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Längere Krankheiten und Arbeitsausfälle sind für Ein-Personen-Unternehmen nicht selten existenz gefährdend. Künftig gibt es Krankengeld, die Sozialversicherungsbeiträge laufen weiter.
Wien - Für die einen ist es ein Meilenstein, für andere Augenauswischerei. Es geht ums Krankengeld für Selbstständige. Für Kleinstun- ternehmer werden längere Krank- heiten rasch zur Armutsfalle. Anders als Unselbstständige, die Entgeltfortzahlungen und Krankengeld erhalten, fallen sie in dieser Zeit aus dem Sicherheitsnetz raus - und zahlen bei Arztbesuchen zudem noch hohe Selbstbehalte.
Das soll sich nun ändern. Nach zähem politischem Tauziehen soll es für Einzelkämpfer nun doch ein Krankengeld geben. Das sieht ein Gesetzesentwurf vor, den SP-Gesundheitsminister Alois Stöger zu Wochenbeginn in Begutachtung schickte. Wer als Selbstständiger krankheitsbedingt länger ausfällt, soll künftig ab dem 43. Tag täglich 26,97 Euro erhalten. Der Betrag wird jährlich valorisiert. Der Anspruch darauf währt bei ein und derselben Krankheit maximal 20 Wochen. Für die Finanzierung zuständig ist die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, in Höhe von maximal 19 Mio. Euro. Um in den Genuss des neuen Krankengelds zu kommen, darf der Unternehmer nicht mehr als 25 Dienstnehmer beschäftigen. Die Wirtschaftskammer wollte zuvor Unternehmer mit bis zu 50 Mitarbeitern profitieren sehen - die Arbeiterkammer nur Ein-Personen-Betriebe.
Erfreut zeigten sich umgehend VP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Christoph Leitl, Wirtschaftskammer-Präsident; sie halten Ungleichbehandlungen damit für beseitigt und Österreichs Unternehmergeist gefördert.
Der grüne Wirtschaftssprecher Volker Plass macht einen Schritt in die richtige Richtung aus. Von Angleichung sei aber keine Rede. Er hätte sich für Solisten Krankengeld ab dem elften Tag der Arbeitsunfähigkeit gewünscht, zumal ab dem 43. Tag davon nur sehr wenige Selbstständige betroffen seien. Das Problem seien die fortlaufenden Sozialversicherungsbeiträge, sagt Martina Schubert vom Forum zur Förderung der Selbstständigkeit. Für viele drohe Krankengeld zum Durchlaufposten zu werden.
Die Politik habe nach wie vor nicht verstanden, was Kleinstun- ternehmer wirklich brauchen, ergänzt Werner Brix, Vertreter der Initiative Amici delle SVA, die für die Rechte der Ein-Personen-Betriebe kämpft. Es brauche grundlegende Systemänderungen - das Krankengeld bringe ihm und vielen anderen wenig bis gar nichts. "Es ist, als würde man einen Luftballon am Leopoldsberg aufhängen und damit die österreichische Kulturszene retten wollen."
Mitte Oktober soll das Ergebnis der Urbefragung der SVA vorliegen, die damit die Bedürfnisse der Kleinen ergründen will. Die Grünen präsentierten vorab das Ergebnis ihrer eigenen repräsentativen Umfrage: 57 Prozent der Einzelkämpfer kommen knapp oder gar nicht mit ihrem Verdienst aus. Die Hälfte empfindet die Zahlungen an die SVA als stark belastend. 73 Prozent wollen eine Zusammenlegung der Krankenkassen. (Verena Kainrath, DER STANDARD, 2.10.2012)
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Man zeige mir den Selbstständigen, der in 6 Wochen nicht probiert, ob er nicht schon arbeiten kann.
Platsch : Krankenstand unterbrochen - die 6-Wochenfrist fängt neu zu laufen an.
Schwerste Erkrankungen (zB. Krebs) sind in 20 Wochen nicht vorbei.
Was dann ?
Was ist, wenn man als Kranker etwas arbeitet ? ZB. Buchhaltung, Steuererklärung müssen ja trotzdem erledigt werden. Beginnt man dann wieder bei Tag Null der Wartefrist ?
---
Eine reine Alibi-Aktion, die nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein ist.
26,97 Euro pro Tag ab dem 43 Tag?
Da sind die meisten Kleinunternehmer sowieso schon halbtot!
Das sind 1,5 Monate ohne Umsatz und voller Kosten...
Am Besten man versichert sich selbst...
Unternehmer haben ja auch eine Eigenverantwortung!
schiebt Euch die 27 euro pro tag sonstwohin!
davon soll einer seine angestellten zahlen und seine miete und seinen strom und seine fernwärme und seine kommunalsteuern und seine dienstgeberabgaben und seinen dienstgeberbeitrag und seinen anteil an lohnsteuer und anteil an sozialversicherung und einkommenssteuer und krankenkasse und und und? und wir sprechen hier ausschließlich von betriebsausgaben! wie der tr***l seine wohnungsmiete und privaten rechnungen zahlt, is eh wurscht. soll er unter der bruckn schlafen, die unternehmer-s**. klassenfeind!
wer so fragt, der sucht eine betriebsausfallversicherung.
dass keine sozialverischerung der welt die betriebsausgaben eines unternehmers (das können auch bei einem kleinen Unternehmer gleich mal 10.000 und mehr im monat sein) tragen kann, sollte sich schon rumgesprochen. und wenn sie es würde, dann wären bald alle unternehmer nur noch krankgeschrieben ;-)
eine betriebsausfallvers. ist individuell zusammenstellbar (WELCHE risiken will man wie HOCH absichern ...) und kostet weniger als man denkt.
