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Berlin - Das Opernhaus des Jahres steht in Köln - und ist gleichzeitig das größte Ärgernis der Saison, wie 50 internationale Opernkritiker in der jährlichen Umfrage der Zeitschrift "Opernwelt" mehrheitlich befanden. Zwar wurde die Bühne für ihre Leistung unter Intendant Uwe Eric Laufenberg zum Sieger gewählt. Gleichzeitig ärgerten sich die professionellen Operngänger über die kulturpolitischen Querelen, die den künstlerischen Erfolg des Hauses überschatteten.
Laufenberg war wegen Etat-Streitigkeiten zunächst fristlos gekündigt worden. Zum Ende dieser Spielzeit verließ er die Bühne mit einem Auflösungsvertrag. Nachfolgerin wurde seine bisherige Stellvertreterin Birgit Meyer. Österreichische Häuser kamen in der Wertung einmal mehr nicht vor. Im vergangenen Jahr war der Titel "Opernhaus des Jahres" erstmals an eine Bühne außerhalb des deutschsprachigen Raums gegangen: Das Theatre Royal de la Monnaie in Brüssel erhielt die Auszeichnung.
Stuttgart vierfach ausgezeichnet
Gleich vierfachen Grund zur Freude hat heuer die Oper Stuttgart: Dort singt zum zweiten Mal in Folge der beste Chor. Der Stuttgarter Intendant Jossi Wieler und sein Chefdramaturg Sergio Morabito wurden außerdem zu den besten Regisseuren gewählt. Ihre Inszenierung von Bellinis "La sonnambula" ist gleichzeitig die beste Aufführung des Jahres. Zur besten Nachwuchssängerin wurde die Sopranistin Ana Durlovski aus dem Stuttgarter Ensemble gekürt, wie aus der der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Umfrage hervorgeht.
Die Sängerin des Jahres, die 49-jährige schwedische Sopranistin Nina Stemme, startete ihre internationale Karriere im Ensemble der Kölner Oper. Zum Dirigenten des Jahres wählten die Opernkritiker Christian Thielemann, der in diesem Jahr von München an die Sächsische Staatskapelle Dresden wechselte. Er überzeugte mit seiner Interpretation von Strauss' "Frau ohne Schatten" mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen. Das Orchester des Jahres ist das Bayerische Staatsorchester mit seinem scheidenden Chefdirigenten Kent Nagano. (APA, 1.10.2012)
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Wahlen zur wichtigsten dt. Kulturstadt im dt. Feuilleton kommen ja auch regelmäßig ohne Wien aus, was ja weniger über Wien aussagt als über die Qualität der Juroren.
Spielmanns "Revanche", ein wirklich großer Film, wurde, als er in die engere Oscar-Auswahl kam, nicht einmal erwähnt (die Wiener Zeitungen berichteten ausführlich über die gesamte Konkurrenz) oder völlig entstellt, wie im "Spiegel", der von einer Wiener Kiezgeschichte schrieb.
In der FAZ schrieb ein Kritiker einmal, es ging um eine film. Doku über den Siebenjähr. Krieg, er könne das Wienerische der Maria Theresia nicht mehr hören.., wahrscheinlich hätte man sie bei Wenzel-Lüdecke synchronisieren sollen.
Beispiele über die Enge d. dt. Feuilletons sind leider nicht zu übersehe
Ein Feigenblatt um seine Blößen zu verstecken braucht doch jeder!
Der seinerzeit von den Preußen propagierte und von Hitler verstärkt übernommene Wienhass spukt noch immer in vielen dt. Köpfen herum und tritt besten Falls als Ambivalenz (ulkiges Völkchen..) zu Tage.
wie alle Verallgemeinerungen.
Etwa um 2 Uhr nachts, schon etwas im Öl, erzählte mir ein hochrangiger ZDF-Journalist (mittlerweile in Pension), er könne die Wiener und die Saarländer nicht ausstehen: beide seien falsch.
Ich weiß, ein Einzelfall.
Grundlegenderes bei G.Holzer: Verfreundete Nachbarn. Holzer war viele Jahre als Diplomatin in D, blickt also tiefer!
Dieses Buch wurde in Ö. totgeschwiegen, in D nicht einmal ignoriert.
Es ist keineswegs meine Absicht, D herabzusetzen, ich sehe D voll Sympathie, aber ein realist. Verhältnis aufzubauen halte ich für besser als diese operettenhafte Beliebtheitswalze nachzubeten, die falsche Sicherheiten erzeugt.
ich weiss, keine Einzelfälle, aber ein Buch zeigt es auf und dessen Inhalt ist richtig (auch ein Einzelfall), sie beteuern etwas nicht tun zu wollen und tun es laufend (herabsetzen).
Und haben sie die Ursache, warum wir, nach Frau Holzner (zufällig kenne ich das Buch) nicht beliebt sind, auch einmal auf oesterreichischer Seite gesucht?
ich lebe in der größten Stadt Deutschlands.
Hier gibt es, neben vielen anderen, eine umfangreiche, hochgeachtete österreichische Community, deren Mitglieder auch überwiegend beruflich erfolgreich sind und ua. mit der (Josef) Laggner-Gruppe die Berliner Gastronomie dominieren.
Insbesondere bei allem, was mit Wien zusammenhängt, schaut man eher nach oben, ungefähr so, als wenn man in Wien von Paris redet.
Von "Wienhass" kann zumindest in Berlin mitnichten die Rede sein....sehr im Gegenteil.
Und wissen Sie: diese (eventuell einseitige) positive Einschätzung hat ihre Grundlage durch die damals beginnende großartige kulturelle Wechselbeziehung schon vor mehr als hundert Jahren gefunden.
Dort hält man sich vielleicht was Theater betrifft für den Nabel der Welt.
Aber was Filme betrifft, steht Österreich international viel, viel besser da. Der österreichische Film - egal ob Spiel- oder Dokumentarfilm - gewinnt weltweit Preise.
Wo da jetzt irgendein angebliches "Opernhaus des Jahres" steht oder nicht, und ob in der Fußgängerzone von Castrop-Rauxel ein Hund hingemacht hat, ist im Vergleich dazu völlig egal.
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