"AMS ist Reparaturanstalt für Schulsystem"

Interview | Regina Bruckner
2. Oktober 2012, 07:44

Johannes Kopf erklärt, warum Österreich so viel Geld für seine Arbeitslosen ausgibt, Grazer nicht pendeln wollen und er von Arbeitszeitverkürzung nichts hält

Die Arbeitslosigkeit steigt auch in Österreich wieder deutlich. Warum das AMS schulische Aufgaben erledigt, wo er mangelnde Flexibilität sieht und welche er für die Herausforderungen der Zukunft hält, erklärt AMS-Chef Johannes Kopf im Interview.

derStandard.at: Die Arbeitslosigkeit steigt auch in Österreich. Welche Branchen wird es in den kommenden Monaten besonders treffen?

Kopf: In gewisser Weise sind alle Branchen von der Flaute in der Wirtschaft betroffen. Wir sehen eindeutig zu wenig Wachstum. Ganz besonders hat das mit der exportorientierten Industrie zu tun. Bei der Herstellung von Waren verzeichnen wir bei den Personen, die über die Arbeitskräfteüberlassung angestellt sind, einen Anstieg von elf Prozent. Gleichzeitig sieht man schon eine Steigerung im Bau mit sechs Prozent. Handel und Tourismus schauen besser aus. Das erklärt auch, warum die Frauenarbeitslosigkeit um drei Prozent steigt und die der Männer um 6,7 Prozent.

derStandard.at: 2009 wirkten allerhand Konjunkturprogramme. Derzeit schauen die prognostizierten Wachstumszahlen nicht rosig aus. Wird es noch grimmiger?

Kopf: Nein. Die Lage ist überhaupt nicht vergleichbar mit 2009. Damals hatten wir einen BIP-Rückgang von fast vier Prozent. Jetzt erwarten wir im nächsten Jahr ein Wachstum von rund einem Prozent. Man sieht das auch an den Zahlen. Jetzt steigt die Arbeitslosigkeit um fünf Prozent. Damals haben wir Monate mit über 30 Prozent gehabt. Trotz Kurzarbeit, trotz der Konjunkturprogramme, trotz Gegensteuerung.

derStandard.at: Paradoxerweise steigt in Österreich immer noch die Beschäftigung. Wie erklärt sich das?

Kopf: Ja, es entstehen sogar zusätzliche Jobs. Wir haben aktuell 45.000 mehr Beschäftigte als vor einem Jahr. Aber wir haben auch ein steigendes Arbeitskräftepotenzial. Wir haben Zuwanderung aus den neuen EU-Ländern und aus Deutschland. Aber wir haben mehr Frauen und deutlich mehr Ältere am Arbeitsmarkt. Das hat demografische Gründe verbunden mit Pensionsreformgründen. Durch die Verteuerung des Nachkaufens der Pensionszeiten sind die Anträge auf vorzeitige Pension wegen der Hacklerregelung ganz massiv zurückgegangen.

derStandard.at: Was bedeutet dieser Trend, der sich noch fortsetzen wird, für das Gefüge am Arbeitsmarkt? Wird es für Junge noch schwieriger, den Einstieg zu finden?

Kopf: Bei den Jungen gibt es schon eine leichte demografische Entlastung. Obwohl die Arbeitslosigkeit steigt, sinkt die Zahl der Lehrstellensuchenden um 1,7 Prozent. Das liegt daran, dass die Anzahl der 15-Jährigen langsam zurückgeht. Die Betriebe wissen auch, sie brauchen Leute für morgen. Der "Kampf" um die Lehrlinge hat in gewisser Weise begonnen. Es gibt Aktionen wie: Wenn du die Lehre bei uns abgeschlossen hast, schenken wir dir den Führerschein oder ein Moped.

derStandard.at: So ein G'riss gibt es aber noch lange nicht um alle ...

