Last-Minute-Remis für Ried gegen die Admira

  • Ried jubelt spät, aber doch.
    foto: apa/furtner

    Ried jubelt spät, aber doch.

Ried braucht beim Heimspiel gegen die Admira bis zur 88. Minute um noch einen Punkt zu retten

Ried im Innkreis - Die SV Ried hat am Samstag einen kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Die Oberösterreicher rangen in der zehnten Runde der Fußball-Bundesliga zu Hause der Admira ein 1:1 (0:0) ab und beendeten so ihre schaurige Heimserie - vier von fünf Partien vor eigenem Publikum waren in der laufenden Saison - ohne eigenes Tor - verloren gegangen. Dennoch bleibt die Fuchsbichler-Elf auf Platz acht.

Den Punkt sicherte Zulj erst in der 88. Minute, nachdem Schwab per Elfer die Admira in Führung geschossen hatte (64.). Aufgrund mehrerer vergebener Chancen konnte man im Innviertel - ähnlich wie beim 0:2 gegen Rapid am vergangenen Sonntag - aber neuerlich nicht zufrieden sein. Seit 12. August wartet man zudem auf den ersten Dreipunkter.

Während Admira-Coach Kühbauer auf dieselbe Truppe wie beim 5:1 gegen Mattersburg setzte, hatte Ried-Coach Fuchsbichler seine Elf an einigen Positionen verändert. So agierte Riegler in der Innenverteidigung, Ziegl rückte ins defensive Mittelfeld nach vor, und Schreiner ersetzte den angeschlagenen Schicker auf links außen. Hadzic schließlich agierte anstellte von Zulj im zentralen offensiven Mittelfeld.

Admira harmlos in Fürhung

Ried dominierte die erste Hälfte klar, ließ aber mehrere Möglichkeiten auf die Führung ungenützt. Erst fischte Tischler einen Versuch Reifeltshammers aus dem Eck, dann verzog Riegler nur knapp (beide 18.). Die beste Chance vergab aber Hadzic, der nach Hinums Stanglpass aus acht Metern das Tor verfehlte (33.). Kurz darauf musste Reiter Zulj platzmachen, weil er sich in einem Luftzweikampf mit Ouedraogo am Kopf verletzt hatte (34.).

Die Admira war über weite Strecken eher abgemeldet, spielte die wenigen Kontermöglichkeiten nicht ordentlich zu Ende oder konnte sie nicht nützen. Erst kurz vor der Pause sorgte Sabitzer zweimal für echte Gefahr. Doch der 18-Jährige kam allein vor dem Tor jeweils nach Ouedraogos Vorarbeit erst einen Schritt zu spät und wurde dann von Gebauer bezwungen. In der 38. Minute stand der Admira nach einem Missverständnis zwischen Goalie Tischler und Verteidiger Peter Pöllhuber zudem Fortuna bei.

Später Zulj rettet

Nach dem Seitenwechsel konnte die Admira das Duell offener gestalten, beide Teams kamen mehrmals gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Die vermeintliche Entscheidung fiel in der 64. Minute aus einem Elfmeter: Nach einem klar regelwidrigen Tackling Reifeltshammers an Oudraogo ließ sich der kurz eingewechselte Schwab die Chance nicht entgehen.

Ried verstärkte nochmals seine Offensivbemühungen, wurde vom starken Gebauer zudem mit tollen Reaktionen merhmals vor dem 0:2 bewahrt. Der Ausgleich war schließlich symptomatisch für die Abschlussschwäche der Hausherren: Erst nach zwei Tischler-Paraden konnte Zulj im Strafraumgestocher per Seitfallzieher einnetzen.(APA, 29.09.2012)

Fußball-tipp3-Bundesliga (10. Runde): SV Ried - FC Admira 1:1 (0:0). Ried, Keine-Sorgen-Arena, 4.600, SR Ouschan.

Torfolge: 0:1 (64.) Schwab (Foulelfmeter)

1:1 (88.) Zulj

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Riegler, Schreiner (72. Nacho) - Reiter (34. Zulj), Ziegl - Walch (78. Trauner), Hadzic, Meilinger - Gartler

Admira: Tischler - Plassnegger, P. Pöllhuber, Schrott, Palla - Schick, Schachner (91. Windbichler), Thürauer, Jezek (58. Schwab) - Sabitzer, Ouedraogo

Gelbe Karten: Walch, Reifeltshammer, Riegler bzw. P. Pöllhuber, Schick, Schachner

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