ich entschlage mich der Aussage"

Gute Widerlegung, wirklich!

Passend zum Thema Freunderlwirtschaft:

Faymann und die Streuobstwiese des Herrn Fellner.

Falter 2003: http://www.florianklenk.com/2003/10/0... mmen-lies/

Es ist wirklich gut, daß

Herr Nationalrats-Abgeordneter Dr. Peter Pilz diese Schweinereien und diesen FILZ so akribisch aufklärt. Und wo bleiben die anderen von uns Österreichern gewählten Damen und Herren Nationalrats-Abgeordneten ?? Alle "schmähstad" ??

Der Pilz hat seine Meriten, zweifellos, aber was die

... diversen Inserate betrifft, kommt bei mir schön langsam der Verdacht der Paranoia auf. Irgendwie komisch ist die "Standard"-Berichterstattung schon: wenn Pilz Fellner eintunken möchte, dann heißt es "Pilz deckt auf", aber wenn der Fellner zurück grantelt, dann heisst es "Fellner giftet". Es ist ja wirklich nicht uninteressant zu wissen, dass Herr Pilz eine Sozialwohnung beansprucht, und das Motto "Wasser predigen, und Wein trinken" ihm nicht ganz unbekannt sein dürfte. Er wäre besser beraten sich auf jene Nehmer zu konzentrieren, welche ihre Privatschatullen auf Steuerzahlerkosten füllten. Dagegen ist der Faymann ein armes Würstel, Na, Hauptsache es ist politisch opportun, den Kanzler zu bashen.

Faymann ist eben kein armes Würstel,

das ist die neue Argumentation der SPÖ Freunderln.
Wenn ein Politiker sich seine Werbekampangen vom Steuerzahler über staatsnahe Firmen finanzieren lässt ist das kein Kavaliersdelikt sondern ein Verbrechen. Es gibt keinen Unterschied ob man sich das Geld auf sein persönliches Konto überweisen lässt und die Kampagne dann damit persönlich bezahlt oder ob man die Bezahlung direkt einen Anderen machen lässt der vom Steuerzahler gestützt werden muss wie ÖBB und Asfinag !

Wenn der Kanzler so sauber ist, warum scheut er eine Aussage im U-Ausschuss wie der Teufel das Weihwasser?

In jeder westlichen Demokratie ist es ein Standard, dass der Kanzler dem Parlament Rechenschaft darueber ablegt, was er mit den Steuergeldern gemacht hat.

Wenn er also so sauber ist, warum versteckt er sich? Er koennte das Problem schnell aus der Welt schaffen - sofern er keinen Dreck am Stecken hat.

Er tät ja eh zum U-Ausschuss kommen

aber wird und wird einfach nicht vorgeladen !!
Es ist echt ein Jammer ...

was heißt da "granteln" und "kanzler bashen"?
wir sind hier nicht bei den seitenblicken oder bei einer launigen operettenveranstaltung in mörbisch!

nach dem vielen korruptionsbedingten geldregen sollten die pilze eigentlich nur so aus dem boden sch(pr)ießen

sollte man meinen?

Super Pilz
samma froh das man diesen Stachel im A der Bonzen haben !

Ganz recht,

ich hab den Pilz früher nicht mögen, er wird mir aber immer sympathischer. Jene Personen, die rot, schwarz und blau in der Allerwertesten treten haben meine Hochachtung.

der Allerwerteste dieser Herren ist mir gleich

aber sein Einsatz zur Durchsetzung des Rechtsstaates verdient Respekt

Auch hier gilt:

"der drang der politik, aber vor allem der politiker, sich in jeden lebensbereich zu drängen, nur um ihre fresse in der presse zu sehen, offenbart schonungslos deren schwäche. kaum schafft es ein bürger trotz bürokratie und verkrusteter strukturen einen erfolg zu verbuchen, krabbelt aus irgendeiner ecke ein durch politische inzucht degenerierter parteigünstling um sich mit den lorbeeren derer zu schmücken, die er noch vor kurzem an der langen hand verhungern hätte lassen."

alle spö kampfposter haben heute überstunden?

Das Pressewesen in Europa war seit jeher in "schwarzem" Besitz. Mit dem Erscheinen der Krone erschien auch "braun" auf dem Markt.Express,Arbeiterzeitung,Volksstimme verschwanden,und plötzlich gab es kein täglich erscheinendes Printmedium,das der
kapitalschwülstigen Propaganda entgegenwirken konnte.
Die ÖVP immer schon finanziell gut gestellt(Nutzniesser des Kammersystems,Industriellenvereinigung,Parteispenden)beherrschte die antisoziale "Falschinformationsindustrie" vollkommen.
Seit relativ kurzer Zeit bewegt sich was Prosozialistisches,und alle wollen Faymann als Bauernopfer.Ich an seiner Stelle wäre zu den Inseraten gestanden! Das fällt doch schon unter Notwehr!Ein bischen mehr Haltung wäre angesagt!
(Aber bitte laßt's den Cap weg!).

Mit dem Erscheinen der Krone erschien ROT auf dem Markt

Und das die Braunen bei den Roten Unterschlupf fanden,weis man eh. Die Krone mag zwar alles sein, sicherlich nicht schwarz.

Sinn erfassend lesen scheint nicht Ihre Stärke zu sein

Poster Bachl hat nicht behauptet, dass die Krone schwarz ist. Rot war schon auf dem Markt bevor die Krone erschien. Und Ihre Annahme der roten Krone ist eine irrige, denn die Krone hat Olah unterstützt, aber nicht die Partei.

...man kann die KZ und die artverwandten Blätter

nicht genüngend beobachten - in allen Belangen. Und dass diese ganze Inseratenangelegenheit vom Übelsten ist, was sich zwischen diesem Medium, Häupl, Faymann und KZ abgespielt hat, ist auch ein Faktum.

Im übrigen bin ich der Meinung, dass der MEDIAMIL-Komplex zerschlagen werden muss. Hinaus mit diesen Schuften!

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