Kopf: Es geht um die "Guten". Wir haben in unseren Ausbildungen immer noch 11.000 Jugendliche, aber auch wir haben heuer erstmals, seit es dieses Auffangnetz gibt, weniger Plätze. Das war noch nie da. Jugendliche, die keine Lehrstelle gefunden haben, machen über uns ihre Ausbildungen in Lehrwerkstätten, die wir bezahlen. Lehrstellengarantie heißt eben: Jeder, der keine Lehrstelle findet, kann eine Ausbildung bei uns machen. Auch die, die keine Lehrstelle finden, weil ihr Zeugnis katastrophal ist, weil sie nicht ordentlich lesen und schreiben können. Wir leisten auch massiv Unterstützung in diesen schulischen Themen. Wir schaffen es, dass die Hälfte dieser Jugendlichen nach einem Jahr in einen Betrieb wechselt und dort das zweite Lehrjahr machen kann.

derStandard.at: Wäre es nicht klüger, das Geld, das man in die Arbeitsmarktpolitik steckt, in die Bildung zu investieren?

Kopf: Ja, wir sind die Reparaturanstalt. Natürlich wäre es in der Gesundheit richtig, mehr in Prävention zu investieren, damit ich dann nicht die Kranken behandeln muss. Aber: Jetzt habe ich die Kranken schon im Gesundheitssystem, und deswegen habe ich auch hohe Ausgaben. Bei uns ist es auch so: Ich habe Niedrigqualifizierte, Migranten, die nicht Deutsch können, Ältere mit Gesundheitseinschränkungen. Hier brauche ich Antworten, und dafür brauche ich aktive Arbeitsmarktpolitik. Aber dass man trotzdem vorher mehr im Bildungssystem tun muss und wir hier in gewisser Weise letztlich nur Reparaturanstalt sein können, da gebe ich Ihnen recht. Österreichs Arbeitskräfte fit für die Zukunft zu machen, diese Aufgabe ist größer, als dass sie das AMS alleine bewältigen kann.

derStandard.at: Was sehen Sie als die Kernaufgabe des AMS?

Kopf: Die Arbeitslosigkeit steigt, und unsere Aufgabe beim AMS ist, dass sich das möglichst nicht bei einzelnen Gruppen wie bei Älteren, Niedrigqualifizierten, Menschen mit Behinderung, Jungen ohne Berufserfahrung verfestigt.

derStandard.at: Das machen Sie wie konkret?

Kopf: Nehmen wir an, in Ihrem Betrieb sucht man eine Assistentin. Dann werden wir drei Leute schicken, die dafür geeignet sind, und eine vierte Person, die den Qualifikationsanforderungen etwas weniger entspricht. Die vielleicht schon neun Monate arbeitslos ist, vielleicht eine etwas weniger gute EDV-Ausbildung oder vielleicht etwas weniger Berufserfahrung hat, oder jemand Älteren, der schon über 50 ist. Dann würden wir sagen: Wenn du die Person nimmst, die schon neun Monate arbeitslos ist, dann bekommst du einen Lohnzuschuss.

Wir konzentrieren uns im Wesentlichen ganz stark auf zwei Ziele: Das eine ist Jugend und das andere ist Verhinderung von Langzeitarbeitslosigkeit. Lange arbeitslose Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen ist ungleich schwieriger. Da gibt es multiple Probleme, möglicherweise Schulden, Antriebslosigkeit, Depression, Armutsgefährdung, was auch immer. Mir ist es lieber, vier Personen sind drei Monate arbeitslos, als eine Person ein Jahr.

derStandard.at: Österreich hat die Zumutbarkeitsbedingungen in den letzten Jahrzehnten kräftig verschärft. Sind Österreichs Arbeitnehmer jetzt flexibel genug?

Kopf: Es gäbe wohl noch mehr Notwendigkeit zur Flexibilität. Aber das ist nicht unbedingt eine Frage der Zumutbarkeitsbestimmungen. Die werden in ihrer Bedeutung etwas überschätzt. Natürlich gibt es gesetzliche Regelungen, wenn wir jemanden sperren oder jemandem androhen: "Du musst, sonst bekommst du kein Geld mehr aus der Arbeitslosenversicherung."

Trotzdem: Einen Job bekommt man dann, wenn man motiviert ist und das auch will. Und es zeigt sich klar, dass höhere Flexibilität zu besseren Jobchancen führt. Es ist zum Beispiel üblich, dass Menschen nach Wien kommen, um zu arbeiten oder zu studieren; aber es ist kaum üblich, aufs Land zu pendeln. Da gibt es ganz bizarre Beispiele: Leute pendeln ganz selbstverständlich von Wolfsberg nach Graz, aber es ist fast unmöglich, sie von Graz nach Wolfsberg zu bringen, obwohl ich dort Stellen habe. Und das liegt nicht am Lohngefälle, sondern daran, dass die Leute in der Stadt nicht bereit sind, weit zu pendeln.

derStandard.at: Welche Branchen und Berufe kann man nach heutigem Ermessen jungen Leuten ans Herz legen?

