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Bochum - Die Ruhrtriennale hat im ersten Jahr unter der Leitung des neuen Intendanten Heiner Goebbels 50.000 Besucher angelockt. Insgesamt sei damit eine Auslastung der Veranstaltungen von 85 Prozent erreicht worden, teilten die Organisatoren am Freitag in Bochum mit. "Ich glaube, dass wir sehr zufrieden sein können", sagte Goebbels. Bei der Auswahl des Programms sei man auch Risiken eingegangen. Doch auch ein "sehr fremdes und sperriges Stück" wie Carl Orffs "Prometheus" sei mit über 4.500 verkauften Tickets zum Besuchermagneten geworden.
Im Vorjahr hatte die Auslastung unter der Intendanz von Willy Decker mit 44.000 Besuchern bei 87 Prozent gelegen. Das Festival endet am Sonntag mit einem Konzert des japanischen Komponisten Ryuichi Sakamoto in der Bochumer Jahrhunderthalle. Für das Festival stehen pro Jahr 13,8 Millionen Euro zur Verfügung. Von den Kosten werden jeweils etwa 15 Prozent durch Eigenmittel wie Ticketverkäufe oder Sponsoring gedeckt.
Im kommenden Jahr soll die Ruhrtriennale mit einem Werk des selten gespielten amerikanischen Komponisten Harry Partch eröffnet werden. Die Inszenierung des Schlüsselwerks unter dem Titel "Delusion of the Fury" (1965-66) in einer europäischen Erstaufführung soll Intendant Heiner Goebbels selbst übernehmen. Die Eröffnungspremiere ist für den 23. August 2013 geplant. Das Festival endet im kommenden Jahr am 6. Oktober. Goebbels leitet das Festival noch bis 2014.
Für die Aufführung der bisher nur zwei Mal gespielten Partch-Oper müssen etwa 50 Instrumente eigens angefertigt werden. Die Werke des amerikanischen Komponisten, der als einer der originellsten Musiker des 20. Jahrhunderts gelte, könnten mit herkömmlichen Instrumenten nicht aufgeführt werden, berichtete Goebbels. (APA, 28.9.2012)
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