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Felix Wagner wurde am Sonntag zum Bundesschulsprecher gewählt.
Der neue Bundesschulsprecher Felix Wagner fordert, dass Schüler die Hälfte ihre Schularbeiten im Jahr streichen können und stattdessen Projektarbeiten verfassen dürfen. So würden die Talente der einzelnen Schüler besser gefördert, so Wagner. Der 18-Jährige stellte am Montag bei einer Pressekonferenz seine Projekte für das kommende Schuljahr vor.
Die Projektarbeiten sollen eine wissenschaftliche Arbeit sein, bei der sich die Schüler das Thema selbst aussuchen. "Die Entscheidung, überhaupt eine Schularbeit durch eine Projektarbeit zu ersetzen, liegt bei dem Schüler selbst", sagt Wagner. Den Schülern soll also freistehen, ob sie lieber eine Arbeit schreiben wollen oder eine Schularbeit. Den Abgabetermin soll der Schüler gemeinsam mit dem Lehrer festlegen.
Der Schülervertreter fordert außerdem, dass Schüler auch auf politischer Ebene im Bund mitmischen können. Er schlägt dafür das Gremium eines "Bundesschulgemeinschaftsausschusses" vor. In diesem Ausschuss sollen Lehrer, Eltern und Schüler sitzen. "Diese drei Gruppen müssen die Möglichkeit bekommen, den Schulalltag mitzugestalten, um bei Entscheidung über Veränderung im Schulsystem entsprechend mitzuwirken", so Wagner.
Zudem ist der Bundesschulsprecher dagegen, dass den Schulen Veränderungen im System "aufgezwungen" werden. Die Schulen sollen selbst entscheiden können, wie sie die Reformen an ihrem Standort umsetzen.
Wagner besucht die HTL in Mistelbach in Niederösterreich. Er ist Mitglied der Schülerunion, die der ÖVP zugerechnet wird. Die Schülerunion stellt in diesem Schuljahr 27 der 29 Mitglieder der Bundesschülervertretung. Der Bundesschulsprecher wird von der Bundesschülervertretung gewählt, diese wiederum setzt sich aus drei Landesschulsprechern pro Bundesland und zwei Vertretern der Zentrallehranstalten zusammen.
Die Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), die der SPÖ nahesteht, hat zuletzt eine Direktwahl des Bundesschülervertreters gefordert. Wagner lehnt das im Namen der Schülerunion ab. "Alle Schüler zu erreichen ist schwer", sagt er. Es würde dann jener gewinnen, der am meisten Geld hat, um es in ein Werbevideo zu investieren, oder der mehr "Likes" auf Facebook hat. Als Schüler habe man weniger Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.
Der Bundesobmann der Schülerunion, Daniel Perschy, meint im Gespräch mit derStandard.at, dass eine Direktwahl auch schwierig sei, weil die Wahl jedes Jahr stattfinde.
In der Frage des Ethikunterrichts ist die Schülerunion voll auf Parteilinie. Wie die ÖVP fordert auch sie, dass das Fach Ethik als Alternative zum Religionsunterricht angeboten wird. Ein Pflichtgegenstand Ethik und die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts in seiner jetzigen Form lehnt die Schülerunion ab. "Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich konfessionellen Religionsunterricht", sagt Perschy. Religion sei ein Kulturgut und deshalb schützenswert.
In einer Aussendung der Schülerunion heißt es dazu, der Religionsunterricht an den Schulen verhindere, dass "der Religionsunterricht in die Hinterhöfe abwandert und so einer Radikalisierung Tür und Tor öffnet". (lis, derStandard.at, 1.10.2012)
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Statt Schularbeiten auch Projektarbeiten zuzulassen finde ich eine super Idee. Da Projektarbeiten ja bekanntlich das Gehirn und das Mitdenken mehr fordern, als etwas stupide auswenig zu lernen für eine Prüfung.
Ethikunterricht auf Parteilinie abgestimmt, hat halt nichts mit Weiterentwicklung zu tun und selbstständigem Denken. Denn konfessioneller Religionsunterricht hat mit Ethikunterricht nichts zu tun und kann nichts dazu beitragen eine Gesellschaft zusammenzuführen.
liegt der fehler bei wagner oder standard? ab welcher schulstufe sollen denn diese wissenschaftlichen projektarbeiten möglich sein?
in der hak und htl ist es ohnehin seit langem möglich, nur 1 SA pro semester in den fächern d, m und e zu haben. wie wenige sollens denn bitte noch sein?
außerdem muss man in deutsch diverse textsorten abprüfen...wegen der schriftlichen zentralmatura.
die gute schüler schreiben die sa, bedeutet den zeitlich geringsten aufwand. und die anderen werden was zusammenstoppeln, weil zeit ohnehin immer zu wenig vorhanden. dann hat man im sa-fach erst recht stress (das wenige muss positiv sein) und im wahlfach zusätzlich, wenn die arbeit zuwenig qualität besitzt.