Kopf: Generell gilt: je höher die Ausbildung, desto niedriger das Risiko, arbeitslos zu sein. Bei Pflichtschulabsolventen liegt die Quote bei 18 Prozent, bei jenen, die eine Lehre abgeschlossen haben, bei sechs Prozent, bei jenen, die ein Studium absolviert haben, bei zweieinhalb Prozent. Was die Branchen betrifft: Wir haben Berufe, wo es einen klaren Mangel gibt.

derStandard.at: Sie sprechen vom berüchtigten Facharbeitermangel?

Kopf: Ganz genau. Gut ausgebildete Arbeitskräfte fehlen vor allem im Metallbereich. Es fehlen Dachdecker, Fleischer, Dreher, Schweißer, Fräser, Mechatroniker, und es fehlen vor allem bei höheren Qualifizierungen seit Jahren Techniker. Es gibt leider immer noch zu wenig Frauen, die sich für diese Berufe interessieren. Bei unserem Programm "Frauen in die Technik" hatten wir eine Dame, die war Verkäuferin unter anderem auch im Elektrofachhandel. Sie hat, weil in einer ländlichen Region beschäftigt, den Kunden geholfen, den Fernsehapparat einzustellen.

Diese Dame macht jetzt eine Lehre als CNC-Technikerin. Sie wird ganz sicher einen Job finden. Das FiT-Programm ist ein teures Programm, weil damit auch übergeordnete Ziele wie Bekämpfung der Einkommensschere verknüpft sind. In diesen Branchen verdient man einfach auch mehr als im Handel und im Tourismus.

derStandard.at: Zurück zur Krise: In Deutschland hat Opel bereits mit Kurzarbeit reagiert. Was erwarten Sie da?

Kopf: Am Höhepunkt der Krise waren 66.000 Arbeitnehmer in Österreich in Kurzarbeit. Wir haben jetzt unter 2.000. Ich glaube aber schon, dass es einen Anstieg geben wird. Für den einen oder anderen Betrieb - gerade bei den Zuliefer-Betrieben in der Automobilindustrie - mag das das richtige Instrument sein. Aber: Kurzarbeit ist für eine sehr tiefe Krise, die sehr kurz ist, relevant. Eine längere Wachstumsschwäche, wie wir sie jetzt haben, können wir damit nicht jahrelang überbrücken. Das ist auch für die Betriebe zu teuer.

derStandard.at: Stichwort zu teuer. Zwischen Mai 2011 und Mai 2012 haben 27.000 Osteuropäer eine Arbeit in Österreich aufgenommen. Was bedeutet das für die Löhne und Gehälter der heimischen Arbeitnehmer?

Kopf: Typische Einstiegsbranche für die Arbeitskräfte aus den neuen EU-Ländern ist der Tourismus. Zunehmend verändern sich die Branchen auch. Es kommen jedenfalls Leute, die man braucht, solche, die mobil sind. Es gibt allerdings schon einen gewissen Druck in Grenzräumen wie Wien, NÖ und Burgenland, weil Tages- oder Wochenpendler die Möglichkeiten der niedrigeren Lebenskosten mit dem westlichen Gehalt verbinden.

Wenn eine Verdrängung passiert, dann eher zwischen jungen, gut ausgebildeten neuen EU-Bürgern und schlechter ausgebildeten, möglicherweise älteren Drittstaatsangehörigen, zum Beispiel aus der Türkei. Was die Löhne betrifft: Die müssen natürlich kollektivvertraglich bezahlt werden. In dem Sinn gibt es sicher keinen Lohndruck, der unter den Kollektivvertrag geht. Ob es da oder dort eine Auswirkung gibt auf Überzahlungen, vermag ich nicht zu sagen. Nach den ersten Studien dürfte es kein wirkliches Indiz dafür geben.

derStandard.at: Ihr Vorstandskollege Herbert Buchinger sprach sich jüngst für eine Arbeitszeitverkürzung in der Industrie aus. Können Sie der Idee etwas abgewinnen?

Kopf: Ich glaube nicht, dass das der richtige Schritt ist. Man denke an Frankreich und die 35-Stunden-Woche. Das dürfte sich eindeutig nicht bewährt haben.

derStandard.at: Ist der Strukturwandel in der Industrie abgeschlossen?

