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Der Softwarehersteller SAP hat von der britischen Kartellbehörde grünes Licht für die milliardenschwere Übernahme der amerikanischen Einkaufsplattform Ariba erhalten. Die Behörde für Fairen Handel des Vereinigten Königreichs habe die geplante Akquisition durchgewinkt, teilte SAP am Freitag mit. Die Genehmigung des rund 3,4 Milliarden Euro teuren Zukaufs durch die US-Behörden steht noch aus: Das US-Justizministerium nimmt das Geschäft derzeit genauer unter die Lupe, um die Auswirkungen auf den Wettbewerb zu prüfen.
Cloud
SAP will mit der Übernahme von Ariba sein Cloud-Software-Geschäft kräftig ausbauen, da Cloud-Computing als nächster Wachstumsmotor der Branche gilt. Beim Cloud-Computing steckt die Software nicht mehr im Rechner, sondern ist über das Internet jederzeit auf dem PC, dem Laptop oder dem Handy verfügbar.
Über Aribas Online-Plattform kaufen derzeit 730.000 Firmen weltweit im Wert von 319 Milliarden Dollar ein, Ariba kassiert dafür von Unternehmen wie Exxon Mobil oder Walt Disney Transaktionsgebühren. Mit dem Ende Mai angekündigten Erwerb von Ariba könnte SAP in eine dominierende Wettbewerbsposition kommen und kräftig an den Lizenzgebühren mitverdienen. Einen großen Teil des Kaufpreises für Ariba will sich SAP über Steuerersparnisse wieder vom Staat zurückholen, da das US-Unternehmen über Verlustvorträge von etwa 1,5 Milliarden Dollar verfügt. (Reuters, 28.09.2012)
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