Adobe Acrobat 11 startet Mitte Oktober

1. Oktober 2012, 17:15

Neue Features und Anbindung an Clouddienste, verbessertes Texthandling

Adobe, das diesen Sommer von Hackern heimgesucht wurde, steht kurz vor dem Release der elften Version des Acrobat-Systems. Die neue Ausgabe beinhaltet eine Reihe von Änderungen und Neuheiten, die im Adobe Blog vorgestellt werden.

"FormsCentral" und "EchoSign"

Zur Pro-Version gehört nun der Onlinedienst "FormsCentral", der für rund 15 Euro monatlich bei der Erstellung von HTML-Formularen und AcroForms assistiert. Die normale Ausgabe des Readers kann nunmehr auch ausgefüllte Formulare abspeichern. Dokumente können via "EchoSign" signiert werden, auch dieser Dienst schlägt mit rund 15 Euro pro Monat zu Buche.

PDF-Export ins PowerPoint-Format

Auch neue Exportfunktionen halten Einzug. Acrobat 11 beherrscht nun neben der Ausgabe ins Excel- und Word-Format auch PowerPoint. Dabei versucht das Programm im Dokument eine Formatvorlage automatisch zu erkennen und in das .pptx-Format zu übersetzen. Dies soll auch mit PDF-Dateien funktionieren, die ursprünglich mit der freien Alternative "Impress" (zu finden in LibreOffice und OpenOffice) erstellt wurden. Acrobat 11 lässt sich auch in Office 365 integrieren.

Der PDF-Editor erkennt in der neuen Ausgabe Texte nun in Blöcken und nicht mehr in Zeilen. Dies erleichtert die Formatierung und Änderung von Dokumenten.

560 Euro für Pro-Version

Das Export-Plugin für Word kann nun auch Tags auslesen, wenn das Dokument fehlerhaft aufbereitet ist. Fehlende Informationen kann der Nutzer in entsprechenden Dialogen nachreichen. Für Archivierung kann der Nutzer nun den PDF/A-Standard forcieren, was notfalls mit der Umwandlung von Inhalten in Bitmaps oder PostScript einhergeht. Darüber hinaus soll das neue Produkt auch in Sachen Sicherheit verbessert worden sein.

Die Pro-Ausgabe von Acrobat 11 wird 559 Euro als Neukauf und 239 Euro als Upgrade kosten. Für die Standard-Version werden 349 Euro fällig, für das Update 165 Euro. Erscheinen soll die neue Suite Mitte Oktober. Der Adobe Reader bleibt wie gehabt kostenlos. Eine Vorstellung von Acrobat 11 wird auf Adobe TV geboten.

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21 Postings
Die bisher beste pro Version war der neuner.

Der Zehner ist unüberschaubar und behäbig, Elfer... Klingt nach noch mehr unnötigen Fett. Mal schauen

unnötigeM fett

Ich hoffe doch sehr,

dass der neue Acrobat-Reader endlich die 2 GB Speicherplatz auf der Platte knackt? Die Rechner sind heutzutage so leistungsfähig, dass sich Adobe hoffentlich die Mühe macht, das Ding weiterhin so aufzublasen, damit ein Start des Readers zumindest eine halbe Minute in Anspruch nimmt.

PS: foxit-Reader statt Adobe. Fühlt sich an, als hätte man einen neuen Rechner.

Probiere doch einfach den Adobe Reader. Ist besser als der Acrobat Reader.

Adobe? What for?

Also zumindest für mich Lutschkerl der nur den Reader braucht, hat es sich ausgeadobet. Mein zugegeben 4 Jahre altes Notebook immer öfter überfordert, alle 3 Tage irgendein total wichtiges Update (ähnlich wie das Zeugs von Java, welches sich diesbezüglich auch unangenehm oft wichtig macht) - nein danke. Foxit Reader ist da schlanker und weniger nervig. Zumindest vorerst.

