"Auf jedes Detail geachtet": Das iPhone 5 im Test

Iwona Wisniewska, Andreas Proschofsky, Markus Sulzbacher, Birgit Riegler, Georg Pichler, 30. September 2012, 17:38
  • Das iPhone 5 ist seit Freitag in Österreich erhältlich.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Das iPhone 5 ist seit Freitag in Österreich erhältlich.

  • Penibel eingepackt und auf den Millimeter genau geschlichtet.
Technische Details*:
 
Prozessor: Apple A6 
Farben: weiß und schwarz
Kapazitäten: 16, 32 und 64 GB
Abmessungen: 123,8mm hoch, 58,6mm breit, 7,6mm tief
Gewicht: 112 Gramm
Display: 4" Retina Display, 1136x640 Pixel Auflösung, 326ppi
Netz und WiFi: GSM/EDGE, UMTS/HSPA+, DC-HSDPA, CDMA EV-DO Rev. A und Rev. B, LTE, Wi-Fi (802.11a/b/g/n; 802.11n bei2,4 GHz und 5 GHz), Bluetooth 4.0, GPS und GLONASS
SIM: Nano-SIM-Karte
Kamera: 8 Megapixel, Autofokus, Fokussieren per Fingertipp, LED-Blitz, Rückwärtig belichteter Sensor, Objektiv mit 5 Elementen, Gesichtserkennung, Hybrid-IR-Filter, ƒ/2.4 Blende, Panorama
FaceTime-Kamera: 1,2-Megapixel Fotos, 720p HD Video, Rückwärtig belichteter Sensor
Videoaufnahme: 1080p HD Videoaufnahme, 30 Bilder pro Sekunde, Fokussieren per Fingertipp während der Aufnahme, LED-Blitz, Verbesserte Videostabilisierung, Fotos aufnehmen während der Videoaufnahme, Gesichtserkennung
Kopfhörer: Apple Earpods
Anschluss: Lightning (19-polig)
Batterielaufzeit: Sprechdauer: bis zu 8 Std. mit 3G, Surfdauer: bis zu 8 Std. mit 3G, bis zu 10 Std. mit Wi-Fi, Standbydauer: bis zu 225 Stunden
*Datenblatt laut Apple
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    foto: derstandard.at/wisniewska

    Penibel eingepackt und auf den Millimeter genau geschlichtet.

    Technische Details*:

     

    Prozessor: Apple A6 

    Farben: weiß und schwarz

    Kapazitäten: 16, 32 und 64 GB

    Abmessungen: 123,8mm hoch, 58,6mm breit, 7,6mm tief

    Gewicht: 112 Gramm

    Display: 4" Retina Display, 1136x640 Pixel Auflösung, 326ppi

    Netz und WiFi: GSM/EDGE, UMTS/HSPA+, DC-HSDPA, CDMA EV-DO Rev. A und Rev. B, LTE, Wi-Fi (802.11a/b/g/n; 802.11n bei
    2,4 GHz und 5 GHz), Bluetooth 4.0, GPS und GLONASS

    SIM: Nano-SIM-Karte

    Kamera: 8 Megapixel, Autofokus, Fokussieren per Fingertipp, LED-Blitz, Rückwärtig belichteter Sensor, Objektiv mit 5 Elementen, Gesichtserkennung, Hybrid-IR-Filter, ƒ/2.4 Blende, Panorama

    FaceTime-Kamera: 1,2-Megapixel Fotos, 720p HD Video, Rückwärtig belichteter Sensor

    Videoaufnahme: 1080p HD Videoaufnahme, 30 Bilder pro Sekunde, Fokussieren per Fingertipp während der Aufnahme, LED-Blitz, Verbesserte Videostabilisierung, Fotos aufnehmen während der Videoaufnahme, Gesichtserkennung

    Kopfhörer: Apple Earpods

    Anschluss: Lightning (19-polig)

    Batterielaufzeit: Sprechdauer: bis zu 8 Std. mit 3G, Surfdauer: bis zu 8 Std. mit 3G, bis zu 10 Std. mit Wi-Fi, Standbydauer: bis zu 225 Stunden

    *Datenblatt laut Apple

  • Das Display des iPhone 5 ist im Vergleich zum 4S nicht nur größern, sondern auch farbintensiver und heller.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Das Display des iPhone 5 ist im Vergleich zum 4S nicht nur größern, sondern auch farbintensiver und heller.

