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Wien - Die ÖVP will die Wehrpflicht behalten und durch einen "Österreichdienst" reformieren. Dieser "Österreichdienst" soll aus drei Säulen bestehen: aus einem Wehrdienst und einem Katastrophendienst von jeweils fünf Monaten plus einem Monat Milizübungen sowie dem Zivildienst mit neun Monaten. Offiziell präsentiert wurde dieses Modell bisher nicht. Das Verteidigungsministerium hat ihn im Auftrag von Minister Norbert Darabos (S) dennoch beurteilt und für untauglich befunden. In seinem Befund stellt das Ressort allerdings auch fest, dass das jetzige Wehrpflicht-Bundesheer den Katastrophenschutz "zur vollsten Zufriedenheit" erfüllt. Die ÖVP indes verweist im neuen "profil" darauf, dass es sich um "kein fertiges Konzept" handle.
In dem Beurteilungspapier, das der APA vorliegt, kommt das Verteidigungsministerium zum Schluss, dass das Dreisäulenmodell der ÖVP kein klares Schwergewicht im Verteidigungsministerium mehr erkennen lasse, "sehr wohl aber (insgeheim) einen Gewinn" für das Innenministerium.
Einer der Hauptkritikpunkte ist die Verkürzung des Wehrdienstes von sechs auf fünf Monate. Dadurch würde sich der ohnehin schon viel zu hohe Anteil an Funktionssoldaten weiter erhöhen. Bisher wurden für eine Funktionssoldatenstelle drei Rekruten im Jahr benötigt, künftig würden es vier sein (derzeit ca. 13.000 von 23.000 Eingezogenen, künftig ca. 17.000). Folglich blieben für die Truppe (Militär- und Kat-Dienst zusammen) nur ca. 6.000 Rekruten pro Jahr. Davon wären dann nur knapp 3.000 gleichzeitig beim Heer. Das ÖVP-Modell bedeute zudem, dass rund 3.000 Wehrpflichtige mehr eingezogen werden würden. Das würde wiederum die Gesamtkosten um 28,5 Mio. Euro pro Jahr erhöhen.
Durch die Einführung eines Katastrophendienstes würden außerdem die Kampfverbände geschwächt werden, das Bundesheer "würde immer mehr zum technischen Hilfswerk verkommen", heißt es in dem Papier. Zudem ist für das Ressort kein Mehrwert durch die Einführung eines solchen Katastrophendienstes erkennbar. Begründet wird das pikanterweise damit, dass jetzt eigentlich alles zum Besten bestellt sei: "Die zukünftigen Aufgaben der Kat-Diener werden bereits heute zur vollsten Zufriedenheit erfüllt (siehe auch Einsatzstatistik der vergangenen Jahre)." Diese Feststellung widerspricht eigentlich der Argumentation der SPÖ selbst. Denn Darabos und seine Partei begründen die Einführung eines Berufsheers u.a. damit, dass der Katastrophenschutz von Profis besser gemacht werden würde.
Laut ÖVP ist ihre "Österreichdienst" und das vom Verteidigungsministerium analysierte Modell noch "kein fertiges Konzept", wird ÖVP-Generalsekretär Rauch im "profil" zitiert. Offenbar will man in den nächsten Monaten auch nicht preisgeben, wie man sich die Reform der Wehrpflicht vorstellt: "Wir werden unsere Reformpläne erst nach der Volksbefragung präsentieren." Dass das Verteidigungsministerium "interne Unterlagen" der ÖVP zerpflückt, findet Rauch "unfair". (APA, 30.9.2012)
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In Dänemark besteht Wehrpflicht. Die Arrnee ergänzt
sich in erster Linie durch Freiwillige. Nur bei zuwenig
Freiwilligenmeldungen werden Wehrpflichtige per Los
eingezogen. Dieses System wäre auch für Ö. über-legenswert.
Systemerhaltung sollte bevorzugt durch (zivile) Ange-
stellte bewerkstelligt werden.
Dem stimme ich zu.
Wobei in Dänemark seit Jahren Niemand mehr eingezogen wurde, weil sich mehr als genug Freiwillige zum Heer melden.
Die Gefahr bei einem solchen System besteht jedoch darin, dass die Arbeitsbedinnungen im Heer so mies gehalten werden(schlechte Bezahlung zB) könnten, da ja ohnehin wieder "gratis Zwangsarbeiter" rekrutiert werden können.
Ist in Dänemark aber noch nicht geschehen.
überall sonst wird "Quote" gefordert (von Aufsichtsrat- & Vorstandsposten abwärts),
nur beim Herr soll die Gleichberechtigung NICHT gelten ?
Warum ?
Gleiches Recht für alle !
Streng nach Verfassung.
Sie wollen durch solche Aussagen junge Frauen dazu bewegen, gegen die Wehrpflicht zu stimmen, da sie selber nicht davon betroffen sein möchten.
Gleich wie man zur Weiberwehrpflicht steht, sie kommt tausendpromillig nicht.
wenn es bei der Wehrpflicht bleibt, Wehrgerechtigkeit ist dann ein Thema, denn eine Klage wegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts ist - wenn auch in der Vergangenheit abgelehnt - nicht mehr auszuschließen, dass diese Erfolg hat ....
ein system aufbauen zu wollen, das schlechter ist als jetzt und noch blöder als das vom darabos.
dh. die wollen einen militär-dienst, einen sozialdienst, einen kat-dienst ... ? halloo irrsinn pur.
ist aber kein kunststück bei den ...
