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Ebreichsdorf - Amerika ist halt ein Traum. Also inszenierte Frank Stronach das Fest, zu dem er am Donnerstag (potenzielle) Parteigänger geladen hatte, so amerikanisch, wie das im Speckgürtel geht: Im "Magna Racino", Stronachs Hybrid aus Rennplatz, Automatencasino und Show-Theater. In Ebreichsdorf.
Es gab "amerikanische" Anmutung - mit dem Format der Provinz: Mann trug Anzug - und aß Leberkässemmel. Der Sänger sang "This Land is my Land" - und ersetzte US-Bundesstaaten durch NÖ-Gemeinden: Mitt Romney hätte geweint. Aus Mitleid.
Statt Showgrößen machten die Polit-Überläufer die - naja - Anheizer: "Alles wird anders," riefen sie - und emittierten ansatzlos die gleichen farb-, kontur- und inhaltslosen Worthülsen, wie in den Jahren (und Parteien) zuvor.
Bloß: Das war egal. Denn man wollte nur einen: Frank, den Onkel aus Amerika. Der kam - und lieferte: Die "Story", von dem, der auszog und es schaffte. Dem die ganze Welt zu Füßen liegt. Der alles gut machen kann und wird.
Während Stronach auf der Showbühne das große Glück verhieß, gab es unabhängig davon nebenan das kleine: Im Casino wurden Supermarkt-Geschenkkörbe verlost. An Hausfrauen der Region. Auch hier war die Glücksbringerin einst weltberühmt. Zumindest in Österreich: Ex-Miss-World Ulla Weigerstorfer. (rott, DER STANDARD, 29./30.9.2012)
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Hat er sich im Wald versteckt und sein Farbklecks-Gewehr nachgeladen oder ist er in tiefsten Geheimverhandlungen über Fusionen. "Team Stronache für jeden und alles" klingt ja auch nicht so schlecht und erweitert unsere tägliches Politkabarettprogramm.
Er ist Jahrgang 1932. War er eigentlich bei der HJ?
Es ist sogar ziemlich wahrscheinlich.
Dann noch spätestens 1947 die Hauptschule fertig gemacht und das war es dann für das erste mit der Schulbildung.
Ein schönes franksches Weltbild entwickelt sich vor meinem Auge!
denn wenn man es genau betrachtet, hat jede Ausbildung die mehr als 30Jahre zurück liegt ihren Wert verloren und ist längst veratet.
Was wirklich zähl ist aber genau genommen das, was ein Mensch in all den Jahren dazu gelernt hat bzw. nicht.
Man mag über Hr. Stronach denken wie man möchte, aber wenn man nach ihrer Sichtweise denkt, dann spinnen wir das Spilechen weiter. Was haben denn Ihre Großeltern im Krieg gemacht?
Warum werden Leute wie Die eher unappetitlichen Führer einer rechtskorrupten Partei wie Strache oder dieser Milliardär mit offenbar beginnender Demenz in den österreichischen Medien hofiert?
Heimliche Sympathie für rechts-rechtes Gedankengut? Vorauseilender Gehorsam, um nicht von Kanzler Strache wegen unbilliger Berichterstattung in den Häfn geschickt zu werden?
Ich verstehe es nicht.
Wenn die tatsächlichen oder potentiellen Wähleranteile eine solch hohe Medienpräsenz erfordern, dann müsste man 40% Schweigen senden und leere Blätter veröffentlichen, für all die Nichtwähler.
Also, die Medien stehen auf rechte Krawallbrüder und führerkultige Milliardärsclubs. Sowohl Strache als auch Stronach sind inhaltlich einen Dreizeiler Wert. Oups!
Genau in dieser Investitionsruine (100 Mio Euro Gesamtkosten, mit freundlicher Hilfe fast aller lokalen und überregionalen Parteien errichtet) wird also der neue Wirtschafts-Messias präsentiert.
Wäre aber nicht Österreich, wenn das jemandem aufgefallen wäre...
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