@all...Ich hätte mir eigentlich ein bisl mehr Ernsthaftigkeit bei den Diskussionen gewünscht, weniger Unfreundlichkeit und Unsachlichkeit. Zumindestens ganz früher waren Standardleser ein bisl weniger verbohrt.
ich habe eine buft. keine sorge. ich war vorher auch angestellt. seit 5 jahren bin ich selbstständig. und seitdem weiß ich, welche rechte ich habe. und welche rechte ein angestellter hat. tun Sie hier doch nicht so, als ob das alles so wunderbar wäre.
>Die Hälfte empfindet die Zahlungen an die SVA
>als stark belastend.
nonaned.
Ist ja ein depperte Frage.
Wer findet denn eine zu leistende Zahlung nicht als belastend?
Ab sofort gratis Ei-Phone, Gratisbenzin, GIS-Befreiung und Musikflatrate für alle Selbständigen!
Die kostet 2,5% von der Beitragsgrundlage und man bekommt dann ab dem 4. Tag bis zu 6 Monaten pro Jahr Krankengeld. Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach der Beitragsgrundlage und kann dann auch dementsprechend höher sein.
Hat es der Standard wirklich nötig immer wieder die Meinung von endtäuschten Unternehmern zu löschen?
Hier Zahlen einige Leute 16 000 Euro für sich sozialversicherung und bekommen dafür: NICHTS
Hier darf eine ganze Bevölkerungsschicht nicht krank werden, weil sie sonst ihr Unternehmen verlieren könnten....
Warum verschwindet diese Meldung immer wieder, wenn die Stimmung am Boden ist?
>Hier Zahlen einige Leute 16 000 Euro für sich
>sozialversicherung und bekommen dafür: NICHTS
Zum 3. mal:
Diese bekommen dafür:
- Eine brauchbare Krankenversicherung für sich und mitversicherte Angehörige (tw. mit Selbstbehalt)
- Eine Unfallversicherung
- Abfertigung-Neu
- Eine Pension
Andere hier zahlen 160 Euro im Monat, und die bekommen (abgesehen von Pension und Abfertigung) genau die selbe Leistung, und denen ist es auch noch zu teuer ...
Aber was red' ich ...
empfehle Ihnen 12 monate selbstständigkeit, mit sagen wir, 2 angestellten. dann werden Sie den unterschied kennenlernen. wenn Sie z.b. krank sind: einkommen null. zahlungen an angestellte, gemeinde, staat, sozialversicherung - bleiben wie immer. und wehe, Sie zahlen nicht. dann haben Sie den a... offen. angestellte krank, Sie zahlen weiter volles gehalt, volle steuer, volle sozialversicherung. und haben einen weniger. glauben Sie mir. ich bin kein schwarzer. aber als selbstständiger haben Sie viel weniger rechte in diesem staat als als angestellter. außer zu zahlen. und Sie können leute kündigen, wenn es gar nicht geht. aber sonst?
PS: Die Aussagen "2 Angestellte" sowie "wenn man krank ist: Einkommen null" widersprechen sich.
Man hat eigentlich deswegen Angestellte damit man sich weniger um das Tagesgeschäft kümmern muß, damit man auch mal Urlaub machen kann, damit man sich die Arbeitszeit flexilber einteilen kann, damit man untertags einkaufen gehen kann, oder auch um eben mal krank zu werden.
Zugegeben, Angestellte werden den Inhaber nicht ewig vertreten können (sonst wäre man ja komplett nutzlos als Chef), aber wenn man schon Angestellte hat, wie von Ihnen beschrieben, sollten die doch alleine ein paar Wochen den Laden so halbwegs am laufen halten können. Also ohne merkliche Umsatzverluste.
Danke für die Empfehlung, aber ich bin seit fast 10 Jahren (ausschließlich) Unternehmer, akt. mit 1 Angestellter (+ggf. Aushilfen/Ferialprak./Hilfskräfte etc.).
Im Monat fallen durchschnittlich 35 Tausend Betriebsausgaben exkl. USt (Fixkosten, GWG, SVA, Waren, Gehälter) an, zzgl. nat. noch die ESt + USt.
Und?
Keine Sekunde würde ich wieder unselbstständig tätig werden wollen. Die 16 Tausender im Jahr an die SVA und die rund 20 Tausender ans Finanzamt sagen mir dass ich ganz gut unterwegs bin und ich damit ein paar andere mitschleppen. Freilch könnte ich mich jeden Tag drüber ärgern dass wir keine 20% Flattax haben, aber die Jammerei überlasse ich anderen ...
Die ersten paar harten Jahre mit roten/schwarzen Nullen lohnen sich ...
Wie sollte es in Österreich möglich sein, wenn alle politisch tätigen aus Kämmerern und Bündlern bestehen, die mehrfach abgesichtert vor sich hin leben und nie selbstständig tätig sind und auch nicht sein sollen.
in österreich sind selbstständige staatsfeinde.
d'accord!
aber vergessen Sie nicht: ab dem moment, wo Sie selbstständig sind, sind Sie klassenfeind! das ist v.a. dann besonders bitter, wenn Sie z.b. eigentlich sozialdemokrat sind. wenn Sie schwarz sind ist es aber eigentlich auch wurscht, denn kleinbetriebe kümmern die övp auch schon seit langem nicht mehr. grün und blau? pfff...
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