  • Farben werden am iPhone 5 (links) natürlicher dargestellt.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Farben werden am iPhone 5 (links) natürlicher dargestellt.

  • Die Hauptkamera des iPhone 5 hat sich zum iPhone 4S kaum verändert.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Die Hauptkamera des iPhone 5 hat sich zum iPhone 4S kaum verändert.

  • Das iPhone 5 holt bei schlechteren Lichtverhältnissen etwas bessere Ergebnisse heraus als das 4S - mit etwas lebendigeren Farben und mehr Details im Schatten. 
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    foto: derstandard.at/riegler

    Das iPhone 5 holt bei schlechteren Lichtverhältnissen etwas bessere Ergebnisse heraus als das 4S - mit etwas lebendigeren Farben und mehr Details im Schatten. 

  • Fotografiert man direkt in eine Lichtquelle, zeigen sich deutlichere Unterschiede im Vergleich zwischen iPhone 5 und 4S.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Fotografiert man direkt in eine Lichtquelle, zeigen sich deutlichere Unterschiede im Vergleich zwischen iPhone 5 und 4S.

  • Die Frontkamera wurde stärker überarbeitet - dank natürlicherer Farben wirken Portraitfotos nicht mehr so verheult.
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    foto: derstandard.at/riegler

    Die Frontkamera wurde stärker überarbeitet - dank natürlicherer Farben wirken Portraitfotos nicht mehr so verheult.

  • Die neuen Ohrhörer, genannt "EarPods" mit...
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    foto: derstandard.at/pichler

    Die neuen Ohrhörer, genannt "EarPods" mit...

  • ...und ohne Verpackung.
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    foto: derstandard.at/pichler

    ...und ohne Verpackung.

Der WebStandard hat das Apple-Smartphone unter die Lupe genommen

Seit 28. September ist das iPhone 5 auch in Österreich erhältlich. Das neue Apple-Smartphone rief nach der Präsentation unterschiedlichste Reaktionen hervor. Zwischen hervorragend und langweilig, lagen die Bewertungen der Tester. Den Unkenrufen zum Trotz, Apple habe seinen Drive verloren, brach das Gerät an den ersten Verkaufstagen alle Apple-Rekorde. Der WebStandard konnte sich inzwischen ein eigenes Bild vom neuen Smartphone machen.

Design

Betrachtet man die kleine Verpackung des neuen iPhones, würde man den Größenunterschied zum iPhone 4S zunächst kaum bemerken. In üblicher Apple-Manier hat das Unternehmen auch hier auf jedes Detail geachtet. Macht man die Schachtel auf, verbirgt sich unter dem Gerät ein Fach, in dem Kabel, Stecker und Kopfhörer eingenistet sind. Das Ladekabel ist schön eingerollt. Für jene, die Wert auf solche Details legen, bereitet das Auspacken mit Sicherheit Freude, denn das Zubehör ist auf den Millimeter genau geschlichtet vorzufinden.

Abschied von der glatten Oberfläche

Nimmt man das Gerät aus der Packung, fällt einem geübten iPhone-User eines sofort auf: Das Gewicht des neuen Apple-Smartphones ist tatsächlich stark reduziert worden. Mit 112 Gramm ist das Telefon im Gegensatz zu seinen älteren Geschwistern 28 Gramm leichter. Das Handy liegt gut in der Hand. Die neue beschichtete Rückseite des iPhones und der matte Rahmen fühlen sich besser an als die Vorgänger. Die glatte Oberfläche des iPhone 4S ließ einen manchmal befürchten, es könnte aus der Hand rutschen.

Kleine Verschiebungen der Elemente

Mit 123,8 Millimetern Höhe ist die neue Generation 8,6 Millimeter höher als die älteren. Die Breite ist gleich geblieben, die Dicke hat sich allerdings um 1,7 Millimeter verringert. Der Home-Button wurde marginal kleiner. Das ist aber nur zu bemerken, wenn man das 4S neben das neue iPhone legt. Auf der Unterseite findet man den Anschluss für den neuen Connector, der von 30 auf 19 Pins reduziert wurde. Der Anschluss für die Kopfhörer befindet sich jetzt ebenfalls unten.

