Vukcevic in Lebensgefahr, Diabetes möglicher Grund

5. Oktober 2012, 16:04
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Nach Autounfall weiter im künstlichen Koma - Ermittler glauben, Zuckerschock könnte Kontrollverlust ausgelöst haben

Sinsheim - Boris Vukcevic, Profi des Bundesligisten 1899 Hoffenheim schwebt weiter ins Lebensgefahr. Am kritischen Zustand des 22-Jährigen, der am Freitag nach einem schweren Autounfall lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten hatte, hat sich nichts geändert. Eine medizinische Prognose über den weiteren Verlauf kann nach Angaben des Klubs am Samstag derzeit nicht abgegeben werden. Vukcevic liegt im künstlichen Koma.  "Es besteht nach wie vor Lebensgefahr", sagte Norbert Schätzle, Pressesprecher der Polizei in Heidelberg, am Sonntag.

Diabetes als mögliche Ursache

Wie deutsche Medien berichten, könnte Vukcevic die Kontrolle über sein Auto wegen eines Zuckerschocks verloren haben. "Nach Zeugenaussagen ist der Wagen von Vukcevic abrupt nach links ausgeschert. Vukcevic ist Diabetiker. Das wird unser erster Ansatz sein", sagte Schätzle, laut sueddeutsche.de. Vukcevic war bereits vor zwei Jahren aufgrund von Unterzuckerung in einen Unfall verwickelt. Nach Angaben der Polizei war der 22-Jährige am 18. Oktober 2010 auf der A6 von Mannheim nach Nürnberg an der Anschlussstelle Bad Rappenau mehrfach gegen die Leitplanke gefahren und 1,3 Kilometer weiter mit dem Anhänger eines Lastwagens kollidiert. Bei dem Unfall hatte es keine weiteren Verletzten gegeben. Vukcevic sei wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt worden. Noch an der Unfallstelle hatte der Notarzt damals eine "starke Unterzuckerung" festgestellt.

Diesmal war Vukcevic auf dem Weg zum Training mit seinem PKW auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem entgegenkommenden 40-Tonnen-LKW zusammengestoßen. Der Spieler wurde an der Unfallstelle notärztlich versorgt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Heidelberger Klinik geflogen. Dort wurde er umgehend operiert und danach ins künstliche Koma versetzt. Der 50 Jahre alte LKW-Fahrer erlitt leichte Verletzungen.

Seine Mannschaft steht unter psychologischer Betreuung, spielte auf Wunsch der Eltern am Samstag aber trotzdem das Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg (0:0). Beide Teams und die Fans zeigten Bekundungen der Anteilnahme für den in Kroatien geborenen deutschen Nachwuchsteamspieler, der seit 2008 in Hoffenheim spielt. (APA/sid/red, 28.9.2012)

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