Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Tokio - Der japanische Ministerpräsident Yoshihiko Noda hat zum dritten Mal binnen eines Jahres sein Kabinett umgebildet, um einen Machtverlust abzuwenden. Darüber hinaus weist die Berufung der beiden Ex-Außenminister Seiji Maehara und Makiko Tanaka darauf hin, dass Premier Noda an einer Entspannung im Konflikt mit China interessiert ist, wie japanische Medien am Montag berichteten. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern haben sich wegen eines Inselstreits im Ostchinesischen Meer drastisch verschlechtert.
Neuer Strategieminister in der Regierung wird der als Hardliner bekannte Maehara. Während dessen Amtszeit als Außenminister von September 2010 bis März 2011 war der Konflikt mit China schon einmal ausgebrochen. Zugleich berief Premier Noda die für ihre guten China-Kontakte bekannte Ex-Außenministerin Makiko Tanaka zur Bildungsministerin. Sie ist die Tochter des früheren Premiers Kakuei Tanaka, der 1972 die Beziehungen mit China normalisiert hatte.
Tanaka hatte einst maßgeblich zur hohen Popularität des damaligen reformorientierten Regierungschefs Junichiro Koizumi beigetragen. Sie wollte während ihrer Amtszeit von 2001 bis 2002 das von Bestechungsskandalen erschütterte Außenministerium reformieren. Sie wurde jedoch gefeuert, nachdem sie sich harte Auseinandersetzung mit hohen Ministerialbeamten geliefert hatte.
Außenminister bleibt derweil Koichiro Gemba. Auch Nodas Verteidigungs- und Industrieminister behielten ihre Ämter. Mit der nunmehr dritten Kabinettsumbildung seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr spekuliert Noda - der sechste Premier in sechs Jahren - darauf, seine Demokratische Partei DPJ vor möglicherweise schon bald kommenden Wahlen zum mächtigen Unterhaus des Parlaments aus einem Umfragetief zu holen.
Kritiker werfen Noda jedoch vor, er habe vor allem jene Parteimitglieder mit Posten versorgt, die ihn bei der kürzlichen Wiederwahl zum Parteivorsitzenden unterstützt hätten. So gilt der neue Finanzminister Koriko Jojima als unerfahren. Außer Tanaka und Maehara sind die insgesamt zehn Neuzugänge im Kabinett der breiten japanischen Öffentlichkeit kaum bekannt.
Die oppositionelle Liberaldemokratische Partei LDP unter dem nationalistischen Ex-Premier Shinzo Abe wittert die Chance, nach ihrer historischen Wahlniederlage 2009 an die Macht zurückzukehren. Die LDP hat bereits im Oberhaus die Mehrheit und versucht damit, Noda zu vorgezogenen Neuwahlen zu zwingen. Die Umfragewerte der Regierung Noda waren von einst mehr als 60 auf unter 30 Prozent gefallen.
Dazu trug die von Noda mit Vorrang betriebene Verabschiedung von Steuererhöhungen bei. Auch seine Entscheidung, eineinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima wieder zwei Reaktoren hochzufahren, haben ihm viele Japaner verübelt. Zwar hatte er kürzlich die Absicht eines Atomausstiegs bis 2040 verkündet, doch war seine Regierung nur wenige Tage später wieder zurückgerudert. Unterdessen wurden am Montag in der nördlichen Provinz Aomori erstmals seit dem GAU in Fukushima Arbeiten zum Bau eines Atomkraftwerks wieder aufgenommen. (APA, 1.10.2012)
Japan ließ Kampfflugzeuge aufsteigen - Russland wies Vorwürfe zurück
Abe korrigiert nach Kritik aus China und Südkorea Äußerungen über offizielle Entschuldigung von 1995
Nach dem Wahlsieg: Shinzo Abe kündigt bei Fukushima-Besuch Bau neuer Reaktoren an
Hardliner Abe strebt Bruch mit der Nachkriegs-Ära an
Shinzo Abe will der kränkelnden Wirtschaft mit einer Konjunkturspritze auf die Beine helfen - Viel Zeit hat er dafür nicht, wie die Erfahrung zeigt
Neue Leitlinien für die Verleger von Schulbüchern
Künftiger japanischer Regierungschef Abe verwechselt kurzfristig US-Präsidenten
Abe plane, Ex-Außenminister Koumura als Sondergesandten nach China zu schicken
Der Chef der japanischen Liberaldemokraten, Shinzo Abe, hat die Unterhaus-Wahl mit beeindruckendem Abstand gewonnen, er soll noch im Dezember zum Premier gewählt werden. Die bisher regierende Demokratische Partei erlebte ein Debakel
Nordkorea hat Raketenabschuss zwischen 10. und 22. Dezember angesetzt
Ex-Premier Shinzo Abe rührt die Wahlkampf-Trommel und verkauft seine Partei als neue Kraft. Er hat gute Chancen auf einen Wahlsieg
Mehrere Abgeordnete wollen der DPJ den Rücken kehren
Viel spricht dafür, dass sich alte Verhältnisse in Japan wieder einstellen
Opposition blockiert Gesetz über neue Schuldenaufnahme
Nach nur drei Jahren auf der Oppositionsbank haben die japanischen Konservativen wieder Oberwasser. Ihr Kandidat Shinzo Abe könnte erneut Premier werden - die Frage ist allerdings, mit welcher Koalition
Zwei Armeemitglieder sollen Japanerin vergewaltigt haben
Scharfe Proteste aus Südkorea und China
Vorgänger nach drei Wochen wegen Mafia-Verbindung zurückgetreten
Ministerpräsident holt neue Köpfe in die Regierung
Tanaka hatte früheren Kontakt zur Jakuza eingestanden - Medien erwarten Rücktritt
Bereits sieben Hinrichtungen unter Regierung Noda
Männer sollen Japanerin vergewaltigt haben
Wie kann ein Hardliner wie Seiji Maehara die Beziehung zu China verbessern? Makiko Tanaka ist zur Bildungsministerin berufen, diese Stelle hat auch nichts viel zu tun mit der Beziehung zwischen China und Japan. Die Politik des neuen Umbaus wird nichts aendern.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.