Ladezeit - stimmt.
Anzeigequalität - reicht für die meisten Anwender aus (ich als Grafiker muss mich manchmal ärgern, wenn ein Kunde ein PDF ansieht, Fehler rückmeldet, und sich dann rausstellt, dass er eine Uralt-Alternative als PDF-Betrachter verwendet. Die ganze Druckvorstufe und Produktion läuft auf einem PDF-Workflow, und wenn standardkonforme PDFs nicht richtig angezeigt werden, ist das mühsam.
Sicherheit - auch Foxit und Co sind nicht vor Sicherheitslücken gefeit ... nur weil's weniger updates gibt, heißt das noch nicht dass ein Programm sicher ist.

Eine abwärtskompatible Einstellung und einen Hinweis in den Dokumenteneigenschaften würde hier für Sie doch etwas Hilfe bedeuten. Ausserdem behaupte ich Sie meinen Textdarstellungsprobleme und das wäre Ihr Fehler. Zudem nicht vergessen auf die Ebenen. Sie scheinen jung zu sein. Im Workflow hat ein Acrobat eh nicht viel zu melden.

Was ist eine "abwärtskompatible Einstellung"?

Muss ich immer noch fürchten, dass ein PDF-Betrachter nur mit 1.3/X-3 aus dem Jahr 2003 umgehen kann, oder kann ich Ende 2012 erwarten, dass er das Dokument nach 1.4/X-4 (ein 5 Jahre alter ISO-Standard!) sauber darstellen kann (es geht hauptsächlich um falsche Transparenzdarstellung)? Von 1.5 1.6 1.7 red ich ja gar nicht :)
Es geht hier auch nicht um Druckdaten (gibt's in Absprache als X-3 oder -4 – die meisten Drucker wollen jetzt X-4 für ihren PDF-RIP), sondern um den steten Austausch von Korrekturdokumenten etc. Da dem Kunden mit einem vielfachen der nötigen Dateigröße zu quälen ist auf Dauer auch nicht zweckmäßig, wenn das Problem nur am nicht standardkonformen Interpreter liegt.

Und wenn wir schon ein bisschen persönlich werden ... Ich weiß nicht in welcher Welt Sie leben ...

... *meine* Welt sieht so aus, dass ich täglich Daten mit meinen Kunden auf Basis von PDF austausche (Magazine, Broschüren für B2B-kommunikation), Korrekturen auf Basis von PDFs zurück bekomme, wir als Austauschformat für Vektoren PDF verwenden, und unsere Druckdienstleister ihren Druckprozess inzwischen auf PDF umgestellt haben und standardisierte PDF-Druckdaten wollen (oder Aufpreis).
Dass Acrobat im Druck wenig zu "melden" hat, ist klar – im Datenhandling davor ist er Dreh- und Angelpunkt, und wenn dann ein anderer PDF-Betrachter bei standardkonformen Dokumenten Quatsch anzeigt (OSX-PDF-Vorschau anyone?), ist es sinnvoll, dort bei der "Fehlerbehebung" anzusetzen.

Ob ich mit 14 Jahren im Beruf noch jung bin? Ich versuch's zu bleiben ;-)

Zum Vektoraustausch PDF? Was ist das denn für ein Quatsch?

Was nimmst du denn?
- EPS ist technisch völlig veraltet
- SVG und CMYK/Spot ist murks ohne Ende
- AI ist PDF mit proprietärem Aufsatz
- Corel Draw? :)

SVG natürlich. Und wozu da CMYK? Ich seh den Sinn nicht, wozu man bei der Kreation CMYK in den Daten braucht? CMYK ist ein reines Druckerproblem und da gehörts auch hin, nicht in die Daten. Wenn man auch drucken will, dann kann man auch vorher simulieren.

ja ... Das Simulieren ist so eine schöne Idee, die seit nun wievielen Jahren rumgeistert?

CMYK hat bei Print den Vorteil, dass ich mit den Werten arbeite, die im Ausgabemedium dann auch relevant werden – die Simulation von CMYK in RGB ist bei entsprechenden Bildschirmen hinreichend gut, umgekehrt geht's hingegen nicht ganz aus ... Und da zwischen mir und Drucker nicht mehr umgerechnet werden muss, gibt es keine Fehlerquelle, die zwar theoretisch nicht da ist weil alle perfekt arbeiten und wissen was sie tun, praktisch dann aber schon.

