Frank Stronachs Führungsstil: Mix aus Magna und Vatikan

Kolumne | Gerfried Sperl, 30. September 2012, 17:56

Stronach überträgt die Führungsstruktur eines Großunternehmens wie Magna auf die Republik Österreich

In Europa steigt die Sehnsucht nach dem "starken Mann" - seit 1990 alle zehn Jahre um ungefähr zehn Prozent. Nach einer Studie der deutschen Ebert-Stiftung waren es 2010 in Polen und Portugal 60 Prozent, in Frankreich und Großbritannien 40 Prozent. 2008 wurden im Österreich-Teil der "Europäischen Wertestudie" 37 Prozent ausgewiesen. Also dürfte der Prozentsatz der Anhänger einer autoritären Führung in Österreich auf französischem bzw. britischen Niveau liegen.

Gleichzeitig steht im Demokratiebefund der "Initiative Mehrheitswahlrecht und Demokratiereform", dass 80 Prozent der Bevölkerung den Politikern nicht mehr vertrauen.

Gute Voraussetzungen für Frank Stronach, dessen Auftrittsfrequenz vergangene Woche mit der eines Regierungschefs vergleichbar war: Auftakt am Montag im Privatfernsehen, Megaparty am Donnerstag im "Magna Racino", Samstag im Journal zu Gast auf Ö1 und Sonntagabend Im Zentrum des ORF-Fernsehens.

Der austrokanadische Milliardär hat dabei zwei Positionen bezogen bzw. wiederholt, die im europäischen Demokratiegefüge zu denken geben. Immer wieder sagt er, seine Mitarbeiter (vom kleinen Abgeordneten bis zum eventuellen Minister) müssten seinen "Werten" folgen. Am Samstag lehnte er auch Koalitionen ab. Das heißt, er will die Alleinherrschaft.

Stronach überträgt die Führungsstruktur eines Großunternehmens wie Magna auf die Republik Österreich. Da er "Werte" so stark betont, liegt der Verdacht nahe, dass er sogar eine Art Vatikan vor Augen hat, mit einem Papst Stronach an der Spitze und einem "Weisenrat" zur Seite, der dem Kardinalskollegium entsprechen würde.

Wer dann seine zehn Gebote nicht befolgt, wer sich nicht an seine Glaubenslehre hält, der fliegt. Das ist eine Gehorsamkeitsstruktur, die freilich ebenso populär ist wie der Mythos vom "starken Mann". 40 Prozent der Österreicher waren 2008 laut zitierter Studie der Meinung, Kinder müssten vor allem lernen, gehorsam zu sein.

In einem Karikatur-Tableau zum Jahr 2025 lässt Standard-Zeichner Oliver Schopf den Bundeskanzler Frank Stronach (93) nach dem Ministerrat den Journalisten gegenüber sagen: "Ihre Fragen stelle ich mir schon selbst." In der Tat droht hinter dem oberflächlich so hehren und volkstümlichen Politikkonzept das Ende der Gewaltenteilung. Sie zu schwächen - damit hat Jörg Haider begonnen, und daran arbeitet auch die momentane Regierung mit Werner Faymann als Hauptakteur.

Aber ein Machtgefüge à la Stronach wäre die Vollendung der Sehnsucht vieler Politiker nach einer Ausschaltung der Kontrolle. Ungarn unter Viktor Orbán kann als Vorbild gelten. Ein von einer Partei gelenktes Parlament, gegängelte Medien. Vor allem: eine lahmgelegte Verfassung. (Gerfried Sperl, DER STANDARD, 1.10.2012)

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Stimmt eigentlich..

...Er kann immer noch Papst werden... http://www.stewie.at/?pg=01&pi... 92&img=582

wieso muss ich bei stronach immer an die terrorgruppe denken... "... opa, halt's maul !..." *träller* :D

Alles muss weg...

wenn man sich so hier durchliest.
Stronach muss Stimmen wegnehmen dem BZÖ (das sie verschwinden)
Stronach muss FPÖ schwächen (das diese nix mehr zu melden hat)
Stronach muss ÖVP schwächen (damit die Roten weiterkommen)
Stronach muss die Grünen schwächen (damit es keine Parkpickerln mehr gibt)
Stronach muss den Roten Angst machen auf das die sich wieder ihrer Aufgaben besinnen?

Und zu guter letzt muss Stronach weg, weil sowas kann man nicht wählen - zu alt, zu primitiv, zu was eigentlich?

Man liest hier nur Kritik, oftmals nichtmal sachlich, sondern einfach nur gemäß "haut den Lukas", aber wirklich Sinnvolles lässt sich aus dem Wählerpulk auch nicht erkennen.