Der Lautsprecher und das Mikrophon sind wie gewohnt an der unteren Geräteseite, allerdings mit einer etwas anderen Verkleidung. Vorne ist auch die Frontkamera an eine andere Stelle gerutscht, nämlich direkt über den Lautsprecher. Auf der Rückseite sitzt die Kamera an der gleichen Stelle, der Blitz ist etwas versetzt, dazwischen findet man einen Sensor, der laut CNet von Sony stammt.

Hochwertiges Design

Durch den Einsatz von Nano-SIMs ist auch der Slot für die SIM-Karte etwas kleiner geworden und befindet sich wie gewohnt an der Seite des Telefons. Laut- und Leiser-Knöpfe sind etwas versetzt, ein Umstand, der sich mit Sicherheit durch die neue Größe erklären lässt. Generell fühlt sich das iPhone 5 hochwertiger an, durch die matte Oberfläche strahlt das Smartphone noch mehr Understatement aus, als es für Apples Smartphones ohnehin schon der Fall war.

Positiv hervorzuheben ist neben dem geringeren Gewicht auch die gute Verarbeitung. Auf dem matten Material sind Kratzer allerdings schneller und besser sichtbar als auf den alten Modellen. Einige Apple-Kunden beklagten bereits vorhandene Makel bei neu gekauften Geräten. Woher diese genau stammen, ist nicht klar. Das Material scheint allerdings anfälliger für solche Spuren zu sein.

Display

Mit dem Motto "Das Größte was dem iPhone passieren konnte", bewirbt Apple das Display seines neuen Smartphones. Bot das iPhone 4S noch ein 3,5 Zoll großes Display, ist der Screen beim iPhone 5 auf vier Zoll angewachsen. Die Auflösung beträgt beim neuen Modell 1.136 x 640 Pixel bei einer Pixeldichte von 326 ppi. Das entspricht derselben Pixeldichte des iPhone 4S, die Apple als "Retina" bezeichnet - die Pixel können mit freiem Auge nicht wahrgenommen werden.

Heller als iPhone 4S

Laut Apple weist das iPhone 5 eine 44 Prozent bessere Farbsättigung zum Vormodell auf. Den Experten von DisplayMate zufolge, besitzt das iPhone 5 wie berichtet das derzeit beste Smartphone-Display. Derartige Labormessungen konnte der WebStandard nicht durchführen. Im direkten Vergleich zum iPhone 4S fallen die Farben am iPhone 5 jedoch merkbar kräftiger aus, das Display ist insgesamt heller.

Natürlichere Farben

Teilweise wirken Grün- und Gelbtöne etwas übersteuert, beispielsweise bei besonders farbintensiven Icons. Anhand von Fotos zeigt sich jedoch, dass das Display des iPhone 5 Farben natürlicher wiedergibt. Bei weißen Flächen konnten wir im Test einen dezenten Gelbstich gegenüber dem 4S erkennen, bei dem Weiß leicht gräulich erscheint. Durch die höheren Farbintensität ist das Display eine Spur besser im Sonnenlicht zu lesen.

Die neuen "EarPods"-Ohrhörer

Apple hat für das iPhone 5 auch das beigelegte Headset neu gestaltet. Statt den bislang mitgelieferten Ohrhörern von bescheidener Klangqualität finden sich nun schick verpackte "EarPods" im Karton. Sie versprechen bessere Klangqualität und vor allem höheren Tragekomfort durch ihre veränderte Form.

Gute Ergonomie

Und in der Tat, die "EarPods" schmiegen sich gut in die Ohrmuschel. Obwohl sie vom Gefühl her nicht ganz so fest sitzen wie ihre herkömmlichen Pendants, machen sie nicht den Eindruck, leicht herauszufallen und dürften sporttauglich sein. Lediglich die Kanten des "Schallkanals" sind unerwartet scharf, weswegen dann beim Anlegen doch etwas Gefühl geboten ist. Dies trübt den Eindruck hinsichtlich der Ergonomie aber nur wenig. Äußere Geräuschquellen werden gut abgeschirmt, solange eher laut gehört wird. Dreht man leiser, macht sich das Fehlen von Silikonstöpseln oder vergleichbaren Komponenten bemerkbar.

