Stronach nun auch Thema in Schweizer Steuerdebatte

30. September 2012, 16:30

Unterschriftensammlung gegen Pauschalbesteuerung für reiche Ausländer - Vorwurf eines Scheinwohnsitzes steht im Raum

Wien - Der Austrokanadier Frank Stronach hat es dieser Tage nicht nur in Österreich auf die Politik-Seiten der Zeitungen gebracht. Auch in der Schweiz wird man nach dem Rummel um seine Parteigründung auf den Milliardär aufmerksam. Der Grund: Stronach hat seinen offiziellen Wohnsitz im eidgenössischen Zug, und das ist einer jener Kantone mit sehr günstigen Steuerbedingungen für Ausländer. Gegner der Pauschalbesteuerung sammeln derzeit Unterschriften für eine Volksabstimmung darüber.

Die Schweiz hatte die Pauschalbesteuerung in den 1930er Jahren eingeführt, um reiche Ausländer ins Land zu locken. Das Instrument ist auch bei den Eidgenossen umstritten. In einigen Kantonen wurde die Pauschalsteuer per Volksabstimmung abgeschafft. Zuletzt hatten die Stimmberechtigten in Basel-Landschaft vor eine Woche gegen die Pauschalbesteuerung entschieden, insgesamt ist sie nun in fünf Kantonen abgeschafft, in Bern wurde eine Erhöhung beschlossen.

Stronach nie zu sehen

In Zug gilt sie noch, und dies veranlasste etwa die "Neue Zürcher Zeitung" (Sonntag-Ausgabe), sich den Wohnsitz von Frank Stronach im Zentrum der Stadt Zug anzuschauen, sich von Nachbarn erzählen zu lassen, dass Stronach dort nie zu sehen sei, und sich am auch in Österreich beliebten Rätselraten über Stronachs Steuerleistung zu beteiligen. Da von einer Pauschalbesteuerung auszugehen sei, werde er wohl "500.000 und zwei Millionen Franken pro Jahr (413.257 bis 1,65 Mio. Euro)" bezahlen, rechnet das Blatt vor.

Stronach selbst gibt sich bekanntermaßen zugeknöpft, was finanzielle Details betrifft. "Das ist eine schlechte Tugend, wenn man über das Geld spricht. Ich habe genug, dass meine Familie und ich nicht mehr hungern brauchen", hatte er erst am Samstag wieder im Ö1-"Journal zu Gast" zu Protokoll gegeben. Allerdings hatte er selbst schon zuvor wissen lassen, er zahle in der Schweiz nicht besonders viel an den Fiskus: "In der Schweiz habe ich ein Büro, weil ich nicht sicher war, von wo aus ich arbeiten werde, als ich wieder nach Europa zurückgekommen bin. Ich habe auch eine Wohnung genommen, ich bin ganz selten dort, fast nie, zahle deshalb nur wenig Steuer", sagte er etwa im Sommer in einem Interview.

"Scheinwohnsitz" zu Steuerzwecken

Laut "NZZ" hat die Einwohnerbehörde des Kantons Zugs in jüngster Zeit immer mehr Verfahren wegen des Verdachts auf einen "Scheinwohnsitz" zu Steuerzwecken eingeleitet. In der Hälfte der Fälle sei die betroffene Person daraufhin vom Amts wegen abgemeldet worden.

Die von Linksparteien initiierte nationale Pauschalsteuer-Volksinitiative sammelt indes derzeit noch Unterschriften, die Frist läuft noch drei Wochen. Parallel dazu läuft auch im Kanton Zug eine Unterschriftensammlung für das Ende der Pauschalbesteuerung auf regionaler Ebene. (APA, 30.9.2012)

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Stronach.

Wenn ich mir den letzen Fernsehauftritt von Stronach ins Gedächtnis rufe sah ich nur einen Menschen der erzählte wie vom „alten Ehepaar“ , keine Lust hatte mit den eingeladenen Diskussionsteilnehmern „mit denen diskutiere ich nicht“ zu diskutieren. Einerseits hat eine Partei gegründet aber möchte kein Politiker sein. Seine Denk- und Verhaltensweise skurril und grotesk.

Diese Sendung zeigte einen konfusen Menschen mit bizarren Äußerungen der ununterbrochen jammerte er käme nicht zu Wort, hat aber Dauermonologe gehalten und den anderen das Wort abgeschnitten und wie eine tibetanische Gebetsmühle er wolle „Werte“ vermitteln“ geäußert.

Stronach macht sich selbst lächerlich, er benötigt keine Hilfe noch von Medien oder Parteien.

die Medien vergessen schnell ihre demokratiepolitischen Aufgaben

Wenns um inseratenmillionen geht...

Keine Frage.

Auch verständlich. Das Hemd sitzt näher als die Jacke.

Herr Stronach, es ist höchste Zeit, dass in Österreich

dem Finanzamt verboten wird, die das Finanzamt finanzierenden Firmen mitsamt ihren Mitarbeitern in den Konkurs zu treiben... das ist nämlich dem Schweizer Finanzamt seit eh und jeh gesetzlich niicht erlaubt und verboten...
Dann kann ich mir auch vorstellen, dass ein einfaches Steuersystem, wo der kleine Unternehmer nicht jeden Tag mit dem Steuerberater sprechen muss, eine grosse psychische Erleichterung wäre, wie in der vielgeschmähten Schweiz, wo der Unternehmer den Finanztreuhänder nur zweimal im Jahr kontaktieren muss und innert vierzig Jahren das Finanzamt nur einmal vorbeischaut... ist einfach cooler...
und jetzt liebe Forumspolitgenies, dürft ihr wieder mal über die pöse Schweiz herziehen bitte...

