Apropos Potenzial: Sprachschatz von Migranten

Diese Fähigkeiten dürften weder für die interne Kommunikation noch in der Kundenkommunikation erschöpfend angezapft werden

Der Wirtschaft, so wird derzeit häufig geklagt, mangle es an personalwirtschaftlichem Potenzial und an Talenten. Vielleicht könnte hier ja auch helfen, ein bisschen genauer hinzusehen. Etwa auf den Sprachschatz von Migranten, wie die Arbeiterkammer aktuell erinnert. Demnach verwenden Migranten als Arbeitssprache Deutsch (96 Prozent), sprechen aber durchschnittlich drei Sprachen. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Fähigkeiten weder für die interne Kommunikation noch in der Kundenkommunikation erschöpfend angezapft werden.

Dass sogenannte Wiedereinsteigerinnen noch vielerorts eine exotische Spezies sind, deren (Lebens-)Erfahrung, deren Organisationsfähigkeit noch nicht hinreichend erkannt werden, ist wohl auch nicht von der Hand zu weisen. (Karin Bauer, DER STANDARD, 29./30.9.2012)

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