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Athen - Ein Treffen der "Troika"-Geldgeber mit dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras ist nach etwa 35 Minuten ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. "Sie (die Troika) wollen einige Erläuterungen des (Spar)Programms, das wir ihnen präsentiert haben", sagte der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras nach dem Treffen. "Wir werden uns wiedertreffen".
Experten aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) überprüfen derzeit das Sparprogramm. Ein positiver Bericht ist Voraussetzung für die Auszahlung einer nächsten Hilfstranche an das pleitebedrohte Euro-Land von 31,5 Mrd. Euro. (APA, 1.10.2012)
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Ich habe das Gefühl, dass hier was ganz falsch läuft - es erinnert mich frappant an die friss-oder-stirb Reparationszahlungen Deutschlands und Österreichs nach dem ersten Weltkrieg. Wenn einem Land mehr aufgebürdet wird als es stemmen kann, wird die Lage schnell hoffnungslos und die Rufe nach dem "starken Mann" sind eine logische Folge.
Es handelt sich nicht um ein griechisches, sondern um ein europäisches Problem. Wir benötigen einen "Marshall-Plan" - oder anders formuliert - einen Plan bei dem es nicht in erster Linie darum geht, wer wie viel zahlen muss und bis wann er es (möglichst hoch) verzinst zurück bekommt. Sondern um einen Plan, der die angeschlagenen Länder in die Lage versetzt wieder auf die Beine zu kommen!
1961 -> EWG (Assoziierungsabkommen)
1981 -> EU-Mitgliedschaft
In dieser Zeit bekam GR 250 Mrd.* von EU bzw. Staatengemeinschaft. Das war NICHT für Banken. Wenn GR damit Banken bediente, dann war das eindeutig nicht widmungsgemäß/vertragskonform.
* > 20-fache Marshall-Plan Äquivalente
P.S. OHNE die DREI Pakete (2010 - 80 Mrd./2011 - 110 Mrd./2012 - 130Mrd.)
>20fach? Marshallplan nach heutigem Wert wären mehr als 100 Milliarden Euro.
Und: es ist mir natürlich klar, dass man dies nicht wirklich vergleichen kann; es geht aber durchaus um eine bestimmte Geisteshaltung die dem Marshallplan zugrunde lag (natürlich ist mir auch bewusst, dass die USA den Marshallplan mit mehr als nur einem Hintergedanken gestartet haben). Wichtig war mir die Erkenntnis, das brutale Schuldenpolitik ohne Erholungs- und Wachstumschancen ins Verderben führen.
Bitte kurze darüber nachdenken! Griechenland hat knapp über 9 Mio. Einwohner und eine hohe Beamtendichte => Österreich, nicht ganz unähnlich. Und jetzt stellt Euch mal vor, die EU fordert von Österreich, dass auf der Stelle 15.000 Beamten entlassen werden müssen. Was wäre die Folge: "Kein Problem, machen wir. Immerhin haben wir haben uns ja selbst reingeritten"? Eher nicht!
Wenn Sie meinen Eintrag aufmerksam gelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass es mir nicht darum geht wie viele Beamten man in Österreich einsparen könnte; Sondern vielmehr darum, dass die Forderung der EU an Griechenland 15.000 Beamte zu entlassen" eine höchst problematische Geschichte ist.
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