Informatiker verwandelt PCs in teure Stilmöbel

  • Ab 17.000 Euro kann man sich die Einzelstücke von Chirita kaufen
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    Ab 17.000 Euro kann man sich die Einzelstücke von Chirita kaufen

In Paris werden Computer hergestellt, die in prunkvolle Bauten passen

Was tun, wenn der Computer mit seinem Plastikgehäuse nicht zum stilvollen Salon mit Louis XV.-Möbeln oder zum Empire-Schreibtisch passt? Wer solche Sorgen hat, kann sich an Georges Chirita wenden. Der aus Rumänien stammende 58-jährige Informatiker stellt in seinem Pariser Atelier prunkvolle Computer her, die selbst in prächtig eingerichteten Schlössern nicht wie Fremdkörper wirken. Lange Zeit sei ein PC einfach ein Gebrauchsgegenstand gewesen, doch heute könne er auch ein Luxusobjekt sein, erläutert Chirita seine Geschäftsidee. 

Know-How der Handwerkskunst

Auf die Idee kam der Informatiker, als er nach seiner Ankunft in Frankreich vor 22 Jahren typische französische Stilmöbel entdeckte. Er beschloss, das Knowhow der traditionsreichen Handwerkskunst für seine Arbeit zu nutzen - die Konzeption von Computern. Dabei wählte er drei Stilepochen, die in Frankreich besonders beliebt sind: Louis XV., Louis XVI. und Empire. 

Wappen, Säulen und Initialen

Ende der 90er Jahre begann Chirita, die ersten Prototypen zusammenzubauen. Für seine PC verwende er nur "qualitativ hochwertige Komponenten" und das Windows-Programm, erläutert der Informatiker. Anschließend machte er sich auf die Suche nach Kunsthandwerkern, die den Rechnern das gewünschte stilvolle Outfit verpassen können. Das Ergebnis sind Computer, deren Hüllen beispielsweise vergoldet oder mit Alabaster, Lasurstein (Lapis lazuli) oder Malachit verkleidet wurden. Einige Modelle sind auch mit Säulen, metallenen Applikationen, Wappen oder Initialen geschmückt. 

Ab 17.000 Euro

Dass die stilvollen Geräte nicht gerade billig sind, liegt auf der Hand - für die billigsten Modelle sind rund 17.000 Euro zu berappen, nach oben gibt es praktisch keine Grenzen. "Alles hängt vom Stil und der Ausfertigung ab", betont der 58-Jährige. Auch die Materialien - etwa Plattgold - die die Handwerker verwenden, und die Zeit, die sie benötigen, spiegelten sich im Preis wider. 

Nur 10 Prozent aus Frankreich

Rund 90 Prozent seiner betuchten Kunden findet der Informatiker außerhalb Frankreichs, etwa in den USA, in China oder in den Emiraten am Persischen Golf. Die Wünsche seien je nach Region unterschiedlich: Chinesen etwa liebten glänzende Materialien, die arabischen Kunden zögen mattes Gold vor. Über die Identität seiner Kunden will Chirita nichts sagen, auch die Zahl der jährlich verkauften Computer behält er lieber für sich. Vertraulichkeit sei wichtig, betont er. Schließlich wolle er sein "Produkt nicht banalisieren". (APA, 28.9.2012)

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