Besserer Klang

Auch in Sachen Wiedergabequalität ist ein deutlicher Unterschied zu bemerken. Wo bisherige iPhone-Ohrhörer mit enormer Bass-Schwäche, unterdurchschnittlichen Höhen und insgesamt einem mauen Klangbild aufwarteten, dürfen Musikfreunde nun aufatmen. Tiefe Tonlagen und Bässe klingen für Standard-Accessoirs gut. Das gleiche gilt für Höhen, lediglich bei sehr schrillen Klängen macht sich ein leichtes Scheppern bemerkbar.

Fortschritt mit Schwächen

Gestört wird das Akustikerlebnis allerdings, wenn sich viele Tonspuren treffen. Insbesondere Tiefen überlagern bei eigentlich gleicher Lautstärke bei den "EarPods" dann die restlichen Tonlagen. Das Klangbild könnte allgemein etwas klarer sein, ist aber summa summarum in Ordnung und eine enorme Verbesserung zum Equipment, das Apple bis jetzt produziert hat. Für den Allgemeingebrauch ist das mehr als ausreichend, besonders audiophile User sollten sich aber nach einer Alternative umsehen.

Kamera

Bei der Hauptkamera hat sich im Vergleich zum iPhone 4S nur wenig verändert. Apple verbaut auf der Rückseite weiterhin eine 8-Megapixel-Kamera, verwendet allerdings eine neuen Linse mit Saphir-Kristall-Abdeckung. Diese soll laut Apple robuster als das Standardglas sein - eine Behauptung die der WebStandard mit den Testgeräten allerdings nicht auf die Probe zu stellen wagte.

Bei schlechteren Lichtverhältnissen schafft es das iPhone 5 eine Spur lebendigere Farben und mehr Details als das 4S herauszuholen (siehe die Testaufnahmen links mit Blue Schneckerl als Fotomodell). Bei Aufnahmen mit perfekten Konditionen glänzen beide Kameras mit guter Qualität, satten Farben und hohem Detailgrad. Fotografiert man mit dem neuen Modell direkt in eine Lichtquelle, zeigen sich deutlichere Unterschiede. Das iPhone 5 weist eine höhere Lichtempfindlichkeit auf, insgesamt wirkt das Motiv bei Gegenlicht jedoch blasser.

Schneller zum Foto

Die größte Verbesserung zum 4S macht die Schnelligkeit der Kamera aus. Die App startet deutlich flotter und das iPhone 5 erlaubt mehr Fotos in kürzerer Abfolge hintereinander zu machen. Verantwortlich dafür ist der schnellere Prozessor.

Aus Videos können nun zudem direkt Einzelbilder über einen Onscreen-Button aufgenommen werden, die allerdings eine schlechtere Qualität als normale Fotos aufweisen. Zudem hat Apple die Bildstabilisierung bei Filmaufnahmen verbessert. Die neue Panorama-Funktion ist mit dem Update auf iOS 6 auch auf früheren iPhone-Modellen verfügbar.

Bessere Frontkamera

Stärker überarbeitet hat Apple die Frontkamera für Videotelefonate. Statt einer VGA-Kamera wurde nun eine HD-Kamera für 720p-Videos und 1,2-Megapixel-Fotos integriert. Die Fotos weisen natürlichere Farben und einen größeren Detailreichtum auf. (Spezieller Pluspunkt bei Portraitfotos ist, dass man nicht mehr so verheult wirkt, da Hauttöne natürlicher wiedergegeben werden).

Wirklich gute Ergebnisse sind damit allerdings aufgrund des hohen Bildrauschens noch immer nicht zu erzielen. Zu mehr als kleinen Portrait-Fotos für diverse Social-Media-Plattformen reicht die Frontkamera nicht aus. Allerdings ist das angesichts der guten Hauptkamera und dem Hauptverwendungszweck der Frontcam für Videotelefonie auch nicht notwendig.

