Immer mehr junge Menschen erleiden einen Schlaganfall

28. September 2012, 15:55
  • Motorische Probleme sind eine häufige Folge von Schlaganfällen.
    foto: apa/wolfgang kluge

    Motorische Probleme sind eine häufige Folge von Schlaganfällen.

In der Altersgruppe zwischen 18 und 45 Jahren sind die klassischen Risikofaktoren auffällig oft vorhanden

Der Schlaganfall ist eine häufige Ursache für Behinderung im Erwachsenenalter. Pro Jahr erleiden in Deutschlan fast 300.000 Menschen, in Österreich 20.000 einen cerebralen Insult, wobei zwei von drei Hirninfarkten erstmalig auftreten und es sich bei einem Drittel um Rezidive handelt. Konsequente Behandlung von Risikofaktoren könnten diese Zahlen deutlich senken. In den USA erleiden immer mehr junge Menschen einen Schlaganfall, ein Trend, der auch für Deutschland befürchtet wird. Eine Studie dazu erscheint in Kürze.

Aufgrund der allgemeinen Alterung der Bevölkerung steht in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Schlaganfallzahlen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten bevor; manche sprechen sogar von einem Tsunami. Bemerkenswert ist, dass in Amerika eine deutliche Zunahme der Schlaganfallerkrankungen bei Patienten in Alter von 18 bis 45 Jahren über die vergangenen 15 Jahre festgestellt wurde (George und Kollegen, 2011).

In dieser Altersgruppe waren gerade die klassischen Risikofakten wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen sowie Tabakkonsum auffällig oft feststellbar und trugen zum erhöhten Risiko bei. In Deutschland erleiden pro Jahr über 10.000 jüngere Menschen einen Hirninfarkt. Mit großer Spannung werden daher die Zahlen einer Studie erwartet, die von Arndt Rolfs in Rostock koordiniert wird. In diese Studie wurden über 5000 jüngere Schlaganfallpatienten im Alter von 18 bis 55 Jahren aus verschiedenen europäischen Zentren eingeschlossen (Rolfs und Kollegen, 2011).

Persönliches Risiko senken

Der persönliche Lebensstil trägt deutlich zum individuellen Schlaganfallrisiko bei. So haben Menschen mit gesunder Lebensführung, mit sportlicher Aktivität, gesunder Ernährung, ohne oder wenig Alkoholgenuss ein um 80 Prozent reduziertes Schlaganfallrisiko. Ermutigend ist hier die Tatsache, dass im Vergleich zu den Menschen mit dem höchsten Risiko schon ein einziger Faktor die Prognose deutlich verbessert (Chiuve und Kollegen, 2008).

Neben der Kenntnis und Bekämpfung der Risikofaktoren ist es wichtig, die Bevölkerung über Symptome, vorbeugende Maßnahmen und frühzeitige Behandlung aufzuklären. Durch öffentliche Informationskampagnen lassen sich die Kenntnisse über die klassischen Schlaganfallsymptome wie Lähmung, Schwindel, Seh- und Sprachstörungen steigern.

In einer Kooperation des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) mit der Kunsthochschule für Medien Köln haben Filmstudenten unter Anleitung des Produzenten und Regisseurs Lars Büchel vier Spots zum Thema Schlaganfall entwickelt und umgesetzt. Das Ziel ist es, sich bewusster mit dem Thema Schlaganfall auseinanderzusetzen und einer Stigmatisierung entgegenzuwirken. (red, derStandard.att, 28.9.2012)

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Bei diesen "Ernährungsgewohnheiten",Bewegungsmangel,
u.a.,m.,kein Wunder,daß immer mehr junge Menschen so massiv erkranken....Trotz so vieler Info's über gesündere Ernährung,hält sich ja ein Großteil der Menschen nicht daran,der "Onkel" Doktor wird's schon richten...."Wirklich"???

Hauptsache...

... die Skikurse, Wandertage und Turnstunden in den Schulen wurden stark eingeschränkt oder gestrichen......

blablabla Aufklärung

Die derzeitige "Krankenversicherung" ist doch die Trittbrettfahrerorganisation schlechthin. Warum sollte sich da jemand gesund ernähren? Und die gefühlten 5% gesunder Nahrung in Supermärkten nimmt der gemeine Versicherungskunde eher als Alibi-Angebot wahr. Geruch einatmen beim Vorbeigehen reicht aus.

Die Krankenkassen entziehen der Gesellschaft die Selbstverantwortung, so schauts aus!

einfach tun...

ich weiß nicht, wie es um Ihr Einfühlungsvermögen bestellt ist, dass Sie just auf fünf Prozent kommen.
Ihre Aussagen lassen ziemlich den Schluss zu, dass Sie nicht in der Lage sind, unabhängig von besonders auffälligen Angeboten zu entscheiden, was Ihnen gut tut und was nicht? Und was hat das mit dem Geruch zu tun? - Legen Sie dann das Gemüse wieder zurück ins Regal, weil die heiße Theke in der Fleischabteilung stärker riecht?
Sie entziehen sich ja selbst Ihre eigene Verantwortung.

So viel hirnloses blabla. Wenn das trolling sein soll, dann aber ganz schlechtes.

300.000 in Deutschland, 20.000 in Österreich...

Kann mir jemand sagen, warum stünde Österreich
wesentlich besser da als Deutschland. Der Statisik-Faktor sollte ja um die 10% liegen. Ist es ein Schlampigkeit im Bericht?, ist das die bekannte Statistik-Effekt "Öst. immer ein bisschen Besser darstellen"? Oder ist es nur ein Quatsch?
Weil war ist es nicht.

Österreich wird nicht besser dargestellt

Österreich IST besser

Bevölkerung D:Ö = 10:1
Schlaganfälle D:Ö = 15:1

Grund? Steht nicht im Artikel.

