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Wien/Warschau - Der Risikoappetit der österreichischen Banken kehrt langsam zurück. Nach langer, krisenbedingter Pause haben die in Osteuropa tätigen heimischen Großbanken 2012 wieder erste Zukäufe gewagt. Die Gelegenheit ist günstig, denn viele westeuropäische Banken müssen ihre Kapitalpolster stärken und stehen daher unter Verkaufszwang.
So erwarb die Erste Group im Sommer von der französischen BNP Paribas die Private-Banking-Sparte in Ungarn mit rund 400 Kunden und einem verwalteten Vermögen von 60 Milliarden Forint (216 Millionen Euro). Größter Deal des Jahres dürfte der Kauf der polnischen Polbank durch die Raiffeisen Bank International (RBI) für 806 Millionen Euro werden. Die RBI verfügt in Polen bereits über ein Tochterinstitut und will ihre beiden Geldhäuser in den kommenden Monaten fusionieren. Die neue Bank soll über 930.000 Kunden verfügen, womit Polen hinter Russland zum zweitgrößten Auslandsmarkt für Raiffeisen wird.
Grund genug für RBI-Chef Herbert Stepic österreichische Medien zur Präsentation der neuen Bank nach Warschau zu laden. Dabei wurde deutlich, dass der polnische Zukauf Raiffeisen vor große Herausforderungen stellt.
Die 2006 gegründete Polbank gehörte vor dem Kauf durch RBI zur griechischen Eurobank. Da die Polbank nur als eine Filiale der Eurobank fungierte, fiel das Institut in Polen unter die griechische Einlagensicherung. Die Folge war ein massiver Abzug von Kundengeldern seit Ausbruch der Turbulenzen in Griechenland.
Zudem war die Polbank im riskanten Geschäft mit Fremdwährungskrediten besonders aktiv. In Polen laufen 35 Prozent der Kredite in Fremdwährungen. Das ist zwar im Vergleich mit Ungarn, Rumänien und der Ukraine wenig, bei der Polbank wurden allerdings 85 Prozent der Hypothekenkredite in Schweizer Franken vergeben. In Ungarn würde Bankern angesichts solcher Zahlen ein Schauer über den Rücken laufen: Dort sind fast ein Viertel aller Kredite notleidend, die meisten davon laufen in Fremdwährungen.
In Warschau pochte Stepic darauf, dass Polen mit den anderen Problemfällen in Osteuropa nicht vergleichbar sei. Tatsächlich hat die Notenbank in Warschau schon 2006 eine Empfehlung ausgegeben, die dafür gesorgt hat, dass in Polen vor allem finanzkräftige Kunden an Devisendarlehen gelangten. Daher sind die Kreditausfälle in Polen in der Landeswährung derzeit sogar höher als in Fremdwährungen.
In Warschau verwies Stepic zudem auf die robuste Wirtschaftsentwicklung: Polen ist das einzige EU-Land, dessen Wirtschaft seit 2008 kontinuierlich gewachsen ist. Für 2012 prognostiziert die Osteuropabank EBRD dem Land ein Wachstum von 2,9 Prozent, für 2013 2,4 Prozent. Von dieser Stärke will Raiffeisen profitieren.
Allerdings ist der polnische Wachstumsmotor ins Stottern geraten. Das Land kämpft mit den Nachwehen der Fußballeuropameisterschaft. Die Baubranche gilt als überdehnt und nach dem Ende des Projektreigens rund um die Euro schreiben zahlreiche Unternehmen rote Zahlen. So ist erst kürzlich PBG, das drittgrößte Bauunternehmen des Landes, in die Insolvenz geschlittert. Die polnischen Bauunternehmer stehen bei den Landesbanken mit 14 Milliarden Euro in der Kreide.
Um die neue polnische Tochter in die Gewinnzone zu führen, möchte RBI kräftig Kosten einsparen. Wie viele der 443 Filialen in Polen geschlossen werden sollen und wie viele der 6200 Mitarbeiter gehen müssen, wollte Stepic in Warschau noch nicht verkünden. (András Szigetvari, DER STANDARD, 2.10.2012)
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da ist einfach nixchts drin in dem Artikel, keine Substanz. Bin auch sehr kritisch gg.über RB, empfehle immer Lesen der Langzeitstory im Augustin (RB Kritik für Einsteiger) bzw. der letzthin erschienen sehr gut recherchierten Artikel im Falter, aber das hier ist ein Blinddarm zum Vorgängerartikel aus dem ich nur zitieren kann: Kaufpreis erscheint günstig, da eine gerade exekutierte und nicht bereits verprasste Kap. Erhöhung von 200 Mio. inkl. KombiFusion Privatkundenbank und KMU Bank im Sinne echter Bankdienstleistung eher positiv zu sehen.
Hätte man Herrn Stepic, der immerhin gemeinsam mit anderen, ein sehr großes Unternehmen aufgebaut hat, nicht zuerst zu Wort kommen lassen müssen?
Hätte er sich das nicht verdient, immerhin hat er eine sehr große Bank durch die größte Finanzkrise seit 1945 geführt, und, manche mögen jetzt aufschreien, aber es besteht keine Grund dafür, bis heute hat die RBI Gewinne geschrieben.
Ich habe kein Problem mit ihrern Risikoausführungen nur der Stil, dass der "Lohnschreiber" zuerst seine Meinung präsentiert, das "angegriffene" Unternehmen erst danach zu Wort kommt, den missbillige ich ausdrücklich.
Aber bei dieser Chefredaktion.....
