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Das deutsche Bundeskartellamt hat über den Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine schon Anfang Juli wegen der Teilnahme an einem Schienenkartell ein Bußgeld in Höhe von 8,5 Millionen Euro verhängt. Zuletzt förderten deutsche Medien ungustiöse Details zutage, wonach Voest-Angestellte üppig und vor allem unbeanstandet Bordellbesuche in Rechnung gestellt hatten. Kolportiert wurde die beachtliche Summe von 140.000 Euro.
Bei den nächtlichen Ausflügen sollen nach Angaben eines Teilnehmers auch Mitarbeiter des Konkurrenten Thyssen-Krupp, der Deutschen Bahn und Kunden dabei gewesen sein. Laut voestalpine gab es keinen Zusammenhang zwischen den Bordellbesuchen und den illegalen Preisabsprachen.
Über illegale Preisabsprachen beim Schienenverkauf sei der Vorstand der Konzerndivision Voest-Alpine Bahn genauer im Bilde gewesen, heißt es nun in der Financial Times Deutschland (FTD). Zumindest würden dies die Aussagen eines Voestalpine-Verkaufsleiters nahelegen.
Nach FTD-Informationen berichtete der inzwischen aus dem Unternehmen ausgeschiedene Manager den Ermittlungsbeamten der Bochumer Staatsanwaltschaft, dass die Absprachen im Rahmen des im Sommer aufgedeckten Schienenkartells dem Vorstand nicht nur bekannt gewesen sei, sondern von ihm ausdrücklich gebilligt worden seien.
Darüber hinaus sollen Mitglieder des Vorstands der Voestalpine Bahnsysteme bis 2001 aktiv an Absprachen beteiligt gewesen, heißt es in dem Bericht. (red, derStandard.at, 1.10.2012)
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Zum Schienenkartell gehörte neben den Stahlkonzernen Voestalpine und ThyssenKrupp auch das Bahntechnikunternehmen Vossloh
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