Software

Das iPhone 5 wird mit iOS 6 ausgeliefert. Das System bietet in der neuen Version unter anderem die Integration von Facebook, erweiterte Funktionen für Siri und eine bessere Kontrolle der Datenschutz-Einstellungen. iOS 6 wurde in einem eigenen Test bereits ausführlich beleuchtet. Dabei fielen kleinere Probleme mit der Synchronisierung nach dem Update und vor allem der Kartendienst negativ auf. Gegenüber früheren iPhone-Modellen unterscheidet sich iOS 6 am iPhone 5 nur durch die zusätzliche Reihe von Apps am Homescreen, die dem längeren Display geschuldet ist.

Kein neues Konzept

Eine kleiner Exkurs zur Entwicklung von iOS: Was Apple nach wie vor nicht auf seinen iOS-Geräten sehen will, sind Widgets. Also Mini-Programme, die beispielsweise Inhalte in Echtzeit anzeigen oder direkten Zugriff auf Einstellungen geben. Ausnahmen bilden der Kalender, der im Icon das Datum anzeigt, und die Musik-Player-Steuerung. Gegenüber Android und Windows Phone wirkt das seit Jahren weitgehend unveränderte Konzept, das Apps auf mehreren Homescreens verteilt, daher für einige Nutzer veraltet. Gleichzeitig hält es die Usability geräteübergreifend konsistent.

Performance

Rein subjektiv kann die Performance des iPhone 5 umgehend überzeugen: Wer den Vorgänger gewohnt ist, wird den Geschwindigkeitszuwachs bald bemerken - und ebenso schnell zu schätzen wissen. In Fragen "Flüssigkeit" macht Apple ohnehin schon bisher kaum wer etwas vor, die zusätzliche Prozessorpower hilft dabei diesen Umstand auch unter größerer Last aufrecht zu erhalten.

Benchmarks

Um die Performance des iPhone 5 in Zahlen zu fassen, haben wir das Gerät auch durch einen kleinen Browser-Benchmark-Parcours geschickt. Apples neuestes Smartphone muss dabei gegen seinen Vorgänger das iPhone 4s (mit iOS 6) sowie Samsungs Galaxy S III (Android 4.0.4) - sowohl mit dem Default-Browser als auch mit Googles Chrome (Version 18) - antreten.

Sunspider

Den Start macht der "klassische" Javascript-Benchmark Sunspider, und hier sieht es gleich einmal sehr gut für das iPhone 5 aus: Mit einem Wert von 963,7ms liegt man deutlich vor der Konkurrenz. Das Galaxy S III mit Chrome kommt mit 1.360,4ms an die zweite Stelle vor Samsungs ebenfalls auf Webkit basierendem Default-Browser, der 1.463,9ms erzielt.

Octane

Da Sunspider mittlerweile unisono von allen Herstellern als "veraltet" und "begrenzt aussagekräftig" bezeichnet wird, noch ein Blick auf einen zweiten Javascript-Benchmark: Der Fokus von Googles Octane liegt bei "realistischen" Tests, wie sie auch in modernen Web-Anwendungen häufig vorkommen - so zumindest die offizielle Zielsetzung. Hier präsentiert sich schon ein etwas komplexeres Bild: Am Besten schneidet der Galaxy-S-III Brower mit 1.731 Punkten ab, gefolgt von Chrome mit 1.583. Zumindest bewegt sich das iPhone 5 mit einem Wert von 1.572 aber auf Augenhöhe. Das iPhone 4S musste hier passen, es stürzte beim Test reproduzierbar ab.

Peacekeeper

Zum Schluss noch der Peacekeeper-Benchmark von Futuremark, dessen Ziel es ist, unterschiedlichste Performance-Werte abzufragen, der also im Gegensatz zu den zuvor genannten keineswegs auf Javascript beschränkt ist. Dabei setzt sich wieder das iPhone 5 durch, konkret kommt das Apple-Smartphone auf 853 Punkte. An zweiter Stelle der Galaxy-S3 Browser mit 710 Punkten vor Chrome (570) und dem iPhone 4S (424).