Als Lehrerin, die ein "Hauptfach" (leise, leise, sowas gibt es offiziell gar nicht) unterrichtet, soll ich regelmäßig Hausübungen korrigieren, Schularbeiten korrigieren, für jeden, der momentan keine Lust auf eine Schularbeit hat und deshalb fehlt, eine Ersatzschularbeit zusammenstellen, in Zukunft dann auch noch die "Wagner'schen Projektarbeiten" betreuen, gefälligst am Nachmittag den Schülern als Förder-, Nachhilfe- Odersonstlehrerin zur Verfügung stehen und ihnen bei den Hausübungen helfen. Ich werde FREIWILLIG meine Qualifikation als Mathematiklehrerin an die Uni zurückgeben und mich auf mein Zweitfach Geographie und mein Drittfach Informatik zurückziehen ;-)
Sollen doch andere
jeden einzelnen schüler individuell fördern, genau beurteilen (nicht nur mit note), 40 h in der schule (bei den ach so tollen arbeitsplätzen), 5 wochen ferien (hoffentlich dürfen wir die wenigstens in den 9 wochen juli/august selbst einteilen) usw.!
wer wirklich in öst. noch lehrer wird muss irgendwie .... sagen wir mal komisch sein!
bereits dermaßen früh und dermaßen professionell stattfindet, halte ich für eine furchtbare Entwicklung.
Der Idee einer Projektarbeit kann ich dafür durchaus etwas abgewinnen. Immerhin wäre das ein Schritt weg vom vielfach kritisierten Frontalunterricht, und zumindest ein kurzweiliges Intermezzo, das vom Schüler (so er sich überhaupt dafür entscheidet) ein gewisses Maß an Selbständigkeit erfordert.
der gerne Jus oder BWL studieren möchte, um später Politiker oder "Manager" zu werden. Man möge mir meine Apathie verzeihen, falls ich mich irre, aber solche Leute schaufeln das Grab der Republik. Opportunistisch, ideologiefrei, eingebildet, selbstverliebt. Das sind die Eigenschaften, die mir bei Felix Wagner in den Sinn kommen, ebenso wie bei Sebastian Kurz oder anderen jungen ÖVPlern.
Das stell ich mir lustig vor. In meinem ersten Semester an der Uni hatte ich ein Fach, in dem wurden wir extra darauf vorbereitet, solch eine Arbeit zu verfassen und es war dennoch sehr mühsam und aufwendig. Weiters war selbst das nur eine Pseudoarbeit, da in den meisten Bereichen einfach das grundlegende Wissen fehlt, um auch irgendwas neues beizusteuern.
Weiter stelle ich es mir schwer vor, überhuapt aktuelle Literatur zu bekommen da vieles ja nicht frei zugänglich ist. Und in welchem Fach wollen die die Arbeit schreiben? In einer Fremdsprache? In Mathematik?
"Und in welchem Fach wollen die die Arbeit schreiben? In einer Fremdsprache? In Mathematik?"
Sicher nicht!
Eine Projektarbeit in Kunstgeschichte oder Theologie wird dann eine Latein- oder Mathematikschularbeit ersetzen. So stellt er sich das vor.
Damit wird das Schularbeitenausmaß von 3 oder 4 Schularbeiten pro Jahr auf 2 Schularbeiten pro Schuljahr reduziert.
Alle diese Vorschläge, die die Stärken der SchülerInnen hervorheben und nicht ihre Schwächen betonen sollen (Originalzitate sind bei den verschiedenen Bildungsexperten nachzulesen) klingen natürlich positiv, sie sind es eigentlich auch. Sie passen aber überhaupt nicht zum Paradigma "Zentralmatura".
"Und in welchem Fach wollen die die Arbeit schreiben? In einer Fremdsprache? In Mathematik?"
Sicher nicht!
Eine Projektarbeit in Kunstgeschichte oder Theologie wird dann eine Latein- oder Mathematikschularbeit ersetzen. So stellt er sich das vor.
Damit wird das Schularbeitenausmaß von 3 oder 4 Schularbeiten pro Jahr auf 2 Schularbeiten pro Schuljahr reduziert.
Alle diese Vorschläge, die die Stärken der SchülerInnen hervorheben und nicht ihre Schwächen betonen sollen (Originalzitate sind bei den verschiedenen Bildungsexperten nachzulesen) klingen natürlich positiv, sie sind es eigentlich auch. Sie passen aber überhaupt nicht zum Paradigma "Zentralmatura".
dass es bei den geforderten Projektarbeiten nicht in erster Linie um die Erfüllung von Anforderungen, die an Berufswissenschafter gestellt werden, geht.
Im englischen Sprachraum sind Projektarbeiten gang und gäbe. Und auch bei uns gibt es seit langem schon die Möglichkeit einer Fachbereichsarbeit (anstelle einer mündlichen Abschlussprüfung) im Maturajahr. Referate sind in vielen Fächern - vor allem in denjenigen, in denen es keine Schularbeiten gibt - ebenfalls keine Neuheit.
Ziel ist in der Regel, dass sich der Schüler intensiv mit einem Themenbereich auseinandersetzt, selbständig arbeitet, und eine Problemstellung aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet anstatt diese nur gemäß Schulbuch aufzulösen.
Hätten Sie dies einmal in der Schule gemacht, wäre es auf der Uni vl. einfacher gewesen. Irgendwann muss man damit anfangen.
Wenn jetzt die Schule/Internet die Literatur bereitstellt, vl 1-5 Quellen und die Schüler nicht suchen müssen, denke ich sehr wohl dass die Grundzüge erlernbar sind und die Schüler vermutlich mehr lernen als mit einer weiteren Schularbeit.
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