Bei angestrebten 50 Mio. Synergieeffekten reichen 50 % bereits für einen echten wirtschaftlichen Erfolg ohne Geschäftaausweitung. Mit dem rel. niederen Anteil an Fremdwährungskrediten ist auch noch der Gesamtanteil bad loans mit knapp über 8% zu sehen.
Nicht so schlecht insgesamt, wünschte RB würde sich nur mehr auf solche Geschäfte einlassen. Insgesamt ist das Polen Engagement von den fundamentals her sicher besser einzuschätzen als die vormalige Ungarn Hysterie. Die sollte man entsprechend kritisch beleuchten. Wenn sich eine Mittelbank gleich doppelt als Esel auf dem Eis profilieren will mit Fremdwährungskrediten für Häuslbauer und gleichzeitig mit Kommunalfinanzierung während die öffentliche Hand ins Krachen kommt.
Es ist im Artikel nämlich nichts besonderes drin. Bin sicher kein Freund der RB, empfehle auch jedem die Langzeitstory im Augustin zu lesen (RB Kritik für Anfänger) oder den letzterschienen längeren Analysebeitrag im Falter. Aber hier ist einfach keine Substanz. Der Artikel ist wie ein Ergänzungsnachtrag zu einem Vorgänger der scheinbar ersatzlos entfernt wurde. Versuche aus dem Gedächtnis zu zitieren: Der Kaufpreis ist reht lukrativ, weil da eien gerade exekutierte und nicht verprasste Kapitalerhöhung von ca. 200 Mio. enthalten ist. Das ganze ist als Komplettierung der Bankdienstleistung zu sehen weil damit eine Privatkundenbank mit einer KMU Bank zusammengeführt wird.
Der Steuerzahler zahlt es ja, so wie ja auch der Steuerzahler über die Kontrollbank für Fehlinvestitionen aufkommt die ein Groß- Kunde von Raiffeisen dort tätigte, da kann man leicht riskant investieren, man bekommt ja Staatshilfe
geld hat ja kein ablaufdatum..
was ist aus dem guten alten krieg geworden?!
hin machen und mit krediten wieder aufbauen.
diesmal werden staaten zuerst ruiniert und dann billig eingekauft
von genau diesen .uhr.kindern
und wir zahlen noch weiter weil unsere politiker nimmer grad gehn können vor lauter bücken
eher berichtenswert ist darüber, welche rolle der scharinger im linzer terminaltower gespielt hat...so heilig wie die kerzerlabschlecker immer heucheln, sinds anschgeinend ned...gwuß hat er jedenfalls von den schmiergeldern an maischi und co....oiso, 1.) zuerst aufklärung wo "mein" steuergeld hingeflossen ist, und danach 2.) erst die lachhaften auslandsverstrickungen aufklären...daungscheen.
Vielleicht sollte man das auch mal erwähnen - bevor noch ein Leser glaubt, da wäre ganz was neues passiert...
...sind wir hier im "Österreich"-Forum gelandet?? Das Niveau von 98% aller Posts entspricht dem klassischen Klischee eines Strache/Stronach Wechselwählers: Prinzipiell einmal die negativen Schlagzeilen aus dem Boulevard 1:1 marktschreierisch übernehmen, die Hintergründe aber ausblenden... traurig und bedenklich....
Da bin ich ganz bei Ihnen, ich war auch sehr überrascht und habe mir angesichts der Überschrift einen anderen Artikel erwartet.
Wenn man wenigstens so fair gewesen wäre, die Äußerungen Stepics, warum er dort weniger Risiko sieht zuerst darzustellen und dann die Gründe angeführt hätte, warum die Wirtschaftsredaktion zu einer anderen Einschätzung kommt, dann wäre die Berichterstattung mAn o.k.gewesen.
Nicht nur der online-Standard entwickelt sich immer mehr zur heiligen Inquisition bzw. zum Anhänger altgriechischer Orakelkünste.
Das wird leider immer mehr Standard beim Standard. Aber bei dieser Chefredaktion......
Es werden dort geschätzte 500 Radio/Fernseh Spots pro Minute für Kleinst-Konsumkredite gesendet...
Das ist natürlich DIE Lösung, die nur den Banksters einfallen würde... man ist sehr bemüht amerikanische Verhältnisse herzustellen, auf dass es auch dem Polnischen Staat dann leichter falle die vorexerzierte Lösung der Verlust-Vergesellschaftung leichter als DIE Lösung zu erkennen...
Also: Privat Verschuldung RAUF. Risiken gut durchmischen. Zocken zocken zocken. Im Notfall in Polen resp. Österreich Geld abholen ...
Wie schaut der sekundär-markt für polnische kredit-ausfall-sicherungs-produkte aus?
Fast so dämlich läuft's ab.
Es ist die rede von "Kreditchen" die ja zum Zeitgeist gehören, die jeder sich leisten kann, die sich jeder leisten sollte, der nicht blöd ist... usw.usw.usw.
Eigentum wird fast zu 100% nach dem USA System finanziert... "JEDER sollte sich ein Haus, eine Wohnung im Eigentum leisten" usw.usw.usw.
Und diese K&K doddeln von der Raika begründen ihre Aktion mit den **aktuellen** Zahlen?
WIE SIND DIE AUSSICHTEN?
Polen CDS sind auf 5 jährige Laufzeiten bei etwa 115bp .. das heisst, sie zahlen für 10 mio Polnische Staatsanleihen 115.000 an Versicherungsprämie und bekommen den Wert ersetzt, falls es zu einem Credit Event kommt.
Österreichische CDS in 5 jähriger Laufzeit stehen bei ungefähr 68bp ..
Polen steht wirtschaftlich gar nicht so übel da - hatte nichtmal 2009 eine Rezession.
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