Webstandards

Performance ist natürlich nicht das allein ausschlaggebende Kriterium für die Qualität eines Browsers. Gerade die Unterstützung von modernen Webstandards variierte in der Vergangenheit zum Teil deutlich. Wie die zuvor genannten Geräte unter diesem Blickpunkt abschneidet haben wir mit html5test.com überprüft. Der Safari von iOS 6 (hier liegen iPhone 5 und 4S logischerweise gleichauf, Anm.) kommt auf 360(+9) Punkte - und liegt damit am Ende des Felds, wenn auch nicht all zu weit abgeschlagen. Chrome 18 unter Android erzielt 369(+11), den Sieg trägt aber der Samsung-Browser des Galaxy S III mit 395(+3) davon. Die Unterschiede zeigen sich dabei im Detail: Der Android-Chrome ist vor allem beim Local Storage besser, und der Galaxy S III-Browser setzt sich nicht zuletzt mit vollständigem WebGL-Support von der Konkurrenz ab.

Akku

Mehr Eine höhere Performance geht auf Kosten der Akku-Laufzeit. Diese fiel um bis zu 20 Prozent kürzer aus als beim iPhone 4S, liegt aber immer noch vor anderen Smartphones wie dem Galaxy S III.

Fazit: Solides Update

Obwohl das iPhone 5 keine großen Überraschungen mitbringt, nimmt es einen klaren Spitzenplatz in der aktuellen Smartphone-Riege ein. Vor allem bei der Performance überzeugt das neue iPhone und schlägt die Konkurrenz. Gemeinsam mit dem Betriebssystem iOS 6 hat Apple ein starkes Update geliefert, das erneut zahlreiche Käufer und Fans finden wird.

Ein Wermutstropfen bleibt: In Österreich gibt es derzeit kein LTE-Netz, das mit dem iPhone genutzt werden kann. Apple geht andere Wege, als die heimischen Mobilfunker - der WebStandard berichtete. Handynutzer können über LTE wesentlich schneller Webseiten laden und HD-Videos ruckelfrei schauen. Auf dem Papier sind Übertragungsgeschwindigkeiten von 150 MBit/s möglich. (br/iw/sum/apo/gpi, derStandard.at, 30.09.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 816
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Mein Akku hat glaub ich was, Handy wird unangenehm warm und die Batterieanzeige sinkt v. allem beim Surfen extrem rasch, beim 4er hat er deutlich länger gehalten. Restore hat nichts gebracht. Aber Apple Care finde ich toll, neues Phone kommt übermorgen und das alte schick ich einfach im gleichen Atemzug zurück.

Apropos Akku-Laufzeit

Laut der Chip.de-Bestenliste ist die Akku-Laufzeit des Samsung Galaxy S III aber deutlich besser ... nämlich fast 2 Stunden mehr Sprechzeit. Punkten kann das iPhone5 aber durch sehr kurze Ladezeiten.

Naja, im Praxiseinsatz gibt es für mich (HTC Sensation XL) keinen wirklichen Grund auf ein iPhone5 umzusteigen ... außerdem liegt die Displaygröße für mich an der unteren Grenze.

die erklärung wieso überall der lack abgeht und das ding einem wie schrott vorkommt

http://gizmodo.com/5949406/f... l-beatings

"The latter, the labor watchdog claims, pushed Apple to demand greater output (and longer hours) by its outsourced labor army—and a steep drop in quality."

yep. preis und qualität korrelieren hier indirekt :D

Ach ja. Gizmodo.com…

…ist das nicht der reisserisch aufgemachte U.S.-Sensations-Blog, der vor ein paar Jahren von Apple geschasst wurde und zu keiner offiziellen Veranstaltung mehr eingeladen wird?! Weil der "Chefredakteur" gestohlene iPhone-Prototypen nicht zurückgeben wollte und deshalb vor Gericht stand. (Viele werden sich an die Geschichte erinnern.)

Und dem seither nichts Anderes übrigbleibt, als die Rache einer Fledermaus auszuüben und zu versuchen, mit allerlei Halb- und Unwahrheiten Apple in Verruf zu bringen.