Kopf: Nein. Aber die Prognosen, dass die Industrie schrumpft, waren in gewisser Weise falsch. In den Jahren 2006 bis 2008 wurde hier wieder deutlich mehr produziert. Wir haben jetzt mehr Beschäftigte als vor der Krise 2009. Aber wir sehen einen starken Wandel von niedrig qualifizierter Arbeit zu hoch qualifizierter Arbeit. Hilfsarbeiterjobs verschwinden immer noch im großen Stil. Ich konnte früher einen Lagerarbeiter vermitteln, wenn er körperlich stark war. Heute muss er Lagerlogistik-Software bedienen, wahrscheinlich mit einem Stapler fahren und möglicherweise auch mit den jeweiligen Abteilungen kommunizieren können. Bei allen Jobs steigen die Qualifikationsanforderungen.

Wenn es uns gelingt, den Standort dadurch zu sichern, dass wir die besser ausgebildeten Leute haben, wird es weiterhin mehr Jobs in Österreich und auch mehr in der Industrie geben. Dafür brauchen wir auch massive Veränderungen im Bildungssystem. Die Hälfte meiner 229.000 Arbeitslosen hat nur Pflichtschul-Abschluss. Wenn es uns nicht gelingt, da eine Antwort zu finden, indem diese Gruppe kleiner wird, weil wir sie so nicht mehr im Schulsystem produzieren, sehe ich schon, dass die Musik woanders spielt. (Regina Bruckner, derStandard.at, 2.10.2012)

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Es fehlen vor allem seit Jahren Techniker

Als 53 jähriger Maschinenbauingenieur habe ich seit 2006 rund 600 Bewerbungen geschrieben, und bis heute kein Angebot erhalten. Was für ein Schwachsinn wird hier nur verbreitet. Wahr ist die Firmen nehmen keine Mitarbeiter auf die Älter als 40 Jahre sind. Das AMS toleriert dies, und schickt die Betroffenen in Deppenkurszwangsmaßnahmen (Wie bewerbe ich mich richtig!). Oder in gemeinnützige Beschäftigungsprojekte bei denen man monatlich um 7 Euro mehr als ein Lehrling verdient. Es ist einfach zum Kotzen!!!!!!!!!!!

ECDL!! ECDL!!

Inzwischen ists doch so, ehrlich gesagt, beim Bewerbungsgespräch:

"Wie, Sie haben den ECDL? RAUS AUS MEINEM BÜRO, SIE LOSER!"

Dr. Kopf

Klingt ja ganz interessant.... Der Punkt ist nur wie ist der Johannes denn in diese Funktion gekommen und aufgrund welcher Qualifikation. Er ist ein ÖVP Günstling kommt von der IV und wurde in diese Position ohne jede Erfahrung gehievt....

so wie immer halt, networking...

Den Übergang zwischen Schule und Lehre werden diejenigen problemlos schaffen, die schon die Schule ohne Probleme geschafft haben. Beim Rest liegts wohl eher selten an den geistigen oder körperlichen Fähigkeiten, da mangelts an der Reife, also braucht man Zeit, dann kommt das von selbst. Und es fehlen die Lehrwerkstätten der ehemaligen verstaatlichten Betriebe.
Diese beiden Fehler könnte man durch Verbinden beheben: staatliche Lehrwerkstätten, notfalls verbunden in Lehrlingsheimen. Da gibts profunde Ausbildung, die einen nicht zum Fachidioten des jeweiligen Lehrbetriebes macht, sondern zum Universalisten des jeweiligen Berufes. Und es gibt Lenkungsmaßnahmen, indem vermehrt für tragfähige Berufe ausgebildet wird.

Die Wahrheit

Was ich bis jetzt hier gelesen habe wundert mich doch sehr! Die Wahrheit wie es auf einem AMS zugeht kennen ja wie es mir scheint nur die wenigsten hier!?