Mal gespannt wieviel den Steuerflüchtling wählen.

Vermutlich jene, für die Steuerhinterziehung/flucht ein Kavaliersdelikt ist.

Meiner Meinung nach ist dies Landesverrat und sollte auch so geahndet werden.

Überall fehlt Geld, zahlen darf der Mittelstand...

Aber Volkstribunen stehen immer hoch in der Gunst... Ersatzkaiser statt selber denken und handeln...

Wie wichtig er für Österreich ist

merkt man allein daran, wie krampfhaft fast alle Medien in Österreich versuchen ihn ins lächerliche zu ziehen!

Die Machterhalter fürchten sich anscheinend dermaßen, dass das System von Proporz und Protektion nun zu Ende gehen könnte, dass sie mit aller Kraft verhindern wollen, dass Frank Stronach zu Stimmen kommt.

Für mich ist er die einzige Alternative zu ROT / SCHWARZ!

hättest du und deine kumpanen die stimmen den grünen

und kommunisten gegeben wäre der proporz vielleicht schon lange geschichte...mein gott was ist los in euren köpferln?? was hat sich da eingenistet??

na, dann gäbe es einen anderen Proporz, Marke DDR usw. Da leben wir mit dem bestehenden Sumpf immer noch besser !

Sarkasmus-Smiley hast vergessen...

;-)

ja aber nur für den letzten satz...das andere war ernst gemeint...

kaum so richtig im NR drin

und schon ein "Steuerproblem"...soviel zum neuen "Saubermacher"...

schon irgendwie g'spassig das ganze..

Stronach sollte sich mal überlegen...

ob er sein Politiker-Hobby nicht an den Nagel hängen möchte ..

Erspart ihm und uns eine Menge Scherereien und Peinlichkeiten ...

Stronach ist und bleibt ein Segen für die Österreicher

wer den nicht wählt ist angrennt irgendwo!!!

er will österreich helfen und wir sollten ihm alle mit einer stimme bei der nächsten wahl auch die möglichkeit geben zu helfen

meine stimmt hat er, wer stimmt mir zu???

Er will Österreich helfen?

Heißt das, er will Steuern zahlen wie jeder andere auch?

How much ?

Und wieviel zahlt der Steuerflüchtling für solche Postings ?

ich will auch österreich helfen.

und ich weiss ganz genau wie:

1. man muss alles besser machen. und mit die werte
2. man muass sich alles anschauen und mit die experten reden
3. dann mach ma noch ein weisenrat. da werd ich noch mit ein paar leuten reden. lauter guade leute.

wählst du mich auch.

dont´t forget die three wichtigsten punkte

wirtschaft
wirtschaft
wirtschaft

ist das ernst gemeint ?

kling irgendwie leicht zynisch / ironisch .. bin mir aber nicht sicher was du wirklich meinst ;-)

P.S.: Stronach zu wählen ist ja so was von lächerlich ..

klar ists meine ernst

da stroni is a guada mau

ja ja Frankie Stronach der neue Prophet...^^

Bist du Millionär oder Firmeninhaber ? ... weil wenn nicht, dann ist der Stroni nix für dich !

.. Wie ein "normaler" Bürger nur auf die Idee kommen kann, den Stronach zu wählen wird mir immer ein Rätsel bleiben - einen Wirtschaftslobbyisten, der sich selbst in die Politik katapultiert und von seinen Netzwerkfreunderln zwar belächelt - aber unterstützt wird.. Weil: Ein paar "Wünsche" wird sich auch der Stronach schon erfüllen können ... und ein paar "Verbesserungen" für seine Wirtschaftsfreunde sind sicherlich auch drinnen .. darum macht er ja das ganze !

millionär bin ich (noch) nicht
aber firmeninhaber bin ich
die firma gehört zwar meinem vater aber natürlich wird die weitervererbt an mich als einzelkind

und bis dahin hoff ich das herr stronach in der regierung sitzt (lebend) und sein "wirtschaft, wirtschaft, wirtschaft" schon umgesetzt hat ;)

Das Traurige ist, dass jemand wie der Stronach wahrscheinlich sogar mehr Stimmen bekommen wird als die KPÖ. Andererseits werden die <<10% nicht wirklich wahlentscheidend sein...

das ist wirklich traurig, insofern da die kpö wesentlich mehr

fürs volk getan hat als stronach sowieso, von den schwarzen und blauen garnicht zu reden...und die andere partei erwähn ich gar nicht mehr...die sind tot, tot, tot...
alternativ bleibt noch grün und LIF...diese 3 gehören gestärkt und nicht irgendwelche parteien-surrogate die plötzlich wie die schwammerln nach einen warmen sommerregen aus dem boden schießen

Das ist eine schlechte Tugend, wenn man über das Geld spricht

nur für jene, die was zu verheimlichen haben.

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