Stronachs Auftritte zum Fremdschämen

das interessanteste am *zentrum* gestern abend war,

daß die creme de la creme des österr. journalismus nicht vif genug war, sich vor beginn der sendung kurz zusammenzusetzen und eine strategie zu überlegen, wie sie hrn. stronach *drankriegen*, also wie sie ihn gekonnt so weit bringen, daß er klartext spricht.
dazu fehlt womöglich der geist oder witz oder die vorbereitung oder man fühlte sich ohnehin so derartig überlegen, daß man vorbereitung für nicht nötig hielt - aber sie wären es halt dem publikum schuldig gewesen, finde ich.
so leid es mir tut, aber frau thurnherr sollte auch schon längst einmal ausgetauscht werden. die strahlt so eine art orf-verbrauchtheit aus.

2. versuch...

... er konnte so ja zeigen, daß er

o nichst zu sagen hat
o mit Kritik nicht umgehen kann
o vor Untergriffen nicht zurückschreckt
o nicht weiß, was er will
o und sich im Schloß Reifnitz, das er zum Schaden des Steurerzahlers nachgeschmissen bekam, als "Mann des Volkes" sieht...

viel besser hätte man ihn gar nicht vorführen können...

und was ist da schlecht? ;)

ja, die leut haben auch den palfrader zum teil wörtlich genommen!

"represent", wie der rastaman sagt, LOL..
wie jeder kleine ösi immer schon werden wollte. american dream und so.

wieso?

Er hat doch so zeigen können, daß er
o

ich befürchte nur hr. stronach kann nicht klartext sprechen.

darüber bin ich mir nicht schlüssig, ob der nicht kann oder nicht will oder vielleicht die etwas überheblich agierenden journalisten ganz hinterhältig auflaufen lassen wollte und damit sympathiepunkte einheimsen. einen versuch wär's wert gewesen, sind ja alle topgeschult betr. interviewtechniken, etc.

Ich muss es mir jetzt nochmal anschauen - ich hab gestern nicht alles verstanden.
(btw: Föderl-Schmid und Rainer hätten ihre Garderobe abstimmen sollen. Die beiden Strumpfhosen haben so gaar nicht zamgepasst! Die violette vom Rainer und die ferrarirote der Fr. Standard.)

angeblich bei rainer ja strapse im einsatz

aber das ist nur ein gerücht

äh.......meinen sie so knie-strapse?

Uh passenS auf! Nicht dass da eine Verleumdung oder so draus wird! :-o
(Was wissen Sie sonst noch? :)

p.s.: herr rainer sollte überhaupt bei frau föderl-schmidt als stilberater punkten.

das eine waren stutzen - und der ferrari war eine schlecht sitzende jeans :)
köstlich!

http://www.jobra58.com/verpackungen.html
http://www.maenner-strumpfhose.de/produktbe... chreibung/

also ich kanns nicht mit gewissheit sagen - die sehen doch so tight aus! Ob das Stutzen waren? Herr Rainer, was sagen Sie?

*lol*
na sie sind mir eine! sie meinen, herr rainer hätte die manner-strumpfhose in lila getragen? *g*

hahahaha - die ist cool ge?

a bißl abtörnend *g*

Mei Freind derfat de net onziagn! :-%
Bäh!

Wie dumm muss man sein, wenn man auf dünnes Eis tanzen geht?

Fakt ist, wir leben in einem der reichsten und sichersten Länder der Erde.

Ein paar unzufriedenen Mittelständlern ist fad im Schädel und sie wollen "Veränderung", weil es "Stillstand" gibt.

Seid ihr noch zu retten? Nur weil unsere Politiker etwas fad sind, wollt ihr einen egomanischen Hutzelgreis hofieren, der nichts als Kalendersprüche anzubieten hat? Einen Reserve-Jesus, der mit viel Glück zu viel Geld gekommen ist, nur weil ihr euch einbildet, wenn ihr IHM zujubelt, wird euch das auch gelingen?

Alle soziale Errungenschaften riskieren, die dieser Mann sicher demontieren wird, wenn er kann? Der Menschen "umprogrammieren" will?

Alles nur, weils euch zu gut geht und euch fad im Schädel ist?

Frau Hohn, Respekt.;-)

Stronach bei Maischberger am 2.10 ARD

Die Gemeinschaftswährung sei "keine Erfolgsstory", sondern eine "Missgeburt". Die südeuropäischen Länder "ziehen alle mit in den Abgrund". Die EU-Länder "sind Schuldenmacher". Der 80-jährige Milliardär stellte gerade in Wien seine Partei "Team Stronach" vor, mit der er 2013 in das österreichische Parlament einziehen möchte.
Stronach legt erst richtig los mit 80. Merkel wird sicher auch dumm ausschauen!

Unwort des Jahres: "Werte"

...ich kanns vom Strohsack nicht mehr hören.

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