SVG kann ja theoretisch auch per ICC CMYK, Lab und sogar Spot-Farben, aber hast du schon mal eine Druckerei mit sowas behelligt? Hast du einen Editor der das zuverlässig erstellt und Programme die das zuverlässig einbinden können? :)
PDF ist etabliert und für den Zweck geeignet, SVG nicht.

Ähm, es geht um Vektordaten. Da ist Druck völlig unerheblich. Was dann mit den komponierten Sachen geschieht ist da erstmal irrelevant. Natürlich mach ich aus SVGs usw fürn Druck auch PDFs mit evtl wenn nötig Daten fürn Zielfarbraum, damit das auch in meiner Hand liegt, aber das auch nur unmittelbar vor dem Druck. Alles davor bekommt CMYK-Werte nicht zu Gesicht, wird höchstens simuliert wenn nötig. Generell arbeite ich ja nicht darauf hin, wie es CMYK aussehen soll, sondern wie es fürs Auge bzw Hirn aussehen soll und das kennt kein CMYK, was ja nur eine Krücke für den miserablen Druckprozess ist. Wenn mir jemad kommt "Mein Logo soll C=100 etc haben", dann greif ich mir innerlich an den Kopf.

wir leben in verschiedenen welten, haben verschiedene kunden, oder reden von verschiedenen dingen ...

Ohne mich jetzt weiter reinsteigern zu wollen:
Was meinen Sie mit "Textdarstellungsprobleme" und unter welchen Umständen wäre das "mein Fehler"?
Ich möcht die Fehler in Zukunft gerne präventiv vermeiden ...

Für Archivierung kann der Nutzer nun den

PDF/A-Standard forcieren, was notfalls mit der Umwandlung von Inhalten in Bitmaps oder PostScript einhergeht."

Das schaue ich mir aber dann genau an ??!!

Himmel, da gibts noch 2003er Versionen?

X 3-4 ist eh usus. Ich gehe davon aus, dass die da draussen Acrobat ab 7 haben. Was die Transparenz betrifft gibt es mehrere Problemquellen. Die Transparenzprobleme ergeben sich auch öfters, weil die Dateigrösse zum Kunde gering gehalten werden sollte.Die einen kontrollieren halt dann den Text und die anderen das Layout etc.. Hinterher kommt auch noch der Officedrucker daher. Ansonsten schätze ich mal, dass Sie ihre Aufgabenstellungen eh zufrieden stellend abarbeiten. Hoffentlich hat die Digitalisierung im Workflow endlich bald den (von mir aus ISO) Standard erreicht und der nicht einfach von Adobe gereitet wird. Das mit dem Aufpreis dort ist echt das Letzte, denn die Engine machts eh. PontiusPilatus verhalten. Kenne ich zur genüge. Peace

Der Usprungsposter hat ja verkündet, dass foxit-reader "ausreichend" sei. Ich habe darauf geantwortet, dass sowas nicht unreflektiert wahr ist, da es eben auch probleme geben kann, unter anderem nicht standard-konforme darstellung von standard-konformen PDFs, und wir darunter leiden, wenn manche kunden ebenfalls auf acrobat "verzichten" und wir ihre fehlinterpretationen dann "korrigieren" sollen.

ich sag ja nicht, dass acrobat die einzige wahrheit ist, aber momentan ist es halt das zuverlässigste pdf-werkzeug (und das einzig mir bekannte) für die von mir geschilderten anwendungsfälle – da werden eben transparenzen, sonderfarben, überdrucken-einstellungen etc. *richtig* dargestellt, und es kommt *nicht* zu "problemen".

Nicht in einer Million Jahren, Adobe!

wegen
http://forums.adobe.com/message/4607092

oder dem
http://forums.adobe.com/thread/1021670

ein Witz, was da abgeht

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