Kommt davon, wenn man bei einem chinesischen Sklaventreiber das Smartphone fertigen lässt.

Und die Beschichtungstechnik der Alu-Rückseite haben sie sicher auch geklaut bzw. keine Ahnung davon.

Qualität eine Katastrophe und Abzocke hoch drei.

Gewonnen!

Dümmster Post des Tages! Und das will etwas heißen!

Ich interpretiere das mal als Selbsterkenntnis im Bezug auf all deine Posts.

1. Für Dich immer noch Sie.
2. Zur Sache: Fail.

1. Träum weiter, du Vogel.
2. Ich stimme dir (!) zu, deine Kommentare sind zu 99% ein Fail.

Habs gestern von nen Freund begutachten dürfen und muss sagen: schaut zwar gut aus, aber für mich wärs nix. Man merkt schon beim Halten des iPhones, dass es leicht zerbrechlich ist. Irgendwie is mir vorgekommen, dass man extrem aufpassen muss, dass es einem nicht aus der Hand fällt!

Meine subjektive Meinung ;)

aber wenn ich zurzeit das 4er bzw. 4s hätte , würde ich nie umsteigen.

PS: Hab mir letztens für mein SGS2 einen starken Akku (2000mAh) gekauft und selbst ausgetauscht. Ob das beim neuen iPhone auch geht? ;)

diese drop tests sind so ein quatsch.

Deine Postings auch.

Ein echter Brüller eben... ;-)

schön

einfach nur schön <3 it

wiegt zu wenig, das spezielle wertige flair des vorgängers fehlt. ansonsten schön.

795 postings für Nix

Bisher.

Bin mal gespannt, habe mein erstes iPhone bestellt

Bin mal neugierig, was das wird, mein 1. iPhone. Da ich IOS schon auf dem iPad habe, kann ich alle Apps weiter benutzen.

Ein paar Kollegen haben es auch schon. Es sieht und fühlt sich ziemlich Edel und leicht an.

Und IOS ist halt so einfach, wie es eben ist. Mal schaun.

Auf jedes Detail geachtet ...

Ja, die Verpackung ist sooooo schön.
Das Ladekabel ist sooooo schön aufgerollt.

Der beste iPhone Test bisher ;-))

Naja, weder:
- Kartenproblematik
- leichte Kratzbarkeit
- Lightning Kabel mit DRM dafür aber klemmenden USB Stecker
- Siriprobleme bei fehlenden WLAN
- WLAN Probleme die Erste (Probleme mit WPA2)
- WLAN Probleme die Zweite (Zeigt Verbindung per WLAN aber kommuniziert weiter per Mobilfunk)
...

Echt ein TOLLER Test.

aha

haben sie die absätze unter der überschrift bemerkt?

worauf journalisten achten weil sie technische geräte eh grad mal so irgendwie bedienen können:

...Das Ladekabel ist schön eingerollt. Für jene, die Wert auf solche Details legen, bereitet das Auspacken mit Sicherheit Freude, denn das Zubehör ist auf den Millimeter genau geschlichtet vorzufinden....

...Generell fühlt sich das iPhone 5 hochwertiger an, durch die matte Oberfläche strahlt das Smartphone noch mehr Understatement aus, als es für Apples Smartphones ohnehin schon der Fall war...

... finden sich nun schick verpackte "EarPods" im Karton...

...Gegenüber Android und Windows Phone wirkt das seit Jahren weitgehend unveränderte Konzept, das Apps auf mehreren Homescreens verteilt, daher für einige Nutzer veraltet. Gleichzeitig hält es die Usability geräteübergreifend konsistent....

In der Tat hat Samsung sogar die Art und Weise kopiert, wie Apple sein iPhone verpackt.

"Die Akku-Laufzeit fiel um bis zu 20 Prozent kürzer aus als beim iPhone 4S, liegt aber immer noch vor anderen Smartphones wie dem Galaxy S III."
-Tests die ich bisher gelesen habe, schreiben dem Galaxy S3 eine längere Akkulaufzeit (+1,5h Sprechzeit; +20 Minuten Onlinezeit) aber eine etwas geringerer Performance bei Benchmarktests zu.

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