Erstens ist auch itzo - solange es die Wehrpflicht gibt - genug Personal für Katastropheneinsätze da, und zweitens ist auch der Kader arbeitssam.
Hören Sie vielleicht nicht gerne, weil sie allgemein keine Soldaten mögen, aber sollten es trotzdem zur Kenntnis nehmen.
...auch nur etwas ältere semester haben noch nicht mitgekommen, dass durch verkleinerungen des heeres in den letzten 10-15 jahren die dort angestellten tatsächlich zu tun haben (wenn auch mit einem west-ost gefälle...systemimmanent die wiener beamteten). die dicken vizes die nix zu tun haben sind jedenfalls längst vergangenheit und die jungen kpe und kiops rennen von dienstzuteilung zu dienstausbildung zu ausbildung zu auslandseinsatz...
so auch sicher das faule Kaderpersonal - das Nichtstun wird halt heute besser verpackt und vermarktet. Aber es ist Nichtstun wenn man von Dienstzuteilung zu Dienstausbildung und sonstigen Phantasiebeschäftigungen schlendert.
Die ÖVP schießt sich schon mit vehemenz selbst ins Knie. Sollen die ein gscheides Reformpaket erarbeiten das die Stärke des Wehrdienstes zeigt wenn sie der Meinung sind, dass es da eine Stärke gibt. Im Nachhinein was zu präsentieren zeugt nicht davon, dass man von seiner eigenen Position überzeugt ist.
Wer einen Rauch hat, braucht sich um den Spott nicht zu sorgen.
Die ÖVP will die Reformpläne nach der Volksbefragung präsentieren. Entweder glaubt die ÖVP, die Bevölkerung sei strohdumm, oder Herr Rauch hatte eine sehr schwache Minute, als er das zum Besten gab.
Bevor die Bevölkerung über so eine wichtige Angelegenheit abstimmen soll, hat sie das Anrecht, von ÖVP und SPÖ zu erfahren, wie die Reformen im Detail ausschauen sollen.
Irgendwie ist es momentan mit dem politischen Personal im Lande zum Verzweifeln. Die Bevölkerung muss wissen:
1. Von welchen Bedrohungsbildern geht man aus
2. Welche Verteidigungsdoktrin gibt es darauf aufbauend
3. Wie soll daher das Bundesheer organisiert sein
4. Welche Rolle hat darin die Wehrpflicht haben
Es ist ja technisch nur eine unverbindliche, rein beratende Befragung - und im Normalfall würden Sie ja gar nicht gefragt vor solchen Reformen.
Die Regierungsparteien müssen danach (wenn sie die Befragung tatsächlich respektieren sollten, wissen kann man es nicht, es ist ja eine reine Novität) in jedem Falle miteinander verhandlen und vor allem (im Falle einer Abschaffung) auch noch mit der Opposition - wenn die nicht will, geht sowieso nichts. Man kann jetzt seriös gar nichts vorlegen oder versprechen, bestenfalls eben seine jeweiligen Wunschvorstellungen präsentieren - das sollte man allerdings mit mehr Details - mit dem, was danach kommt, hat es aber auch dann genau nichts zu tun, sondern wäre nur eine Art Wahlwerbung.
..mit Weissrussland under Ukraine aufstellen.
In fast GANZ Europa hat man angesichts der neuen geopolitischen Lage auf die Wehrpflicht verzichtet.
Und die ÖVauPÄ ist DAFÜR.
Die Funktionäre selbst (die Tschüsserln) habern sich befreien lassen. Aber der Staoscheisser Koarl kann dann fest koffern.
Ich meine vielmehr, daß diese Abstimmung zum Heer nur eine reine Intelligenzfrage ist.
Nur bin ich mir nicht mehr sicher, wie die ausgeht..
heisst das noch lange nicht, dass es gut ist.
und schon gar nicht, dass es für uns gut ist.
und sicher nicht, wenn es für die schweiz akzeptabel ist.
weitere beispiele aus dem leben gefällig, dass nicht alles super, was nato-staaten so treiben ....?
Akzeptabel für die Schweiz mag es schon sein, aber hat sie wirklich etwas davon? Und wir reden hier von einem Kleinstaat, der zur Absicherung seiner Neutralität seinerzeit sogar ein Atomwaffenprogramm starten wollte - ich weiß nicht, ob das eine wirklich gesunde, vernünftige Einstellung ist (allerdings wäre eine Atombombe zweifellos tatsächlich ein besserer Schutz als noch so viele Wehrpflichtige).
Und jedenfalls wird auch dort immer wieder lebhaft diskutiert und hatte ein Aussetzungssprojekt vor einiger Zeit einmal immerhin ein Drittel der Stimmen im Nationalrat erreicht.
Österreichs Bezugspuntk wären aber sowieso nicht die NATO-Staaten, sondern die wehrdienstfreien Neutralen Malta, Irland und allenfalls Schweden.
Fast ganz Europa ist auch bei der NATO.
Der große Unterschied zu Österreich ist aber, dass diese Länder vorher evaluiert haben, was für ihr Land unter gewissen geopolitischen Situationen unter Berücksichtigung ihrer Bündnisse etc. das beste ist.
Etwas, dass in Österreich noch gar nicht vorgenommen wurde und eigentlich seit Monaten Sache von Darabos ist.
Auf Grund dieser Evaluierung, lässt sich dann für Österreich das Beste Modell eruieren.
Und das kann auch eine Beibehaltung der Wehrpflicht bedeuten.
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