Nach einer gewissen Zeit

kommt aus den USA sowohl positives als auch negatives zu uns. Was lernen wir daraus, NICHTS.

ist aber auch kein Wunder

Was die Gesellschaft als normal darstellt und dem Bürger abverlangt.

das Hirn denkt, alles sei normal und gut, obwohl der Körper schon erste Symptome zeigt und dann auf einmal "Knall".

Wir leben in einer Lüge. Und die ist krank

Risikofakten wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettleibigkeit, Fettstoffwechselstörungen sowie Tabakkonsum

Mit 12 die erste Zigarette
mit 16 regelmäßiger Tabakkonsum
ab dem Bundesheer ein Päckchen
durch den Berufsstress Kettenraucher
und vor der Penision dann noch schnell den Schlaganfall

dem Gesundheitsminister ist es egal
der Finanzminister freut sich
der Minister für Jugend und Familie ignoriert es

gehts der Wirtschaft gut, dann gehts uns allen gut

Den externen Faktoren (Zigarette usw.) wird zu viel Bedeutung beigemessen.

Interne Faktoren sind wichtiger.

Genau, besonders die internen Faktoren, die durch externe Faktoren wie z. B. - Bingo! - Tabakkonsum beeinflusst werden.

Immer mehr junge Menschen erleiden einen Schlaganfall

Ernährungsfehler ab 3, schon mit 6 vom Musik-, zum Englischunterreicht gekarrt, Bewegungsmangel ab 8., beruflicher Druck ab 12, usw., wer hat geglaubt daß das ohne Folgen bleiben wird.

Ill Taylor hat hier ein sehr inspirierendes Video über einen (selbst erlebten) Schlaganfall:
http://www.youtube.com/watch?v=UyyjU8fzEYU

unsere tochter 16 jahre hat trotz gesündester ernährung extrem schlechte cholesterinwerte. leider wie schon bei mir genetisch bedingt einen sehr hohen lip.a wert. überweisung ins akh brachte auch keine wirklich neuen erkenntnisse - außer dass uns alle ärzte zu einem cholesterinsenker raten - leider haben diese enorme nebenwirkungen und es gibt kaum studien damit man abschätzen kann was soetwas im körper die nächsten 16 jahre anrichtet (außer den muskelabbau den man heute schon kennt). tut man nichts, kanns frühzeitig in einen herzinfarkt/schlaganfall müden.

Ich bin nur Laie, aber oftmals ist ein erhöhter Cholesterinwert mit Stress gekoppelt (innerer oder äusserer oder beides).

Auch die sogen. Normwerte für Cholesterin haben sich in den den letzten Jahren (Jahrzehnten?) geändert - manche vermuten, zugunsten der Pharmafirmen (es gilt hier ausdrücklich die Unschuldsvermutung - wie in vielen anderen Bereichen auch).

zuerst sollte man mal erklären was "gesündeste Ernährung" hier bedeutet

Gesund ist biologisch angebautes Obst und Gemüse (am besten vom eigenen Garten). Jedes andere Nahrungsmittel oder Lebensmittel beinhaltet bereits Stoffe, die jeder Körper anders "bekämpft".

Medikamente nehmen ist die wohl denkbar schlechteste Option überhaupt. Schulmedizin ist nur für akute Notfälle gut, sonst gar nix.

Viel Erfolg

erschreckend ungebildet oder ein troll?

Völliger Schwachsinn.

Ich frage mich, warum sich Leute, die sich nicht auskennen, nicht einfach raushalten. Würde vieles einfacher machen, auch bei Wahlen.

Obst und Gemüse ist höchstens Ergänzung zu der Grundnahrung. Wobei Obst wegen des hohen Zuckergehalts eh schon problematisch ist.

Gesund würde ich alles bezeichnen, das keine oder fast keine Kohlenhydrate enthält. Also Eier, Fleisch, Käse, ...

als mögliche vermeidbare Risikoquelle würde ich Pille + Rauchen erwähnen (früher oder später vielleicht ein Thema bei Ihrer Tochter)

Omega-3-FS können bekanntlich auch positiv auf den Lipidstoffwechsel einwirken...

aber VOR ALLEM glauben Sie nicht jedem Möchtegernbesserwisser in Internetforen...

Versuchen Sie es mal mit natürlichem Monacolinen!

Das sind jene Inhaltsstoffe des roten Reises, welche quasi die Vorlage für die von der Pharmaindustrie entwickelten Blutfett-Senker waren. Eine liebe Verwandte von mir hatte dasselbe Problem wie Ihre Tochter, üble Nebenwirkungen (z.B. extremer Schwindel) bei konventionellen pharmazeutischen Cholesterinsenkern. Mit natürlichen Monacolinen hat sie nach eigenen Angaben keinerlei Nebenwirkungen und ihr Cholesterin ist innerhalb von 2 Mon. massiv nach unten in den Soll-Bereich gesunken. Nat. Monacoline sind zwar chemisch eng verwandt mit Lovastatin, passieren aber die Blut-Hirn-Schranke nicht so leicht und verursachen daher weniger Nebenwirkungen.

Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Monacolin

Danke. Weches Medikament (roter Reis) hab Ihr Bekannt benommen?

Wollte zunächst bewusst keine Werbung machen.
Meine Verwandte nimmt Monachol (Erzeuger Monasan) ein. Es ist zwar nicht ganz billig, aber umgerechnet auf die Kosten pro Tag vertretbar (überhaupt wenn man bedenkt wofür man sonst Geld ausgibt). Ihre Tochter könnte es ja mal mit einer kleinen Packung versuchen um zu prüfen, ob es ihr bekommt. Alles Gute!

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