Das aber alleinerziehende Mütter die Kurse/Arbeit nicht besuchen/annehmen können weil sie keine Aufsicht haben für Zeiten von 8 -19 Uhr (geforderte Verfügbarkeit vom AMS) ist jedem EGAL ...! Somit sind mir Fälle bekannt... wo einfach aus diesen Gründen aus purer Willkür heraus Bezüge für über einem Monat gestrichen werden! Ohne das man bescheid bekommt ... ohne das Mutter oder Kind versichert sind usw .... die Tragweite kann sich jetzt jeder denken! Das soll ein Sozialstaat sein? Das ist bestenfalls Asozial das so mit Staatsbürgern umgegangen wird! Der Fall liegt der AK vor !

es ist schwer zu erkennen

wer wirklich arbeiten will
Ich kenne einige Personen, die wirklich seit Jahren (bis zu 8jahre) nicht arbeiten oder nur schwarz arbeiten. zb weil: in manchen Branchen dauert es lange bis man angestellt werden kann

woher soll das ams wissen, wer es ehrlich meint oder wer sich zb. einen Orchideenjob gönnt, den er ohne ams geld nie machen würde

Monsieur LeMonde

Diesen Fall kenne ich auch. Nur das Problem ist folgendes: Die alleinerziehende Mutter muss zum AMS und braucht das Geld. Ich kenne einige 40jährige, die entweder bei den Eltern wohnen oder Salonkommunisten mit 1 Eigentumswohnung und 1 Haus sind, wobei sie 1 Objekt privat (vielleicht schwarz) vermieten. Drohst du Leuten aus der letzteren Gruppe was zu streichen, dann lachen sie oder gehen 1 Monat dann wieder arbeiten und dann wieder zu AMS. Die alleinerziehende Mutter, der heimische Mittellose oder Familienvater oder der Migrant der 2. Generation müssen die Arbeit annehmen, da sie Miete für die Wohnung annehmen müssen. Der eigentumsbesitzende Single oder Langzeit Hotel Eltern bewohner, hat da einen AMS Antiarbeitsschutz.

best option to win in game capitalism

is to have much income from riskless dead capital,
like apartment house. With 3-8 flats, you don't have to work anymore and your income is ensured.
You know why KMUs are angry?
Cause they have only riskfull working captial,
and not always ensured income without performance.

Jetzt weißt du was es heißt:
"Arbeit/Leistung muss sich wieder lohnen"
!=
"Einkommen aus totem Kapital oder geistigen Eigentum muss sich wieder lohnen!"

Es gibt das alte DKD und das neue

beim alten hast du Gründe, Häuser, Hotels und beim neuen Firmen und Investitionen.
In Östereich wird das so gespielt.
Grund- und Boden sicherer und bringt besseren Ertrag.
Also investiert jeder noch ins alte Spielbrett.
In Amerika haben viele Grund und Boden, Ziel ist es Häuser jeder Familie zu ermöglichen => hat nicht funktioniert Subprime Market Krise =>
Investitionen dort eher in Firmen, da Wohnen nicht so künstlich verknappt ist.

hat auch damit zu tun,...

...dass dort viele ihre Morgans Land abstecken konnten, bei uns ist das fürstlicher oder kirchlicher Grundbesitz.

und der größte Grundbesitzer ist der Staat

ich habe sowohl...

...Euch grundbesitzende Salonkommunisten mit 3 Häusern, als auch die Bekannten aus dem Geldhochadel unserer feschen Finanzministerin ganz ganz kuschelig lieb, auch wenn ihr viel totes Kapital gehortet habt. Ich bin nur so ein links liberaler Pirat, das ist meine Art. Und daher bin ich der Meinung Kinder sollten aus Ansporn für Leistung ruhig 10% FlatTax bei Erbschaftssteuer (Ausnahme: letzte Hüsle und Betriebe) zahlen. (Bussi, Bussi, Kuschel)
Blöd ist halt, dass die Mafia Familien mit dem Wegfall der Schenkungssteuer gut Geld herumschieben können. Fragt Max Edelbacher.

Sie haben ein Wissensdefizit:
1. Jeder braucht ein persönliches Zeitmanagement. Vor allem bei der Kinderbetreuung.
2. Bezüge werden 6 Wochen gestrichen. Und dagegen kann man Einspruch erheben, der zu 99% durchgeht, weil lt. Spruch des VGH die Lebensgrundlage vom Staat, aus welchen Gründen auch immer, nicht entzogen werden kann.
3. Ohne Bescheid ist Unsinn. Im Gegenteil. Wenn eine Bezugseinstellung mündlich ausgesrochen wird, MUSS ein Bescheid eingeschrieben zugesendet werden.
4. Versichert ist man auch bei Bezugssperre.
5. Informationsdefizit an sich. Wenn ich AL bin muss ich einfach wissen, wie die gesetzliche Basis für meine Situation als AL ist. In einem Job weiß ich auch über meine Rechte Bescheid, warum nicht auch als AL informieren?

Spruch des VGH

von wann?
In 99% der Fälle? Stellen Sie sich diesen bürokratischen Aufwand vor!
Wer will mi/uns jetzt pflanzen, I ask myself?

gut zu wissen,

...aber auch noch besser zu wissen,
dass manche AMS BetreuerInnen scheinbar sich nicht an die Gesetze halten.

Ich glaub, die kennen die Gesetzte nicht einmal, sondern bekommen Anweisungen, die sie glauben, einhalten zu müssen.

!! ----- Nach- und Beweise

für den zweiten Punkt verzweifelt gesucht. MMn Nonsens. Man beruft beim AMS, und nicht beim VGH. Übrigens: 6-8 Wochen.

ad 1. Persönliche Verfügbarkeit von 8-19h, wenn diese vom AMS im Falle alleinerziehender Mütter verlangt wird, hat genau was mit mangelndem Zeitmanagement der Mutter zu tun? NICHTS.

ad 3: Erhalt eines eingeschriebenen Bescheids ist Unsinn. (Ich erhielt nie einen solchen.) - Außer, das hat sich in den letzten paar Jahren geändert.

ad 5: bei wichtigen Angelegenheiten hat man von der Behörde darüber informiert zu werden (z.B. über Berufungschancen); für alle anderen muß über eine Informationsstelle informiert werden.

Und warum,

Verehrtester Mr./Ms. Selbstdarsteller-Superchecker,
haben Sie uns denn eine dicht beschriebene, 25 S. lange PDF-Datei zugemutet, ohne uns gleich den Hinweis auf die entsprechende Seite/n zu geben, hmm?

Schwachsinn.

Was Sie für ein Schwachsinn posten, unglaublich.
Wahrscheinlich mit Absicht.
Lesen Sie nochmals die Erkenntnisse des VGH S.22ff.

Na guat.
(Sicher a NGO.)
Wiss' ma halt nicht immer, net olle.
Is hoit schod.

Interessant

Man weiß über seine Rechte bescheid ... nur wenn selbst diese mit Füssen getreten werden ist dies nicht mehr legitim! Ich kann den Sachverhalt der Dame nicht eins zu eins wiedergeben ... da mir hier schon 30 mal die maximal Zeichen ausgegangen wären! Wenn Betreuer einem Vorschreiben sich Tagesmütter zu suchen .. diese selbst bezahlen muss ohne Beihilfe usw ... die Frechheiten sind sehr umfassend die hier abgelaufen sind!
Der Bescheid von dem Sie sprechen benötigt derzeit schon weit über 6 Wochen! Dennoch ist der Bezug eingestellt. Der Bezirksleiter der AK NÖ ist sogar selbst in Person an diesem Fall dran... deswegen kann man hier ohne weiteres von einer Schikane seitens des AMS ausgehen! Die beim AMS WN nicht die Ausnahme sind!

"AMS ist Reparaturanstalt für Schulsystem"

Diese Schlagzeile stimmt. Aber bevor jeder Neoliberale sich jetzt freut und nach 50h hart arbeitenden Menschen lechzt, möchte ich folgendes bemerken:
Ich hatte einen Chef und eine Chefin in der Privatwirtschaft, die es schafften unterschiedliche Arbeitszeit Bedürfnisse und Leistungserbringung entsprechend zu organisieren und zu honorieren. Ich weiß nicht, ob das 2 Ausnahmen Genies waren, aber es gab weder Neid, noch den Zustand, dass Mütter oder Väter nach der Geburt voll verschlissen wurden.
Wenn die Arbeitsbedingungen für die Familiengründung sehr nachteilig sind, werden weniger Familie gründen. Die gender spezifische Arbeitsverteilung ist anders als früher und bis auf eine privatwirtschaftliche Firma habe ich keine Lösung gesehen.

Wenn niemand Familie gründet,...

...dann haben wir bald noch ein katastrophaleres Problem mit der Alterspyramide und im Pensionssystem. Ihr solltet mal echte Profis an diese Sache heranlassen und keine Stümper, ich kenne einen. Ich glaube auch einen zweiten, der wirklich davon Ahnung hat.

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